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Hochschule Ostwestfalen-Lippe

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Labor für Holzbauprodukte und Holzbauproduktion

Leitung: Prof.´in Dipl.-Holzwirtin Katja Frühwald

Hintergrund

Holzhäuser (Ein- und Zweifamilienhäuser) haben heute in Deutschland etwa 15% Marktanteil - mit steigender Tendenz. Sie werden dabei zu etwa gleichen Teilen industriell und zimmermannsmäßig gebaut. Wer von beiden Sektoren sich zukünftig durchsetzen wird, ist unklar und heute kaum zu beantworten. Eine neuere Studie (www.Holz2020.de) prognostiziert mehr industrielle Vorfertigung. Die Unternehmen aus dem Bereich des (handwerklichen) Holzbaus und der Zimmereien werden sich in Zukunft ausdifferenzieren. Die Zahl traditioneller kleiner Zimmereien, die als Universalisten den lokalen und regionalen Markt bedienen, wird abnehmen. Daneben wird es weiterhin einige spezialisierte leistungsstarke regionale Ingenieur-Holzbaubetriebe geben, die größere Projekte anbieten. Durch die veränderte Handwerksordnung, die Öffnung des Handwerksmarktes nach Osten und die Förderung der Selbstständigkeit wird die Zahl von reinen Montagebetrieben stark ansteigen (die teilweise auch aus traditionellen Zimmereien hervorgehen), die auf die Leistungen von „Generalversorgern“ im Holzbaubereich zurückgreifen und die neuen Holzbausysteme mit hohem Vorfertigungsgrad einsetzen. Die Fertighausindustrie vollzieht seit Jahren einen Konzentrationsprozess, es gab zahlreiche Zusammenschlüsse und Firmenübernahmen. Dieser Konzentrationsprozess wird sich fortsetzen. 

Nordrhein-Westfalen weist bei einer im Bundesvergleich sehr hohen Zahl an Neubauten den mit Abstand geringsten Anteil an Holz- und Fertighäusern auf (7,0% im Vergleich zu bundesweit 13,3%). Insbesondere für kleinere und mittlere regionale Holzbaubetriebe besteht also ein sehr großes Marktpotenzial.

Schwerpunkte

Das Labor für Holzbauprodukte und Holzbauproduktion beschäftigt sich daher mit der Problematik der Verbesserung der Holzbausysteme, Bauelemente, Bauprodukte und vor allem den Fertigungstechnologien und dem Bauablauf im Holzbau. Zum einen aus technologischer Sicht, zum anderen aber auch, um die beteiligten Unternehmen, Industrie und Handwerk, in eine wirtschaftlich wettbewerblich bessere Situation zu bringen. Dadurch werden regionale und lokale Unternehmen gestärkt und die in der Clusterstudie Nordrhein-Westfalen sowie der Charta Holz gesteckten Ziele unterstützt.

Die Schwerpunkte liegen daher in der Produktion und Konstruktionstechnik für Bauprodukte aus Holz und Holzwerkstoffen sowie der organisatorischen und wirtschaftlichen Gestaltung der Prozesse des Bauens mit Holz. Konkret beschäftigt sich das Labor mit:

  • der Automatisierung der Holzbauproduktion einschließlich IT-Einsatzder
  • Erhöhung des Vorfertigungsgrades, Montage und Verbindungstechnik
  • F&E-Tätigkeiten auf den Gebieten Holztechnologie, Holzbauprodukte, -elemente und -systeme sowie Holzbauproduktion
  • Beratungsleistungen bei der Weiterentwicklung und Neuorientierung von Zimmereien sowie der Neuorientierung der Zulieferbranche auf den Holzbaubereich