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15. November 2017 15:59

Auftakt zur Vortragsreihe "Digitalisierung der Unternehmenssteuerung"

Produktentwickler und Gesellschafter von Intab Pro, Marcel Harmann zeigt ein Beispiel zur Digitalisierung im Bäckerhandwerk

Prof. Dr. Faupel (li.) freut sich, dass er Marcel Hartmann für die Vortragsreihe gewinnen konnte

Die Digitalisierung bereitet sich ihren Weg nicht nur mitten in der Gesellschaft sondern auch Unternehmen müssen sich intensiv mit dem Thema befassen. Vor allem, wenn es darum geht, Ressourcen ökonomisch einzusparen, können intelligente Softwareprogramme nützlich sein.

"Die Vortragsreihe 'Digitalisierung der Unternehmenssteuerung' will den fachlichen Wandel klassischer Controllingfelder unter dem Einfluss der Digitalisierung den Studierenden und weiteren Interessenten näher bringen", erläuter Professor Dr. Christian Faupel, Leiter des Lehr- und Forschungsgebiets Controlling und Kostenmanagement und Organisator der Vortragsreihe.

Anlässlich der Auftaktveranstaltung zeigte Referent Marcel Hartmann von Intab Pro in seinem Vortrag zum Thema "Digitalisierung im Bäckerhandwerk - Automatische Bestellplanung durch Künstliche Intelligenz" eindrucksvoll auf, wie ein Webservice Retourenquoten und damit monetäre Verluste für Bäckereiunternehmen minimieren kann.

Laut einer Studie der FH Münster produziert ein Bäckereibetrieb durchschnittlich ca. 2,7 Tonnen Abfall pro Woche. Dies entspricht einem Verlust von 15.700 €. Hinzu kommen Out-of-Stock Situationen, in denen ein Bäcker nicht mehr die Produkte vorrätig hat, die gerade nachgefragt werden. "Das bedeutet unzufriedene Kunden und weniger Umsatz für das Unternehmen", sagt Hartmann. Intab Pro ist ein Webservice für Bäckereiunternehmen, welcher vollautomatisiert eine mathematische Absatzprognose zur Verfügung stellt. Der Produktentwickler liefert in seinem Vortrag ein gutes Beispiel, wie die Digitalisierung in handwerklichen Mittelstandsbetrieben erfolgreich eingesetzt werden kann: "Der Gewinn kann dadurch sogar bis zu 10% gesteigert werden."

Mit der Digitalisierung sei dabei jedoch auch immer eine Weiterentwicklung oder Ersetzung bestehender Prozesse verbunden. Gerade im Mittelstand seien diese Prozesse jedoch meist unstrukturiert, undokumentiert und nicht vereinheitlicht. "Die Herausforderung ist, dabei bei jedem Kunden Prozesse zu überarbeiten und zu verbessern, andererseits jedoch auch die langjährigen Mitarbeiter mitzunehmen und für die Digitalisierung zu begeistern", so Hartmann.

Fortgesetzt wird die Vortragsreihe am 16.11.2017 um 14:00 Uhr in Raum 12.202 (CIIT II) durch den Referenten Sebastian Befeld von Unity AG. Er wird das Thema: "Industrie 4.0 - Reifegradmodell als Startpunkt für die Digitalisierung" aufgreifen.

Interessierte sind herzlich eingeladen.

 

Terminplan Vortragsreihe