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Hochschule Ostwestfalen-Lippe

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Lehrveranstaltungen

Das Thema Immissionsschutz wird im Rahmen einer Vorlesung mit begleitender Übung und einem darauf aufbauenden Praktikum  behandelt. In der Übung wird die praktische Anwendung des Vorlesungsstoffs vermittelt und auf die Durchführung des Praktikums  vorbereitet.

In der Veranstaltung werden sowohl die zugrundeliegenden  Prinzipien als auch die Umsetzung dieser Prinzipien in der Praxis der Anlagenüberwachung und –genehmigung besprochen. Die Relevanz einzelner Themen des  Immissionsschutzes wird anhand der Betroffenheit der Bevölkerung und durch eine wissenschaftliche Bewertung dargestellt. Bei den wichtigsten Immissionen wird sowohl die Entstehung, als auch Ihre Begrenzung mit Hilfe der verschiedenen Instrumente  des Immissionsschutzes behandelt. Dazu werden als wesentliche Rechtsquellen das Bundes- Immissionsschutzgesetz, die TA Luft und die TA Lärm besprochen. Die Anwendung dieser Rechtsquellen wird zugleich anhand eines konkreten Falls im Genehmigungsverfahren eingeübt.

Beim Thema Lärm zeigt sich beispielhaft, wie Vorlesung, Übung und Praktikum ineinandergreifen. Denn während die Vorlesung die Grundlagen zu Lärmwahrnehmung, -wirkung, -ausbreitung, -beurteilung u.a. legt, lernen die Studierenden in den Übungen die praktischen Aspekte dazu kennen, dies geschieht durch Modellierung und Beurteilung einfacher  Lärm-Ausbreitungssituationen. Im Praktikum wird der Umgang mit dem Lärm-Messgerät erlernt und die Schallemission einer Lärmquelle von den Studierenden selbst normgerecht ermittelt.

Ziel der Veranstaltung ist es, den Studierenden die o.g. Grundsätze des Immissionsschutzes nahezubringen, aber ihnen auch schon erste Erfahrungen mit der Anwendung insbesondere von BImSchG, TA Luft und TA Lärm zu vermitteln.

Diese Kenntnisse stellen eine wertvolle Qualifikation dar, da sie eine Vielzahl von Tätigkeitsfeldern eröffnen. Beispiele dazu sind die Abwicklung von Genehmigungsverfahren für Industrieanlagen, Erstellung von Gutachten zum Schallschutz oder zur Luftreinhaltung, Überwachungstätigkeit in Behörden oder  als Immissionsschutz-Beauftragter in der Industrie. Da die Genehmigung nach dem BImSchG Entscheidungen nach anderen Rechtsbereichen einschließt, sind Kenntnisse des Verfahrens auch dann hilfreich, wenn die spätere Tätigkeit im Bereich anderer Umweltmedien liegt.

Die erfolgreiche Teilnahme am Praktikum ist Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung.

Die Klausur orientiert sich großenteils an den Inhalten der Übung und des Praktikums.

Die Vorlesung gliedert sich in folgende Themeneinheiten:

  1. Einführung
  2. Historische Entwicklung
  3. Prinzipien des Immissionsschutzes
  4. Quellen der Luftverunreinigungen
  5. Gesetzliche Regelungen/ TA Luft/Gerüche
  6. Lärm
  7. Instrumente des BImSchG
  8. Genehmigungsverfahren nach BImSchG
  9. Produktbezogener I-Schutz
  10. Gebietsbezogener I-Schutz
  11. Beauftragte

Der Schwerpunkt der Veranstaltung wird auf den anlagenbezogenen Immissionsschutz gelegt.