Verweis zur Startseite der Hochschule Ostwestfalen-Lippe
Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Servicenavigation

Bachelor Precision Farming

Foto:fotolia/ekkasit919

Die Digitalisierung weitet sich zunehmend in allen Lebens- und Arbeitsbereichen aus. Neben dem Vorreiter Industrie 4.0 sind nahezu alle Produktions- und Dienstleistungsfelder in der Lage, von einer zunehmenden Digitalisierung zu profitieren. Auch in der Landwirtschaft haben Automatisierung und IT-Unterstützung Einzug gehalten und bereits heute zu deutlichen Veränderungen in allen Teilen der Prozessketten geführt.

Der Einsatz von Werkzeugen des Precision Farmings ist aus der ökologischen wie auch ökonomischen Sicht zu begründen. Die orts- und zeitaufgelöste Bewirtschaftung von Landwirtschaftsflächen berücksichtigt beispielsweise die Unterschiede in Bodenbeschaffenheit und Ertragsfähigkeit, die zeitliche Entwicklung von Dünger-, Bewässerungs- oder Pflanzenschutzbedarf und unterstützt bei den Entscheidungen beispielsweise zur Optimierung der Verteilung von Saat- und Pflanzgut und zum optimalen Erntezeitpunkt.

Eine vielfältige und große Menge an Daten wird in der Landwirtschaft bereits seit vielen Jahren erhoben, eine Nutzung mit Mehrwert ist jedoch noch nicht für alle an den landwirtschaftlichen Erzeugungsprozessen beteiligten Partner möglich. An vielen Stellen sind ökonomische und ökologische Fragenstellungen eng miteinander verknüpft, beispielsweise Nährstoffmanagement, Schutzgebiete, Wasserqualität und Bewirtschaftungs-einschränkungen. Ein dediziertes Informationsmanagement, welches jedoch auch Datenschutzaspekte berücksichtigen muss, erlaubt für solche Anwendungsszenarien eine erkennbar präzisere Optimierung. Gleiches gilt für alle landwirtschaftlichen Logistikprozesse und den mit ihnen verbundenen zeitlichen und räumlichen Verbesserungspotenzialen beispielsweise in Bezug auf Arbeitskraftplanung und Ressourceneffizienz.

Dabei ist davon auszugehen, dass die Automatisierung auch die Landwirtschaft, ihre Maschinen und Prozesse in den kommenden Jahren deutlich verändert. Zudem wird sich aufgrund der zunehmenden Zahl autonomer bzw. hoch automatisierter Maschinen die Rolle des Landwirts bzw. der Landwirtin zur mehr analysierenden und planenden Arbeit wandeln mit Schwerpunkten in Management und Optimierung der Betriebs- und Ablaufplanung.

Dadurch wird der Ressourceneinsatz minimiert und der Ertrag optimiert. Unterstützt werden die Anbau-Prozesse durch digitale Karten, welche die Planung der Bewirtschaftungsmaßnahmen erlauben, Kameras und Sensoren, welche Beikraut und Stresszustände (Nährstoffmangel, Wassermangel, Krankheiten) der Ackerbaupflanzen erkennen. Durch gezielte Ausbringung von Wasser, Dünger und Pflanzenschutz etc. kann der Ertrag erhöht bzw. der Aufwand an Betriebsmitteln reduziert werden. Dieses erfordert die Erfassung, Aufbereitung und Nutzung von ortsbezogenen Daten entweder beim jeweiligen Landwirtschafts- bzw. Lohnunternehmen, dezentral bei Genossenschaften oder in der Cloud bei Service-Providern.

Einen einführenden Flyer für den Studiengang Precision Farming können Sie hier herunterladen.