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Hochschule Ostwestfalen-Lippe

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Berufsaussichten

Die Arbeitsmarktsituation in dem fokussierten Bereich „Klima und Energie“ ist für Absolventinnen und Absolventen der neuen Studienrichtung ausgesprochen günstig. Bereits 2004 propagierte das Landesministerium NRW zum Beispiel eine Erweiterung der Erdwärmenutzung, letztlich auch zur Senkung der CO2-Emissionen. Zurzeit (März 2008) sieht der Bundesverband Geothermie e.V. eine große Chance für den Klimaschutz in der Einbeziehung von Gebäuden im Bestand in das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz. Unsere Studierenden werden unter anderem für Planungen und Bewertungen in diesem Bereich ausgebildet.

Tabelle 1: Zunahme der wirtschaftlichen Bedeutung erneuerbarer Energien in der Bundesrepublik von 2006 auf 2007 (Daten aus Statusbericht im Auftrag des BMU 2007 und Informationen des Bundesverbands Erneuerbare Energien)


2006
2007
Wachstum
Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch (BRD)
11,7 %
14,2 %21 %
Umsätze deutscher Unternehmen für Installation und Betrieb22,1 Milliarden €24,6 Milliarden €10 %

Die steigende wirtschaftliche Bedeutung der gesamten erneuerbaren Energien in Deutschland zeigt obige Tabelle mit dem Zuwachs nur eines einzigen Jahres. Positive Berufsaussichten sind in diesem Sektor somit vorgegeben. Die direkte, längerfristige Entwicklung der Arbeitsplatz-Situation verdeutlicht diese Abbildung.

Beschäftigungsdynamik bei erneuerbaren Energien in Deutschland (Quellen: Statusbericht im Auftrag des BMU 2007; Information Bundesverband Erneuerbare Energien).

Folgende potentielle Arbeitgeber kommen für unsere neuen Absolventinnen und Absolventen in Frage:

  • Ingenieurbüros (Planung und Überwachung von Maßnahmen)
  • größere Handwerksbetriebe (Geothermie, Solaranlagen, energetische Sanierung)
  • Baubetriebe (Geothermie, Gebäudesanierung)
  • Wohnungsbaugesellschaften
  • Beratung von KMU (Landwirte, Gewerbe etc. im Bereich Energienutzung – z.B. Biogasanlagen)
  • Hersteller von Energieanlagen und –systemen (Solar, Biogas, Wasserkraft etc.) für Vertrieb, Genehmigung etc.
  • Kommunen, Kreise, Länder, Bund
  • Global tätige Organisationen (GTZ)

Auf einen drohenden Fachkräftemangel in diesen Bereichen wies kürzlich Frau Astrid Klug, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, zum Auftakt einer Fachtagung in Berlin hin. Der im Auftrag des BMU erstellte Statusbericht „Ausbildung und Arbeit für erneuerbare Energien“ des Wissenschaftsladens Bonn e.V. zeigt in seiner Abb. 2.2 eine für unsere neue Studienrichtung sehr günstige Entwicklung des branchenbezogenen Beschäftigungszuwachses von 2007 bis zum Jahr 2010.

In sämtlichen Fachgebieten, die in obenstehender Grafik aufgeführt werden, haben unsere Studierenden Lehrveranstaltungen. So ergibt sich ein breites spezifisches Wissen vor einem wohl-fundierten naturwissenschaftlichen und technischen Hintergrund. Damit sind die Absolventinnen und Absolventen für folgende vielfältige Aufgaben gerüstet:

  • Entwicklung, Planung, Bauüberwachung und Betriebsbegleitung
  • Energetische Sanierung von Gebäuden im Bestand
  • Energieberatung und Energiemanagement im kommunalen und gewerblichen Bereich
  • Anlagen der Geothermie für  Privathaushalte und Industriebetriebe
  • Neubau, Sanierung und Reaktivierung von Wasserkraftanlagen
  • Neubau und Optimierung von Biogasanlagen
  • Solar- und Windkraftanlagen
  • NaWaRo (Nachwachsende Rohstoffe) -Nutzung mit Anlagentechnik
  • Nutzung von Abwärme in Industriebetrieben (Wasser, Abgas)

Nach Ansicht von Experten sind auch für Frauen die Berufsmöglichkeiten im Sektor erneuerbare Energien sehr gut. „Im Ausbau weiblicher Beschäftigungsanteile liegt ein unzureichend erschlossenes Fachkräftepotenzial“ (BMU Statusbericht 2007). Nach bisherigen Erfahrungen beträgt im Studiengang „Umweltingenieurwesen“ der Anteil weiblicher Studierender einen für Ingenieur-Studiengänge hohen Anteil von etwa 30 %. Chancengleichheit ist eines der Ziele der Hochschule OWL; in diesem Bereich wurde unserer Hochschule bereits zweimal das Prädikat „Total E-Quality“ verliehen. Wir sind überzeugt, dass wir auch mit der neuen Studienrichtung „Klima und Energie“ viele junge Frauen für den expandierenden Arbeitsmarkt gut ausbilden werden.