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24. Januar 2018 07:38

Aktien, Anleihen, Investmentfonds und Zertifikate oder doch lieber Bitcoins? Fünfjähriges Planspiel-Jubiläum im Studienschwerpunkt Finanzwirtschaft

Am 12. Januar 2018 spielten die Studierenden des Studienschwerpunktes Finanzwirtschaft auf einem eintägigen Workshop das computerbasierte Unternehmensplanspiel „Portfolio Management“. Seit nunmehr fünf Jahren ist dieses Planspiel fest in das Lehrkonzept des Studienschwerpunktes integriert und stellt jedes Mal ein echtes „Highlight“ für die Teilnehmer zum Ende des fünften Semesters dar. 

Unter Anleitung von Prof. Dr. Jens Kümmel und Michaela Hanke bildeten die Studierenden fünf Teams zu vier bis sechs Mitgliedern. Jedes Team verkörperte eine eigene Vermögensverwaltungsgesellschaft, die auf einem hart umkämpften und starken Schwankungen ausgesetzten Markt das Geld ihrer betuchten Kundschaft möglichst geschickt anzulegen hatte. Auf Basis von sich periodenweise stark verändernden Finanzmarktnachrichten mussten für zwei völlig verschiedene Kundentypen (konservativ und dynamisch eingestellt) Depotstrategien entwickelt sowie konkrete Anlageentscheidungen getroffen werden. Darüber hinaus waren die innerbetrieblichen Belange der Vermögensverwaltungsgesellschaften (wie Personalentscheidungen und Marketingbudgets) zu optimieren. Bei fehlerhaften Entscheidungen oder ungenügender Performance reagierten die anspruchsvollen Kunden ausgesprochen verschnupft und wechselten schnell zu einem der konkurrierenden Vermögensverwalter. Der dynamische Spielverlauf verlangte somit von den Studierenden eine hohe Anpassungsfähigkeit sowie das schnelle Treffen von Entscheidungen unter Zeitdruck und Ungewissheit.

 Das computerbasierte Planspiel „Portfolio Management“ ist Bestandteil der Lehrveranstaltung „Finanzmanagement 2“, in der die theoretischen Grundlagen des Anlage-Managements vermittelt werden. Ausgehend von der Festlegung einer angemessenen risikoadjustierten Rendite sowie geeigneter Vergleichsgrößen (Benchmarks) zur Beurteilung der Entwicklung der Kundendepots werden unter Berücksichtigung der Rendite-Risiko-Präferenzen verschiedener Kundentypen die Regeln einer fachlich fundierten Aufteilung der Kundenvermögen auf verschiedene Anlage-Klassen (wie Aktien, Anleihen, Investmentfonds und Zertifikate) erarbeitet. Ferner werden die Charakteristika sowie die Vor- und Nachteile dieser verschiedenen Anlage-Klassen untersucht, bevor schließlich die Risiken der Geldanlage beleuchtet werden. Im Zuge des Planspiels können die Studierenden das im Laufe des Semesters gewonnene theoretische Wissen unter realistischen Bedingungen gefahrlos anwenden und vertiefen. In sehr kurzer Zeit werden dabei erhebliches Erfahrungswissen sowie Praxiskompetenz gesammelt