Verweis zur Startseite der Hochschule Ostwestfalen-Lippe
Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Servicenavigation

FB7-News

28. Juni 2017 14:01

Mit Daten zur mehr Transparenz in der Unternehmenssteuerung - Jens Gerking berichtet vom Aufbau einer BI-Lösung bei der Firma Oskar Lehmann

Jens Gerking stellte den Weg der Oskar Lehmann GmbH & Co. KG von der grünen Wiese bis zur funktionierenden BI-Lösung vor

Wie sieht die typische Ausgangslage eines Business Intelligence (BI) Projektes im Mittelstand aus? Was sind Fallstricke und wie sieht es mit den Kosten aus? Welchen Mehrwert zieht ein Unternehmen aus einer BI Lösung? Um diese Themen ging es bei einem Gastvortrag im Fachbereich „Produktion und Wirtschaft“ an der Hochschule OWL vor ca. 75 interessierten Zuhörern. Unter dem Motto „Praktiker vor Ort“ berichtete Jens Gerking aus seinen Erfahrungen bei dem Aufbau einer BI Lösung des mittelständischen Unternehmens Oskar Lehmann GmbH & Co. KG aus Donop.

Der Vortrag fand Ende Juni im Rahmen des BWL-Grundlagenmoduls Controlling statt. „Mit Jens Gerking haben wir einen Praktiker für einen Vortrag gewinnen können, der sich bereits seit über einem Jahrzehnt mit dem Thema Business Intelligence beschäftigt. Mit seiner neutralen Sicht auf dieses Thema, konnte er den Studierenden wichtige Impulse und Anregungen geben, die in Hochglanzbroschüren vieler BI Software-Anbieter so nicht zu finden sind“, resümierte Benjamin Wegener.

Der Gastredner stellte dem Auditorium zunächst das Unternehmen Oskar Lehmann vor. Als klassischer Mittelständler der Region produziert Oskar Lehmann Kunststoffprodukte im B2B Markt, u.a. für die Möbel- und Automotive-Industrie. Danach ging er auf die Auswahl einer geeigneten BI Lösung ein. „Mit der getroffenen Auswahl der Software beginnt die eigentliche Arbeit erst und auch die weiteren Kosten, u.a. für externe Berater zum Aufbau eines Data Warehouses und dessen Administration, sind in diesem Stadium nicht zu unterschätzen“, so Gerking.

Neben dem theoretischen Input zeigte Herr Gerking ebenso die nun vorhandene Software-Umgebung und welche Auswertungen und Analysen hiermit möglich sind. Wo vorher mühsam Access-Abfragen durch die IT erstellt werden mussten, lassen sich nun per intuitivem „drag and drop“ Parameter auswählen und Analysen und Auswertungen, bspw. zu Abweichungen in der Fertigung oder dem Deckungsbeitrag je Produkt oder Kunde, ad hoc erstellen.

Jens Gerking zog am Ende eine positive Bilanz: „Es hat mich gefreut in einem gänzlich anderen Umfeld als gewohnt den Studierenden Einblicke in berufliche Herausforderungen und den aktuellen Stand bei der Unterstützung eines modernen Controllings mithilfe von Business Intelligence geben zu können.“ Auch Prof. Dr. Faupel zeigte sich sehr zufrieden: „Es ist wichtig, den Studierenden zu vermitteln, dass der Einstieg in den Beruf nicht nur mit dem an der Hochschule erlernten Wissen möglich ist. Studierende müssen in der Lage sein, ihr erlerntes Wissen auf die Praxis zu transferieren und den Willen mitbringen, wie am Beispiel von Herrn Gerking zu sehen, sich weiterzuentwickeln und neuen Themenfeldern offen gegenüber zu stehen.“