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21. Juni 2016 15:25

Zukunftsweisende Technologien für den Mittelstand

Die Zukunft der Fabriken: Beim 2. Lippischen Automatisierungstreff tauschten sich Firmenvertreterinnen und – vertreter mit den Lemgoer Expertinnen und Experten aus.

Beim 2. Lippischen Automatisierungstreff an der Hochschule OWL tauschten sich Firmenvertreterinnen und – vertreter mit den Lemgoer Expertinnen und Experten über zukunftsweisende Produktionsverfahren in Fabriken aus. Vorgestellt wurden dabei unter anderem Software-Tools zur Diagnose von Fehlern in technischen Anlagen und digitale Modellentwicklungen für Produktionsabläufe. Das Kolloquium wurde vom Labor für Fabrikautomatisierung der Hochschule OWL in Kooperation mit der digicolor GmbH und der Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik aus Berlin durchgeführt.

Wir entwickeln an der Hochschule OWL neue Technologien und geben wichtige Denkanstöße, basierend auf unseren Forschungsergebnissen – diese wollen wir dem lippischen Mittelstand zugänglich machen“, sagt Professor Thomas Bartsch von Labor für Fabrikautomatisierung der Hochschule OWL. „Deshalb ist das Kolloquium eine wichtige Gelegenheit, mit anderen Firmenvertretern ins Gespräch zu kommen und Erfahrungen auszutauschen.“ Diese Gelegenheit wurde genutzt – es gab vier Fachvorträge sowie eine anschließende Gesprächsrunde, um die angesprochenen Themen weiter zu vertiefen.

Thematisiert wurden unter anderem Inhalte aus der Ingenieursausbildung an der Hochschule OWL. Denn in der Vertiefungsrichtung Fabrikautomatisierung spielt unter anderem die Digitalisierung eine immer größere Rolle. Professor Thomas Bartsch veranschaulichte dies, indem er am PC digital ein Modell für einen thermischen Mischprozess entwickelte. 

Wie praxisnah das Studium an der Hochschule OWL ist, bewies Thomas Schall in seinem anschließenden Vortrag. Schall ist Absolvent der Hochschule OWL und als Verfahrensentwickler bei der Firma digicolor GmbH tätig. Sein Thema: Regelungstechnik. In der Regelungstechnik werden physikalische oder chemische Größen in technischen Systemen gezielt beeinflusst, beispielsweise um eine konstante Temperatur (wie in Kühlschränken) zu erzeugen. Die ist in Fabriken wichtig, zum Beispiel bei der Produktion von Kunststoffgranulaten, was Schall in seiner Abschlussarbeit thematisierte. „Dass die Ergebnisse seiner Bachelorarbeit anwendungsreif sind,  wurde in der Zwischenzeit mit einem Europäischen Patent gewürdigt“, sagt Professor Bartsch.

Daniel Kran vom Labor für Fabrikautomatisierung der Hochschule OWL sprach über den Entwurf einer elektronischen Mobilitätshilfe. Mit dieser Thematik setzt er sich in seiner Bachelorarbeit auseinander und berichtete über den aktuellen Stand seines Forschungsprototyps. Damit greift Kran mit einer konkreten Realisierung das aktuelle Forschungsthema Elektromobilität im innerstädtischen Bereich auf.

Gregor Wrobel,  Institutsleiter der Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik, reiste aus Berlin an. Er stellte ein eigenentwickeltes Softwarewerkzeug zur Diagnose von Fehlern in technischen Anlagen und von Ausschuss in der Produktion vor. Es ermöglicht den Transfer von Diagnosewissen, sodass es dem Betreiberpersonal bei einer Fehlersuche in einer technologischen Anlage zur Verfügung steht.

Das Labor für Fabrikautomatisierung Das Labor ist ein wichtiger Baustein in der Lehre und Forschung des Fachbereichs Produktion und Wirtschaft. Hier werden Vorgangstechnologien und die damit verbundenen produktionstechnischen Probleme vermittelt. Die auftragsbezogenen Forschungsaktivitäten decken den Bereich vom Produkt bis hin zu den erforderlichen Betriebsmitteln des Produktionsprozesses ab und dienen der Weiterentwicklung zukunftsweisender Produktionsverfahren.