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Nachhaltigkeit

Im Umweltmanagement muß man, um Top zu sein, immer den neuesten Managementausdruck kennen, der häufig im Mantel des Neuen nichts anderes als den gesunden Menschenverstand beinhaltet und neuen Wein in alten Schläuchen verkauft.

Während in der Realität viele Unternehmen mit der -eigentlich selbstverständlichen- Einhaltung der Umweltgesetze kämpfen und sich das Klima für den Umweltschutzgedanken merklich abgekühlt hat, entwickelt sich das Umweltmanagement z.B. innerhalb der letzten Jahre rasant weiter vom Öko Audit nach EMAS I jetzt EMAS II über Umweltkennzahlen zum Ökocontrolling, vom nachsorgenden Umweltschutz über den produkt- und produktionsorientiertem Umweltschutz hin zum Stoffstrommanagement, von der Einhaltung der Umweltgesetze hin zur Umsetzung des Kreislaufwirtschafts- und Nachhaltigkeitsgedankens. Wenn man bedenkt, daß Umweltmanagement immer nur ein integraler Bestandteil des „normalen“ Managements sein kann, so steigen die Anforderungen an das Unternehmens- und Dienstleistungsmanagement kontinuierlich. Gerade der Anspruch, nachhaltig zu wirken, überfordert nicht nur fast alle kleinen und mittleren Unternehmen, sondern in der Regel auch die Großen. Der Gedanke der Nachhaltigkeit prägt zurückschauend auf die letzten Jahre Umweltmanagemententwicklung sozusagen als Ordnungsprinzip die Diskussion: der Weg zur Nachhaltigkeit ist auch der Grundgedanke von EMAS II.

Was ist denn nun wirklich nachhaltig? Was sind denn Interessen zukünftiger Generationen und wie soll man gerade soziale und ökonomische Faktoren bereits im Vorfeld einer zukünftigen Generation respektieren, wissend, das jede Generation andere Schwerpunkte und Prioritäten setzt? Streng genommen gibt es auch nicht die Folgegeneration, sondern Generationen entstehen kontinuierlich. Wer immer zur Nachhaltigkeit aufruft, muß auch kontinuierlich überzeugen und NachahmerInnen kontinuierlich gewinnen.

Wir sind uns einig, daß die Nachhaltigkeit von Produkten und Produktionsverfahren die Zukunft der Unternehmen langfristig sichern.

Wie macht man aber den Betrieben, gerade den vielen kleinen und mittleren Unternehmen, Nachhaltigkeit schmackhaft, wenn schon das tägliche Brot des Umweltschutzes so schal schmeckt?
Kann unser bisheriges, ausschließlich an Produktionszahlen gekoppeltes Denken überhaupt nachhaltig sein?
Wenn wir uns am Beispiel des Fernsehens die Frage stellen, was ein Fernsehkonsument überhaupt möchte, fernsehen oder den Fernseher besitzen, so nehmen wir ehrlich und erstaunt zur Kenntnis, das wir eigentlich nur die Dienstleistung Fernsehen wollen, den Fernseher aber nicht unbedingt auch besitzen möchten. Ich für meine Person möchte abends auf einem Sofa sitzen, es aber nicht unbedingt auch besitzen wollen. Würde ein Produkt, das als Dienstleistung angeboten wird, nicht automatisch von der Industrie so gestaltet, das es am Ende seiner Nutzung noch einen möglichst hohen Rücknahmewert darstellt? So würde der gesetzlich verankerte Kreislaufwirtschaftsgedanke wirklich umgesetzt und die Industrie müßte sich neue Konzepte einfallen lassen, aus möglichst langlebigen Produkten über Dienstleistungsentgelte (z.B. der Reparatur oder dem stofflichen Recycling) zu finanzieren.
Dies ist eine große Herausforderung an Politik, Unternehmen und die Hochschulen des Landes.
Weitermachen wie bisher und nur verkaufszahlenbezogene Umsatzrenditen im Kopf zu haben hieße, für die Unternehmen, sich zunehmender Billiglohnkonkurrenz zu stellen, ein gerade für händisch geprägte Industriezweige (wie z.B. die Möbelindustrie) aussichtsloser Kampf.
Wir müssen unsere Produkte durch Dienstleistungen (auch gerade durch umweltbezogene Dienstleistungen wie z.B. Rücknahmekonzepte) qualitativ wertvoller machen und diese Zusatznutzen auch dem Verbraucher verständlich machen. „Made in Germany“ muß wieder eine neue Herausforderung für eine Qualitätsoffensive werden, denn nur so ist wirtschaftlich nachhaltig zu wirtschaften. Wir müssen den Mut haben, mittel- und langfristig Produkte durch Dienstleistungen zu ersetzen oder zumindest zu begleiten. Wir müssen den Mut haben, Produkte langlebiger und reparaturfreundlich herzustellen.

„Made in Germany“ braucht auch eine Bildungs- und Qualifizierungsoffensive in Deutschland, weil der Standort Deutschland nur mit mehr Bildung und lebenslangem berufbegleitendem Lernen, d.h. mit mehr hochqualifizierten Abschlüssen zukunftsfähig zu halten ist.

Welche Beispiele bereits umgesetzter Nachhaltigkeit in der Industrie können uns auf dem notwendigen Weg Mut machen?

Nachhaltigkeit an ausgewählten Beispielen

Die weltweiten Umweltprobleme, wie Ressourcenverknappung, Meeresverschmutzung, Treibhauseffekt, Bodenerosion etc. werden durch die konventionellen Instrumente des betrieblichen Umweltschutzes in den Industrienationen nicht aufgewogen. Wir brauchen dazu globale Anstrengungen. Eine Durchflußwirtschaft mit Privatisierung von Gewinnen aus der Produktion von Produkten und Sozialisierung der Entsorgung derselben Produkte am Ende ihres Lebensweges ist nicht mehr zukunftsfähig.

Startpunkt heute

Auch die überall so favorisierte thermische Verwertung von Rohstoffen und Altprodukten ist aus der Sicht des Klimaschutzes keine nachhaltige Lösung, weil sie nicht CO2 neutral ist. Selbst das Verbrennen nachwachsender Rohstoffe wie z.B. Holz kann nur eine energetische Übergangslösung sein, da sie zwar mengenmäßig CO2 neutral ist, aber nicht zeitlich CO2 neutral. Denn ein Baum wächst 50 – 100 Jahre und sammelt dabei CO2 und setzt dieses CO2 beim Verbrennen in nur wenigen Minuten wieder frei.

Zielpunkt morgen

Was wir brauchen ist weltweit eine erhöhte Material- und Energieproduktivität, eine wirklich ernst genommene Produktverantwortung der Unternehmen, ressourcenschonende Konzepte, Einsatz nachwachsender Rohstoffe. Mit anderen Worten: eine nachhaltige Entwicklung.
Wir brauchen eine umfassende öffentliche Diskussion zu dem Thema Nachhaltigkeit, mitgetragen von allen gesellschaftlich aktiven Kräften.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit heißt vor allem Zukunftsbeständigkeit und gliedert sich in die Bereiche:

- Zukunftsbeständigkeit des Gemeinwesens
- Ökologische Zukunftsbeständigkeit
 -Zukunftsbeständgkeit des Wirtschaftssystems.

Zukunftsbeständigkeit des Gemeinwesens ist leicht gesagt. Wie können wir einen Konsens erzielen über Grundwerte wie z.B. gesunde Lebensbedingungen und Verteilungsgerechtigkeit? Ist Wertschöpfung gerecht verteilt, wenn über 90% der Wertschöpfungskette eines Produktes, das z.B. in der zweiten und dritten Welt an- oder abgebaut wird, außerhalb der An- oder Abbauländer stattfindet? Bedeutet Verteilungsgerechtigkeit nicht auch höherer sozialer Frieden in den An- und Abbauländern bei gleichzeitig erhöhten Preisen in der ersten Welt? Würden die höheren Preise nicht wieder Marktinstrumente in Kraft setzen, um Rohstoffkosten durch Ressourcenschonung zu senken?
Hier sind zielführende interdisziplinäre Diskussionen erforderlich und es ist z.B. dem eingesetzten nationalen Nachhaltigkeitsrat zu wünschen, daß er diese Diskussionen auf breiter Front initiieren wird.
Auch ökologische Zukunftsbeständigkeit ist nicht leicht zu definieren. Die Forderung nach Erhaltung der Artenvielfalt ist schnell gestellt, wobei wir uns heute über die Gesamtzahl aller Arten noch gar nicht im Klaren sind. Was sind Wasser-, Luft- und Bodenqualitäten, wer wacht über deren Einhaltung? Ist es nachhaltig, einem industriellen Wasserbenutzer gesellschaftlich zu gestatten, Wasser in einer schlechteren Qualität in die Vorfluter einzuleiten, als dieser Nutzer das Wasser ursprünglich dem natürlichen Kreislauf entnommen hat? Dasselbe gilt für Luft und Boden.
Oder, wie kann ein Wirtschaftssystem nachhaltig sein, das sich immer weniger aus Kostengründen auf den Faktor menschliche Arbeit stützt und die Entlassung von Personal an der Börse als Erfolg feiert und mit einer Steigerung des Unternehmenswertes quittiert?
Alle diese Fragen sind grundlegend und interdisziplinär und mit dem Willen zum Konsens zu diskutieren, um den Standort Deutschland nachhaltig zu gestalten.

Umweltfreundliche Produktentwicklung

Der Einstieg in die Nachhaltigkeit beginnt mit umweltfreundlichen Produkten, die eine zusätzliche Nachhaltigkeitsleistung beinhalten und sich vielleicht sogar noch kostengünstig verkaufen. Ein umweltfreundliches Produkt sollte zumindest modular und damit demontagegerecht aufgebaut sowie langlebig und reparierbar sein.

Motivation zur nachhaltigen Produktentwicklung

Der Ruf der Unternehmen nach Deregulierung ist so alt wie der Ruf nach staatlichen Förderprogrammen. Die Unternehmen müssen in der Umsetzung der Nachhaltigkeit ihre Zukunftschance erkennen. Eigene Kräfte freisetzen und den Mut haben, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, das ist gefragt. Die Unternehmen, die Politik und die Hochschulen müssen Nachhaltigkeit für Verbraucher attraktiv und bezahlbar machen.

Faktoren bei der Produktgestaltung

Am willkürlich ausgewählten Beispiel der Oberflächenbeschichtung in der Möbelindustrie erkennen wir, daß eine Vielzahl von Akteuren in komplexer Weise an dieser Problemstellung beteiligt sind. Der Weg zur Nachhaltigkeit ist daher nicht nur lang, sondern auch dornig, denn es gilt eine Vielzahl von Akteuren zu überzeugen und komplexe, eingefahrene Strukturen teilweise zu überwinden. Um so notwendiger ist die bereits angesprochene öffentliche Diskussion auf breiter Basis.

Rechtliche Grundlagen

Es gibt rechtliche Bestimmungen, die den Gedanken der Nachhaltigkeit umsetzen.
Im Bereich des Umweltmanagements ist vor allem EMAS II und ISO 14001 zu nennen, die freiwilliges Engagement von Unternehmen fördern und mit Imagegewinn und verstärkter Risikovorsorge belohnen. Insbesondere das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz ist mit seinen bislang sehr zaghaft formulierten Rücknahmeverpflichtungen ein erster richtiger Ansatz, dem in Zukunft konsequentere Umsetzung zu wünschen ist.
Auch der Blaue Engel ist ein wirksames und vom Verbraucher wohl beachtetes Label, das die Produkte mehr und mehr in Richtung Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit bewegen wird.

Produkte recyclinggerecht zu konstruieren, die Umsetzung von produkt- und produktionsintegriertem Umweltschutz, dies erhöht die Ressourceneffizienz ganz sicher, vielleicht nicht auf Anhieb gleich um den Faktor 4 oder 10. Aber der eingeschlagene Weg führt sicher zu mehr Nachhaltigkeit auch auf der Normenseite.

Auf den folgenden Seiten werden ausgewählte Praxisbeispiele, die zum größten Teil den Internetdarstellungen der jeweiligen Unternehmen entnommen sind, dargestellt.

Aronal Öko-Dent der GABA GmbH

Früher waren wir gewohnt, eine gebrauchte Zahnbürste spätestens alle 4 Wochen wegzuwerfen. Wenn wir das Gewicht einer Zahnbürste vereinfacht mit 10 g annehmen, so entsteht pro Jahr daraus in Deutschland ein Abfallberg von etwa 7000-8000 Tonnen.
Wenn wir nun nur noch den Bürstenkopf regelmäßig alle 4 Wochen entsorgen müssen, wir das Gewicht des Bürstenkopfes vereinfacht mit 1 g annehmen und ferner voraussetzen, dass der Bürstenstiel nun nur noch alle 12 Wochen entsorgt wird, so resultiert daraus ein Abfallberg in Höhe von nur noch ca. 3000 Tonnen: eine rechnerische Reduktion von etwa 50 % (unter der Voraussetzung, daß alle Zahnbürstenanbieter in Deutschland diesem Konzept folgen würden)! Ich bin sicher, daß die Firma GABA den auswechselbaren Bürstenkopf nicht nur aus Liebe zur Umwelt auf dem Markt eingeführt hat, sondern daß sich aus dem modularen Produktaufbau auch betriebswirtschaftliche Vorteile durch den verminderten Rohstoff- und Energieverbrauch ergeben haben.

Bremssattel der Continental Teves AG Frankfurt

Der Ersatz des Schwermetalls Eisen durch das Leichtmetall Aluminium wirkt sich kraftstoffsparend aus unter der Voraussetzung, dass das Aluminium aus einer Sekundärproduktion stammt. Es stellt sich daher die Frage im Sinne einer nachhaltigen Nutzung der Ressource Aluminium, wie man die Attraktivität des Aluminiumsammelns und -recyclings erhöht bzw. langfristig sichert.

Climacell vom Cellulosewerk Angelbachtal GmbH

Was macht man aus Cellulosefasern, die nicht mehr zu Papier recycelt werden können? Eine stoffliche Antwort auf diese Frage stellt der Einsatz als Dämmstoff zur Einsparung von Heizenergie und CO2 Ausstoß dar.

Ablagesystem von Elba

Das System von Elba wird abfallsparend überwiegend aus Altpapier hergestellt. Besonders nachhaltig wäre z.B. eine garantierte Produktrücknahme mit sich anschließenden Verwendungs- und Verwertungspotenzialen.

Holzhäuser von Steko Holz-Bausysteme AG

Der Einsatz des nachwachsenden Rohstoffes Holz in Form von recyclingfähigen und flexiblen Bauelementen, die in einem Baukastensystem zur Verfügung gestellt werden und durch ihre Konstruktion hervorragende Dämmeigenschaften aufweisen ist sicherlich ein richtiger Schritt zur CO2 Einsparung und damit als nachhaltig zu bezeichnen.

Kopiersysteme von Minolta

Die Fähigkeit, Recyclingpapier zu verarbeiten, ist von einem modernen Kopierer zu fordern.
Kopieren muß mit geringsten Verbrauchs- und Emissionswerten verbunden sein.
Diese beiden Forderungen werden sicher auch von anderen modernen Kopierern erfüllt.
Die Materialkennzeichnung insbesondere der Kunststoffteile eröffnet aber ein stoffliches Recycling und ist daher aus meiner Sicht nachhaltiger als die obligate thermische Verwertung von Altkunststoffen.

Körbe und Geflecht aus Weide von Flechtwerk

Gerade die Verarbeitung heimischer und nachwachsender Rohstoffe stellt einen besonderen Beitrag zur Nachhaltigkeit dar, weil kurze Transportwege und die wirtschaftliche Stärkung heimischer Regionen nachhaltig wirken. Die Vermeidung von Kunstdünger und chemischen Giften trägt nicht nur zum Gewässer- und Bodenschutz bei, sondern auch zum Schutz der menschlichen Gesundheit.

True-Lite-Leuchte der Tech Service Lichttechnik GmbH

Durch spezielle Vorschaltgeräte kann die Lampenlebensdauer um 20 % verlängert werden, der Lampenwirkungsgrad erhöht und eine Energieeinsparung von 7-11% erzielt werden. Zusätzlich bieten TRUE LITE-Leuchtstoffröhren eine Lichtqualität, die dem natürlichen Sonnenlicht sehr nahe kommt. (Quelle: www.spektralux.at/true.htm)

Der Lupo von Volkswagen

Ob ein Auto mit einem Verbrennungsmotor überhaupt nachhaltig sein kann, ist zu diskutieren. Seit etwa 100 Jahren fahren Autos mit Verbrennungsmotoren, die das Gros der im Benzin enthaltenen Energie ungenutzt als Abwärme entweichen lassen. Gewichtsreduktion und Abgasarmut dürfen nur erste Schritte in die richtige Richtung sein.
Da Mobilität unsere Gesellschaft kennzeichnet und es keinen vernünftigen Grund gibt, Milliarden von Chinesen und Indern ein herkömmliches Auto mit dem Hinweis auf die Klimasituation unserer Erde zu verweigern, müssen wir die Autos der nächsten 100 langen Jahre mit intelligenteren und nachhaltigen Antriebstechniken schnellstens ausrüsten.

Naturharz-Wandfarbe von AURO

Farben enthalten üblicherweise erdölbasierte Kunstharze. Diese Kunstharze gegen natürliche Harze auszutauschen ist ein deutlicher Schritt zur Einsparung fossiler Ressourcen und führt z.B. zu kompostierbaren Farben und Farbresten. Dieser Beitrag zur Nachhaltigkeit wird noch verstärkt durch die Verringerung der Transportwege, weil heimischer Lein verwendet wird.

Ordnungssystem von Werkhaus

Das Ordnungssystem von Werkhaus zeichnet sich durch einen einfachen, weitestgehend materialhomogenen Aufbau aus. Dieses System besticht durch seine Verwendung wenig gefragter Holzreste und natürlicher Oberflächenwachse und basiert mechanisch auf der Verwendung einfacher Gummiringe. Auch das Einsparen von Versand- und Verpackungs-materialien durch die Minimierung des Volumens zeigt eine nachhaltige Produktentwicklung.

Reinigungsmittel von Klar

Der Hauptwirkstoff eines flüssigen Wasch- und Reinigungsmittels ist in der Regel das Tensid(gemisch). Dieses auf der Basis nachwachsender Rohstoffe durch leichte chemische Verwandlung natürlicher Fettalkohole herzustellen ist ein deutlicher Beitrag zur Nachhaltigkeit. Das Nachfüllen von Gebinden in den Läden spart bundesweit tonnenweise Kunststoffabfälle und damit die Ressourcen Erdöl und Energie.

Der Stirlingmotor von Solo

Der Stirlingmotor stellt ein alternatives Antriebskonzept dar, dessen Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren im Bereich Abgasarmut, technischer Wirkungsgrad, Geräuscharmut und Langlebigkeit liegen. Eine breitere Einsatzmöglichkeit ist z.B. aus dem technischen Entwicklungsstand der Brennstoffzellen zu prüfen.

Das Strohsofa von Schlüter

Zur Polsterung von Möbeln werden üblicherweise erdölbasierte und z.T. geschäumte Kunststoffe verwendet. Hierzu einen nachwachsenden Rohstoff, für den es allenfalls nur eine thermische Verwertung gibt, zu verwenden, stellt sicher einen großen Beitrag zur Nachhaltigkeit dar. Durch den Verzicht auf Pestizide beim Getreideanbau wird dieser Nachhaltigkeitseffekt im Sinne einer gesundheitsschonenden Maßnahme verstärkt.

Telefone und Handys von Swisscom

Bleifreie Lötmaterialien sind ebenso wenig selbstverständlich wie eine recyclinggerechte Konstruktion auf der Basis von Kunststoffrecyclaten. Ein Beispiel, das im positiven Sinne zur Nachahmung anregt.

Kaffee mit Trans Fair Siegel

Betrachtet man die übliche Wertschöpfungskette eines Produktes auf der Basis von Rohstoffen aus der zweiten und dritten Welt, so fällt auf, daß im Anbauland bzw. vor Ort die wenigste Wertschöpfung verbleibt. Die meiste Wertschöpfung ist auf den Handel zurückzuführen. Wenn wir nun gerade vor Ort nachhaltig wirken wollen, so muß der Wertschöpfungsanteil in den Anbauländern kräftig erhöht werden, damit sich stabile soziale Strukturen vor Ort aufbauen und erhalten können. Dahinter verbirgt sich nicht nur die Fairnis als Antwort auf jahrhunderte lange Ausbeutung der armen und ärmsten Länder dieser Erde, sondern auch die Erkenntnis, daß wir in einer Welt leben und globale Verantwortung tragen.
Die Garantie von Mindestpreisen für die Erzeuger, begleitet von Qualifizierungskonzepten direkt vor Ort ist die richtige Antwort, damit wir dieser globalen Verantwortung gerechter werden.

Landwirtschaftliche Produkte von BIOLAND

Bioland bietet Nahrungsmittel aus organisch-biologischen Anbau an und trägt somit dazu bei, die natürlichen Lebensgrundlagen Boden, Wasser und Luft zu schützen. Muß denn z.B. ein Apfel ballonartige Ausmaße annehmen und wissen wir nicht, dass dies nur durch kräftige Düngergaben zu erreichen ist? Wie können wir da von gesund reden und uns auf der anderen Seite über den Nitrateintrag ins Grundwasser wundern? Lebensmittel müssen auch gesund sein, eine Forderung an die viele Erzeuger regelmäßig erinnert werden müssen. Gesunde Lebensmittel erfordern auch wirtschaftlich gesunde bäuerliche Erzeugerstrukturen, Forderungen, über die wir einmal nachhaltig nachdenken sollten.

Brot für die Welt

Wirklich ernst genommenes Christentum fordert Früchte, an denen wir uns erkennen lassen können. Es fällt in unserer lauten Ellenbogengesellschaft schwer zu erkennen, daß gerade der sozial Schwache Hilfe von uns braucht. Der sozial Schwache mag nur um die Ecke wohnen oder bettelnd auf unserer Straße sitzen, unter unsere Augen tritt er immer nur vereinzelt.
Zu Millionen tritt er auf in den armen und ärmsten Ländern dieser Erde.
Brot für die Welt setzt sich gerade in diesen Ländern dafür ein, soziale Strukturen zu stärken und vermehrt wirtschaftliche Eigenständigkeit und höhere Bildungsstände vor Ort zu erzielen.

Fair gehandelte Waren von El Puente

Nicht nur Kaffee kann fair gehandelt werden. Der Verkauf von landwirtschaftlichen Produkten in Eine-Welt-Läden zu fairen Preisen unterstützt ebenfalls die sozialen Strukturen vor Ort. Dies wird von EL PUENTE begleitet durch Förderprojekte im Gesundheits-, sozialen und politischen Bereich.

Bio-Teppiche von Formation Carpets

Auch nicht- Lebensmittel können fair gehandelt werden zur Stützung der sozialen Strukturen direkt vor Ort. Hierdurch kann z.B. die häufig in der dritten Welt vorzufindende Kinderarbeit verhindert oder zumindest eingeschränkt werden. Dies erfordert feste vertragliche Regeln und auch vor Ort Kontrollen.
Wenn solche Teppiche noch zudem pestizidrückstandsfrei hergestellt sind und die ausschließliche Verwendung von natürlichen Farbstoffen garantieren, so ist dies ein mehrfacher Beitrag zur weltweit notwendigen Nachhaltigkeit.

Darjeeling Bio Tee Premium vom gepa Fair Handelshaus

Ein erneutes Beispiel für fair trade und die wirtschaftliche Stärkung von sozialen Strukturen direkt im Anbauland.

Klimaschutz von Kommunen am Beispiel Leverkusens

CO2 Reduktion muß weltweit angegangen werden, denn Klimaschutz ist eine Aufgabe, die nur im globalen Kontext bearbeitet werden kann. Im Kleinen anfangen bedeutet, in unserem beeinflußbaren Umfeld nach Energieeinsparmöglichkeiten zu suchen. Hierzu bieten vor allen die Prozesse zur lokalen Agenda 21 und die industriellen Programme zum Energiemanagement vielfach Gelegenheit. Und wenn CO2 Einsparung und damit Energieeinsparung auch mit Kosteneinsparung verbunden ist, dann sollte der Klimaschutz zudem noch Spaß machen.

Förderprogramme der Ökobank

Das wirtschaftliche Desaster der Ökobank im Jahr 1999 hatte laut Presseberichten wohl eher mit internem Mißmanagement, als mit der Verknüpfung wirtschaftlicher und ökologischer Fragestellungen zu tun. Öko- und Nachhaltigkeitsfonds, dies zeigt sich weltweit, tragen sich auch wirtschaftlich und geben dem Anleger das Gefühl, ethisch das Richtige mit ihrem Geld zu tun. Der wirtschaftliche Handel mit CO2 Emissionsrechten und Emissionsmengen wird in Zukunft auch an unseren Börsen eine Rolle spielen. Nachhaltigkeit der Produkte unserer Unternehmen wird auch von den Banken und Sparkassen mitgetragen werden müssen. Die Banken und Sparkassen müssen über die altlastenbezogene Risikoanalyse hinaus sich auch über ihre langfristige Kreditsicherung Gedanken machen. Um nachhaltige Produkte zu unterstützen braucht es auch nachhaltige Dienstleistungen unserer Banken und Sparkassen.

Nachhaltiger Tourismus mit Studiosus

Der Schutz der Umwelt und des kulturellen Erbes kann nur durch Umsetzung von an Nachhaltigkeit orientierten Tourismusleitbildern erreicht werden. Auch unsere Kinder wollen einen bestimmten Urlaubsort noch attraktiv finden und dort die Natur bewundern.
Dies setzt natürlich voraus, den Wert von Natur und natürlichen Gleichgewichten auch respektieren zu wollen. Das Beispiel Studiosus zeigt, das nachhaltiges Denken in der Tourismusbranche bereits Umsetzung findet und zur Nachahmung einlädt.

Die Zehn Gebote der Umwelt

Unsere Verpflichtung zur Nachhaltigkeit resultiert nicht nur aus unserer Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen. Sie resultiert aus der Erkenntnis einer weltweit kranken Umwelt und aus der Ahnung, das der biblische Spruch: „Macht Euch die Erde untertan“ wohl irgendwie gründlich mißverstanden wurde, denn jedes Eigentum erfordert Verantwortung.

So würden denn die 10 Gebote heute wohl anders formuliert werden:

Die zehn Gebote der Umwelt