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06. März 2018 07:40

Schülerpraktikanten schnuppern Laborluft in der Hochschule OWL

Schülerpraktikant Tenjuan beschäftigte sich mit dem humanuiden Roborter...

... und brachte dem NAO neue Tricks bei

Achtklässler Gedeon sammelt erste IT-Erfahrungen an der Hochschule OWL

Einen ganzen Tag lang Robotern Tricks beibringen oder sich mit Virtualisierung beschäftigen: Zwei Schüler des Detmolder Gymnasiums Leopoldinum schnupperten im Rahmen der Berufsfelderkundung in den Fachbereich Elektrotechnik und Technische Informatik an der Hochschule OWL hinein.

„Es ist für Schülerinnen und Schüler eine schöne Möglichkeit, im Alter von 13 und 14 Jahren bereits Vorstellungen davon zu bekommen, was sie später mal machen könnten“, sagt Andreas Schmelter, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für industrielle Informationstechnik der Hochschule OWL, unter dessen Leitung die Berufsfelderkundung stattfand.

Die beiden Auszubildenden Marvin Hermanns und Sebastian Krüger nahmen Anfang Februar die beiden Schüler unter ihre Fittiche und arbeiteten einen ganzen Tag lang mit ihnen. Hermanns absolviert seine Ausbildung zum Fachinformatiker Fachrichtung Anwendungsentwicklung und betreute den Achtklässler Tenujan. Bei den beiden stand die Programmierung eines humanoiden Roboters, dessen Konstruktion der menschlichen Gestalt nachempfunden ist, auf der Tagesordnung. Am Nachmittag konnte der „NAO“ dank Tenjuans Programmierung einige neue Tricks. „Auch für unsere Auszubildenden ist die Betreuung eines Praktikanten eine wertvolle Erfahrung“, sieht Schmelter die Vorteile auf beiden Seiten. Er würde das Programm auch seinen Kolleginnen und Kollegen empfehlen. Sebastian Krüger, Auszubildender zum Fachinformatiker Systemintegration führte seinen Schützling Gedeon durch die verschiedenen Bereiche der IT-Abteilung, wobei sich der Schüler des Leopoldinum dem Schwerpunkt „Virtualisierung“ widmete.

Die Hochschule OWL beteiligt sich auch an weiteren Terminen der Berufsfelderkundung. Die Berufsfelderkundungen finden im Rahmen des landesweiten Übergangssystems von der Schule in den Beruf unter dem Motto „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) statt. Das Projekt KAoA sieht für die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen die eintägige Erkundung in verschiedenen Berufsfeldern vor. Auch am 30. Mai beteiligt sich die Hochschule OWL an der Berufsfelderkundung: Dann findet ein eintägiges Schülerpraktikum im Labor der Biochemie statt.

Ältere Schüler, wie der 15-jährige Timo Vladimirskij, erhalten in zweiwöchigen Praktika bereits tiefere Einblicke in die Labortätigkeiten. So war der Schüler des Christian-Dietrich-Grabbe-Gymnasiums in den Laboren der Technologie der Kosmetika und Waschmittel (TKW) und Pharmatechnik zu Gast. „Ich interessiere mich sehr für Chemie, Pharmazie und generell Naturwissenschaften, deswegen denke ich über ein Studium nach und wollte Einblicke in den Laboralltag der Hochschule gewinnen“, sagt der Zehntklässler. Im Laber der TKW überprüfte er unter anderem die sensorischen Eigenschaften von Duschgelen, bestimmte die Struktur und Stabilität von Schäumen und erhielt Einblick in die Arbeit mit verschiedenen Labor-Glasgeräten und Excel. Im Labor der Pharmatechnik führte er die Schmelzpunktbestimmung von Bindemitteln zur Schmelzgranulation mittels Differentialthermoanalyse, stellte Schmelzgranulaten unter Einsatz der zuvor charakterisierten Bindemittel her oder kontrollierte Tablettierprozesse anhand der Masse und der Bruchfestigkeit der Tabletten. Betreut wurde er von Professorin Miriam Pein-Hackelbusch, Miriam Reineking und Michaela Kampe (TKW) und Professor Gerd Kutz, Volker Salzmann und Dominic Kamke (Pharmatechnik).