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Hochschule Ostwestfalen-Lippe

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Motivation und Intention

Ausgangspunkt

Hochwasser
Hochwasser

Der Schutz der aquatischen Umwelt und die nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Wasserressourcen im Spannungsfeld unterschiedlicher Interessen und Prioritäten sind in den Industrieländern essentielle Voraussetzungen für die langfristige Sicherung der Lebensqualität. In einzelnen Ländern können davon sogar die Überlebensbedingungen der kommenden Generationen abhängen.

In der Vergangenheit sind bereits viele erfolgreiche Forschungsarbeiten zu diesen Themenfeldern an Hochschulen und Forschungsinstitutionen auf nationaler wie internationaler Ebene durchgeführt worden. Dabei waren jedoch verschiedentlich Defizite bei der fachübergreifenden Behandlung der Probleme zu beobachten, weil die Fragestellungen oft nur aus dem Blickwinkel einer Fachrichtung bearbeitet wurden. Deshalb führten diese isolierten Ansätze auch immer wieder zu Ergebnissen, die nicht realisiert werden konnten, weil bestimmte Randbedingungen nicht beachtet worden waren.

Intention des Forschungsschwerpunktes

Maßnahme der Gewässererhaltung
Maßnahme der Gewässererhaltung

Die Richtlinie 2000/60/EG der Europäischen Gemeinschaft, die sog. Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), sieht eine ganzheitliche Betrachtung der aquatischen Umwelt innerhalb von Flusseinzugsgebieten vor und fordert ausdrücklich eine Verknüpfung der Bereiche Wasserqualität, Wassermengenwirtschaft und Gewässerökologie. Das zukünftige Herangehen an wasserfachliche Problemstellungen muss also viel mehr als bisher einen integrativen Charakter haben.

Der Forschungsschwerpunkt befasst sich mit Themen der Gewässerreinhaltung und Gewässergütebestimmung, der Wassermengenwirtschaft, der Gewässer- und Auenökologie sowie der Gewässerentwicklung. Zusätzlich werden wasserwirtschaftliche Aspekte der Geotechnik, Abfallwirtschaft und Deponietechnik berücksichtigt. Dabei kommen verstärkt Methoden der Modelltechnik und der modernen Datenverarbeitung zur Anwendung. Es wird angestrebt, bevorzugt Projekte mit fachübergreifendem Charakter zu bearbeiten, bei denen die Kooperation von mindestens zwei Fachgebieten erforderlich ist. Des Weiteren werden Untersuchungen initiiert und durchgeführt, bei denen sowohl ingenieurtechnische als auch gewässerökologische Fragestellungen fachübergreifend zu bearbeiten sind. Durch die Einbeziehung studentischer Projekte und Abschlussarbeiten wird außerdem eine enge Verknüpfung mit der Lehre erreicht.