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05. November 2018 16:41

Anschaffung eines Großgerätes für die Forschung - Messsystem für das Qualitätsmanagement im Additive Manufacturing

Professorin Eva Scheideler (Foto: Dirk Schelpmeier)

Der Fachbereich 7 der Hochschule OWL erhält ein neues Großgerät für die Forschung. Die Anschaffung fördert das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Programm „FH Basis“. Das Gerät kommt für ein Projekt zur Industrie 4.0 zum Einsatz.

Das Land Nordrhein-Westfalen möchte mit dem Förderprogramm „FH Basis“ die anwendungsorientierte Forschung an Fachhochschulen stärken. Hierzu fördert sie die Anschaffung von 39 Forschungsgeräten an 17 Fachhochschulen. Die Hochschule Ostwestfalen-Lippe erhält zwei Geräte, unter anderem eins für das Forschungsvorhaben im Fachgereich 7 - Produktion und Wirtschaft „MAQAM – Messsystem für das Qualitätsmanagement im Additive Manufacturing“ (Professorin Eva Scheideler). Die Anschaffungskosten für das Gerät liegen bei rund 75.000 Euro.

Qualitätssicherung beim 3D-Druck

Die Hochschule OWL wird durch die Bewilligung ein Messsystem zur Prozesskontrolle von 3D-Druck-Verfahren beschaffen. Den erfolgreichen Antrag gestellt hat Professorin Eva Scheideler vom Fachbereich Produktion und Wirtschaft für die Anschaffung im Rahmen des Projektes „MAQAM – Messsystem für das Qualitätsmanagement im Additive Manufacturing“. Hintergrund der Forschung ist der zunehmende Bedarf von Unternehmen an Verfahren, mit denen individualisierte Produkte nach Wünschen der Kunden gefertigt werden können. „Die additiven Fertigungsverfahren, die unter dem Schlagwort 3D-Druck bekannt sind, bieten Möglichkeiten, individuelle Bauteile bis zur Losgröße 1 wirtschaftlich zu produzieren“, erklärt Professorin Scheideler. Bisher werde diese Technologie jedoch hauptsächlich in der Fertigung von Prototypen genutzt – für den Einsatz in der Herstellung einsatzfähiger Bauteile sei weitere Forschung in der Qualitätssicherung nötig. Zu dieser möchten die Lemgoer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Hilfe des neuen Messsystems einen Beitrag leisten: Das System umfasst mehrere Sensoren sowie eine digitale Kamera mit Polarisationsfilter und verschiedene Wärmebildkameras. Durch die Zusammenführung der so erfassten Daten verspricht sich das Team bessere Einblicke in die Fertigungsprozesse. „Das Forschungsvorhaben leistet einen Beitrag zum weiteren Ausbau der Zukunftsfelder Digitalisierung und Industrie 4.0“, so Scheideler.

Kontakt:

Prof. Dr. Eva Scheideler, Telefon 05261 702-5267, E-Mail eva.scheideler(at)hs-owl.de