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Aktuelles

Umbau der Bibliothek in Höxter - Nur noch bis zum 27.07. geöffnet

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Bibliothek am Standort Höxter wird für Sie modernisiert und ist aus diesem Grund während der gesamten Umbauarbeiten vom 30. Juli bis Ende September geschlossen. 

Bis zum 27.07. bleibt die Bibliothek für Sie geöffnet. Nutzen Sie diese Öffnungstage, denn alle Medien, die Sie bis zum 27.07. ausleihen, erhalten Leihfristen bis Anfang Oktober. 

Fernleihen können Sie während der Umbauphase dienstags bis donnerstags von 12:00 bis 14:00 Uhr im Raum 1.301 zurückgeben. 

Weitere Informationen zu den geplanten Maßnahmen und unseren Informationskanälen find Sie in der S(kim)-Nachricht: 

https://www.hs-owl.de/skim/nachrichten/nachrichten-detail/news/welcome-home-umbau-der-bibliothek-in-hoexter.html 

Wir freuen uns darauf, Sie Anfang Oktober in unserer renovierten Bibliothek wiederzusehen. 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr S(kim)-Team

 

Die Referenten des Seminars - von links: Ulrich Pieper (Stadtheimatpfleger Nieheim), Dr. Bernd Tenbergen (LWL-Museum für Naturkunde, Münster), Dr. Mathias Lohr (Hochschule OWL), Bernd Milde (LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen), Georg Müller (Autor "Europas Feldeinfriedungen"), Professor Ulrich Riedl (Hochschule OWL) und Dr. Thomas Büttner (Büro für Heimatkunde und Kulturlandschaftspflege, Morschen)
Grußworte anlässlich des Jubiläums sprachen – von links: Dekan Professor Hans-Peter Rohler, Standortsprecher Professor Stefan Wolf, Forschungsschwerpunkt-Sprecher Professor Ulrich Riedl und Vizepräsident Professor Stefan Witte
Die Entwicklungen der vergangenen 25 Jahre hat das Team des Forschungsschwerpunktes in einer Broschüre zusammengestellt.
Mitglieder des Forschungsschwerpunktes, Studierende, Ehemalige und externe Gäste verfolgten das zweite Seminar der Reihe „Vergessene Kulturlandschaftselemente in der Oberweser-Region“.

„Ein Vorreiter für die Forschung an Fachhochschulen“

Rückblick auf ein Vierteljahrhundert erfolgreiche Arbeit im Forschungsschwerpunkt Kulturlandschaft und viele Ideen für die nächsten 25 Jahre: Forschende, Studierende, Ehemalige und externe Gäste erinnerten an die Gründung des ersten Forschungsschwerpunktes der Hochschule OWL am 30. Juni 1993 und tauschten Überlegungen aus für kommende Projekte. Im Fokus stand das Thema Feldhecken.

Was bedeutet eigentlich Forschung? Professor Ulrich Riedl, seit zehn Jahren Sprecher des Forschungsschwerpunktes Kulturlandschaft der Hochschule OWL, verweist auf die indogermanischen Wurzeln des Wortes: Von dort kommend leite es sich vom Begriff des „Wühlens“ ab. „Bleiben Sie Wühlende“, war somit auch der Wunsch des Vizepräsidenten für Forschung und Transfer, Professor Stefan Witte, an die Besucherinnen und Besucher des Seminars „Vergessene Kulturlandschaftselemente in der Oberweser-Region – Potentiale der Landschaft von morgen“. Dieses fand am 29. Juni 2018 zum zweiten Mal am Standort Höxter statt und stand unter dem Oberthema „Feldhecken“. Anlässlich des fast tagesgenau fallenden 25-jährigen Jubiläums des Forschungsschwerpunktes Kulturlandschaft, begann die Veranstaltung mit mehreren Grußworten. Professor Riedl freute sich besonders, hierzu auch Vertreterinnen und Vertreter aus den Anfangsjahren des Forschungsschwerpunktes begrüßen zu können, allen voran den ersten Sprecher, Professor Volkmar Seyfang, der von 1984 bis 2012 das Fachgebiet Freilandpflanzenkunde und Pflanzenverwendung leitete.

Vizepräsident Witte betonte, dass der Forschungsschwerpunkt Kulturlandschaft nicht nur der älteste der Hochschule OWL sei, sondern auch ein „Vorreiter für die Forschung an Fachhochschulen“ im Allgemeinen. Anders als noch vor 25 Jahren führe die Forschung an FHs heute jedoch kein Nischendasein mehr, sondern sei fest etabliert. Das zeige sich auch an der Hochschule OWL, die heute über 13 Forschungsschwerpunkte verfügt. Standortsprecher Professor Stefan Wolf unterstrich die fachbereichsübergreifende Arbeit innerhalb des Forschungsschwerpunktes. Solche Kooperationen würden helfen, die Perspektiven und Werkzeuge anderer Fachgebiete zu verstehen. Das wünsche er sich auch weiterhin – das Forschungsteam werde so auch in Zukunft „wertvolle Dienste für den Standort leisten“.

Professor Hans-Peter Rohler, Dekan des Fachbereiches Landschaftsarchitektur und Umweltplanung, an dem der Forschungsschwerpunkt verortet ist, richtete ebenfalls den Blick in die Zukunft: Die Fragen, die der Forschungsschwerpunkt bearbeitet, würden immer drängender. Bisher werde die Wissenschaft jedoch häufig erst eingebunden, „wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist“. Deshalb wünsche er sich für die Zukunft, dass der Forschungsschwerpunkt Kulturlandschaft als „Denkfabrik für Lösungen“ schon frühzeitig planerisch und gestaltend aktiv wird.

Welche Themen künftig auf der Agenda des Forschungsschwerpunktes stehen können, zeigte das sich an die Grußworte anschließende Seminar auf. Nachdem bei der Premiere der Veranstaltungsreihe im Sommer 2017 der Weinbau im Mittelpunkt stand, war es dieses Mal das Thema Feldhecken. Experten aus der Hochschule, der Wissenschaft und der Region beleuchteten das Thema in Vorträgen aus unterschiedlichen Perspektiven. „Mit dieser jährlich stattfindenden Veranstaltungsreihe wollen wir Inspiration für neue Forschungs- und Projektideen bieten und Wege zu neuen Kooperationsmöglichkeiten eröffnen“, erklärt Professor Riedl.

Forschungsschwerpunkt Kulturlandschaft

Seit 25 Jahren befassen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule OWL im Forschungsschwerpunkt Kulturlandschaft mit der Sicherung und nachhaltigen Entwicklung von Kulturlandschaften. Der Forschungsschwerpunkt widmet sich kulturhistorischen Landschaftsanalysen, vor allem um daraus Erkenntnisse für innovative Konzepte nachhaltiger Entwicklung von Kulturlandschaften zu gewinnen. Das dient nicht nur der Erfüllung des Schutz- und Entwicklungsauftrags im Bundesnaturschutzgesetz, sondern trägt auch zur nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raumes bei. Beteiligt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus acht Fachgebieten der beiden Höxteraner Fachbereiche Umweltingenieurwesen und Angewandte Informatik sowie Landschaftsarchitektur und Umweltplanung. www.hs-owl.de/fb9/forschung

Kontakt: Professor Dr. Ulrich Riedl, Telefon 05271 687-7066, E-Mail ulrich.riedl(at)hs-owl.de

Digitalisierung: große Chancen und starker Bedarf

Sie diskutierten auf dem Podium – von links: Oliver Niermann (Verband der Wohnungswirtschaft Rheinland Westfalen), Marianne Thomann-Stahl (Regierungspräsidentin), Matthias Goeken (Landtagsabgeordneter), Professor Jürgen Krahl (Hochschulpräsident), Peter Hettlich (NRW-Umweltministerium), Dr. Waltraut Ruland (Landwirtschaftskammer NRW)
Professor Burkhard Wrenger (l.), Professorin Yvonne-Christin Bartel und Professor Felix Möhring haben als Ideengeber die neuen Studiengänge inner- und außerhalb der Hochschule vorangetrieben.

Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich beim Symposium „Precision Farming und Freiraummanagement – Chancen der Digitalisierung“ über die beiden neuen Studienangebote der Hochschule OWL am Standort Höxter ausgetauscht. Für beide Bachelor-Angebote bekräftigten die Gäste aus Wirtschaft und Politik einen hohen Bedarf.

Zum Wintersemester 2018/2019 starten am Standort Höxter der Hochschule OWL zwei neue Bachelor-Studiengänge: Precision Farming und Freiraummanagement. Für die Einführung erhält die Hochschule OWL eine Anschubfinanzierung von drei Millionen Euro  aus dem Landeshaushalt. Am 2. März 2018 kamen rund 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Hochschulen, der Wirtschaft und der Politik in Höxter zusammen, um die Chancen und Anforderungen für die beiden Studiengänge zu diskutieren. Nach zwei parallelen Fachsymposien zu Precision Farming und Freiraummanagement trafen sich alle Besucherinnen und Besucher zu einer Podiumsdiskussion.

„Es ist für uns folgerichtig, unsere Kompetenzen so zu verbinden, dass sie fächer- und standortübergreifend zum Tragen kommen. Aus erfolgreichen Einzelspielern wird eine noch erfolgreichere Mannschaft“, erklärte Hochschulpräsident Professor Jürgen Krahl. Beim Fach Freiraummanagement sei die Hochschule OWL bundesweit ganz an der Spitze der Bewegung. Im Feld Precision Farming gebe es Entwicklungen an mehreren Hochschulen, weshalb in Höxter ein spezieller Schwerpunkt auf der Pflanzenproduktion liegen werde.

Studienangebote passen in den ländlichen Raum

Peter Hettlich vertrat das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW, aus dessen Titel die Anschubfinanzierung geleistet wird. Er betonte, dass das Ministerium alles dafür tun werde, damit die Gelder im Landeshaushalt verstetigt würden. „Beide Studiengänge sind durch die Kombination von Disziplinen attraktive Angebote für Studierende und bieten auch Chancen für neue Kooperationen“, sagte Hettlich und betonte exemplarisch: „Wir müssen junge Leute für das Thema Landwirtschaft begeistern. Das gelingt mit einem Studiengang wie Precision Farming, der mit der Zeit gegangen ist.“

 Matthias Goeken, Landtagsabgeordneter aus dem Kreis Höxter, hat sich für die Bewilligung der Gelder stark gemacht. „Die Digitalisierung ist in Ostwestfalen ein großes Thema. Mit den neuen Studiengängen wird die Digitalisierung in der Hochschule OWL in Höxter ergänzt. Darüber hinaus ist es wichtig, dass die neuen Studienangebote in unseren ländlichen Raum passen. Sie können eine große Strahlkraft entwickeln – auch über die Region hinaus und vielleicht sogar europaweit“, sagte Goeken und begründete sein persönliches Engagement: „Die Zukunftsfähigkeit der Hochschule OWL ist für mich das allerwichtigste.“

 Marianne Thomann-Stahl, Regierungspräsidentin des Regierungsbezirkes Detmold, machte auf die Chancen aufmerksam, die sich in den nächsten Jahren für die Studierenden in der Region OWL bieten: „Durch die Regionale 2022 ergeben sich für die Studierenden, die im kommenden Wintersemester in den beiden neuen Studiengängen anfangen, viele Praxismöglichkeiten: Es werden zahlreiche Projekte in den Themenfeldern Freiraummanagement und Umwelt starten. Dadurch erhalten die Studierenden direkte Anknüpfungspunkte in unserer Region.“ Zudem verwies sie auf die Potenziale, die die Bewerbung Höxters für die Landesgartenschau 2023 vor allem für die Studierenden des Freiraummanagements mit sich bringt.

 

Digitalisierung ist kein Selbstzweck

 Dr. Waltraut Ruland von der Landwirtschaftskammer NRW war Referentin im Fachsymposium Precision Farming. Sie erläuterte die Relevanz des neuen Studiengangs: „Wir brauchen Datenkompetenz in der Ausbildung, damit der Landwirt Herr seiner Daten ist“, sagte Ruland und betonte: „Digitalisierung muss als Instrument dienen, nicht als Selbstzweck.“ Mit Blick auf den Ackerbau fasste sie die Aufgaben des Precision Farmings zusammen: „Der Einsatz von Betriebsmitteln in der Landwirtschaft wird noch präziser, noch ressourcenschonender, zeitgerechter und einfacher zu steuern.“

 Oliver Niermann vom Verband der Wohnungswirtschaft Rheinland Westfalen sprach im Fachsymposium Freiraummanagement und resümierte anschließend: „Als Verbandsvertreter hat mich vor allem die Praxisorientierung des Studienangebotes überzeugt. Im Rahmen des Fachsymposiums ist klar geworden, dass es einen großen Bedarf gibt. Einige Unternehmen in unserem Verband sind in der Digitalisierung schon sehr weit, andere machen sich gerade auf den Weg – aber ein wichtiges Thema ist es für alle.“

 Hochschulpräsident Krahl betonte: „Die Hochschule OWL ist keine Einzelkämpferin. Wir sind in ein großes wissenschaftliches Netzwerk eingebunden, wir kooperieren mit Partnern in der Wirtschaft und wir führen intensive interne Diskussionen. Darüber hinaus benötigen wir auch die Unterstützung aus der Politik.“ Den Politikerinnen und Politkern, die sich in den vergangenen Monaten rund um die beiden neuen Studiengänge engagiert haben, galt deshalb sein besonderer Dank. Er rief zudem alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums auf: „Wir brauchen auch zukünftig Ihre Empfehlungen, Ihre Hinweise und auch Ihre Kritik, um unseren wichtigen Standort Höxter weiterzuentwickeln. Ich freue mich, wenn dieses Symposium den Auftakt für einen gelebten Dialog darstellt.“

 

Die neuen Studiengänge

 Der Studiengang Precision Farming adressiert u.a. die großen Datenmengen, die heute in der Landwirtschaft bereits gesammelt, aber noch nicht zielführend genutzt werden. Absolventinnen und Absolventen könnten beispielsweise als Betriebsleitung von landwirtschaftlichen Unternehmen und in der Entwicklung neuer Agrarmaschinen arbeiten. Im Studium erlangen sie die Kompetenzen, um die Daten sinnvoll einzusetzen: einerseits um den Ertrag landwirtschaftlicher Flächen zu optimieren, andererseits aber auch um ressourcen- und umweltschonend zu agieren und für eine höhere Transparenz im Lebenszyklus landwirtschaftlicher Produkte zu sorgen. Der Studiengang verknüpft Kompetenzen aus Agrarwissenschaften, Informatik, Mechatronik und Gesellschaftswissenschaften.

 Der Studiengang Freiraummanagement  fokussiert eine ganzheitliche Sicht auf die Konzeption und die Bewirtschaftung von Freianlagen: Die Studierenden erlangen Kompetenzen von der Projektentwicklung über die Planung, Ausführung und Unterhaltung bis hin zur Projektevaluation. Dabei werden Inhalte der Landschaftsarchitektur und des Landschaftsbaus erweitert durch betriebswirtschaftliche Ansätze, die insbesondere aus der Perspektive des Bauherrn, beispielsweise Kommunen oder der Wohnungswirtschaft, an Bedeutung gewinnen. Somit ergibt sich ein ökologisches, soziales und ökonomisches Gesamtbild einer Freianlage, welches ihren gesamten Lebenszyklus umfasst. Die sich daraus ergebende interdisziplinäre Zusammenarbeit erfordert eine starke digitale Vernetzung. Für die Absolventinnen und Absolventen bieten sich unter anderem Perspektiven bei Wohnungsbaugesellschaften, Planungsbüros, Garten- und Landschaftsbauunternehmen sowie Kommunen.

 

Kontakt:
Precision Farming:
Professor Burkhard Wrenger, Telefon 05271 687-7515, E-Mail burkhard.wrenger@hs-owl.de

Freiraummanagement:
Professorin Yvonne-Christin Bartel, Telefon 05271 687-7890, E-Mail yvonne-christin.bartel@hs-owl.de;

Professor Felix Möhring, Telefon 05271 687-7658, E-Mail felix.moehring@hs-owl.de


Besuch aus Taipeh beim FSP Kulturlandschaft

(v.l.n.r.) Claus Gröger (Landesverband Lippe), Dr. Norbert Asche (Wald und Holz NRW), Meei-ru Jeng, Ph. D.Jiunn-Cheng Lin, Ph.D. Yu-Jen Lin (Taiwan Forestry Research Institute Taipai) und Prof. Dr. Ulrich Riedl (Sprecher des FSP Kulturlandschaft; nicht im Bild B.Sc. Sven Philipper) diskutieren angeregt über waldbauliche Fragen unter den Bedingungen des Klimawandels. Foto: Sven Philipper

Von der Bonner Klimaschutzkonferenz kommend, besuchte am 14.11.2017 eine kleine Delegation von Forstexperten vom Taiwan Forestry Research Institute in Taipai den Forschungsschwerpunkt Kulturlandschaft zu einem Gedankenaustausch. Im Mittelpunkt standen die Themen Klimaanpassungsstrategien der Forstwirtschaft sowie Ökosystemleistungen von Wäldern. Zuvor hatten die Gäste mit Herrn Gröger von der Forstabteilung des Landesverbandes Lippe, mehrere forstliche Versuchsflächen vor Ort besichtigt.

Nach der Begrüßung und Einführung durch den Sprecher des FSP, Herrn Prof. Dr. Ulrich Riedl, legte Herr Dr. Asche mit zwei Vorträgen die Basis für eine sehr interessante Diskussion. Herr Dr. Asche arbeitet im Lehr- und Versuchsforstamt Arnsberger Wald beim Landesbetrieb Wald und Holz NRW und ist als Lehrbeauftragter und im FSP Forschender im Fachbereich 9 tätig.

Er stellte in seinem ersten Vortrag die Vorgehensweise einer lokal differenzierten, standortskundlichen Prognose von Klimaänderungen und deren waldbauliche Konsequenzen für Nordrhein-Westfalen heraus. Er plädierte für eine sorgfältige und regionalisierte „bottum up-Betrachtung“ der Auswirkungen des Klimawandels. Den unverkennbaren waldbaulichen Risiken stünden aber auch gewisse Chancen gegenüber, indem er darauf verwies, dass mit einer Verlängerung der Vegetationsperiode auch eine längere Fixierungszeit von C0² in der Holzbiomasse verbunden sei.

Der zweite Vortrag stellte einen Bewertungsansatz für die verschiedenen Ökosystemleistungen von Wäldern vor. Der Wirtschaftsleistung des Waldes durch Holzproduktion stehen z.B. Leistungen für den Bodenschutz, die CO²-Fixierung, die Biodiversität, die Gesundheitsvorsorge oder Rekreation gegenüber. Letztere übersteigen den reinen Holzwert um ein mehrfaches. Auch hierzu wurde ein „bottum up-Ansatz“ mit konkreten Bewertungs- bzw. Monetarisierungsvorschlägen gewählt, die in einem Pilotprojekt des FSP mit dem Wirtschaftsbetrieb der Stadt Hagen entwickelt worden waren.

Es schloss sich eine rege und für beide Seiten gewinnbringende Diskussion an, bei der u.a. vereinbart wurde, künftig weitere wissenschaftliche Untersuchungsergebnisse zu diesen Themen auszutauschen und im fachlichen Gespräch zu bleiben.

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Workshop Internacional Cazucá Bogotá, Kolumbien

Cazucá ist ein vollständig informell gewachsenes Stadtviertel unmittelbar jenseits der südwestlichen Stadtgrenze von Bogotá, Kolumbien. Cazucá steht beispielhaft für jene 30% des Siedlungsgefüges in der Sabana de Bogotá, die ohne gültiges Planungsrecht aus Eigeninitiative der dort lebenden Menschen entstanden sind. Die dafür typischen Herausforderungen und Chancen treffen hier in einem Mikrokosmos zusammen: einerseits geologische Risiken, Armut, kaum soziale und rechtliche Sicherheit, mangelhafte technische Infrastruktur und schwierige Erschließung, andererseits Eigeninitiative, guter sozialer Zusammenhalt und ein hohes Verantwortungsbewusstsein für das Zusammenleben im Quartier.

Im Workshop Internacional Cazucá werden ca. 50 Studierende aus Kolumbien, Deutschland, Italien und Peru in Cazucá arbeiten. Anders als bei den vorherigen Workshops in Lateinamerika soll dabei nicht ein abstraktes Planungsprojekt entstehen: wir wollen gemeinsam mit engagierten Menschen aus dem Quartier den Schritt von einer Idee zur Umsetzung gehen. Dabei sollen Elemente aus zwei der vier in den vergangenen Monaten entwickelten Projektlinien realisiert werden:

  • La Huerta Humunitaria, der Gemeinschaftsgarten, bietet die Möglichkeit, nicht nur den öffentlichen Raum in der Mitte des Quartiers aufzuwerten, sondern mit der Anzucht von Pflanzen, Saatgut und Gemüse Mittel für weitere Projekte zu erwirtschaften. Dafür muss das steile Gelände terrassiert, be- und entwässert und erschlossen und ergänzende Infrastrukturen wie Kompostierung und Geräteschuppen errichtet werden.
  • Etwa 20 Casas Raices, dem Namen nach im Quartier „verwurzelte“ Wohnhäuser, sollen ein neues Gesicht zum öffentlichen Raum hin erhalten und so die Zukunftsfähigkeit des Quartiers sichtbar machen. Dazu werden die Vorzonen der Häuser als Terrassen oder Beete angelegt, die Zugänge technisch und gestalterisch erneuert und die Fassaden neu gestaltet.

Die Baumaßnahmen sind erste Schritte zur Verbesserung der Lebensbedingungen im Quartier, zur Vermittlung technischer Kompetenz und zur Förderung der Identität und der Selbstverantwortung der Menschen. Daraus sollen in den nächsten Jahren weitergehende Stadterneuerungsmaßnahmen hervorgehen, mit denen die Bewohner Cazucás ihre eigene Zukunft in die Hand nehmen können. Die Rolle von Planern ist dabei nicht mehr die der in vieler Hinsicht kompetenten Experten und  Dienstleister, sondern die der Begleiter und Unterstützer im Hintergrund: die wichtigsten Akteure sind die Menschen im Quartier.

Der Workshop richtet sich an insgesamt 10-15 Studierende der Studiengänge Architektur, Stadtplanung, Landschaftsarchitektur und Landschaftsbau. Grundkenntnisse in Spanisch sind für die Arbeit mit den Anwohnern sehr hilfreich. Die Teilnahme wird im Rahmen der jeweiligen Prüfungsordnungen als Studienleistung anerkannt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Erfahrungen in Cazucá im Rahmen eines mehrmonatigen Praktikums an der Universidad de La Salle, Bogotá, oder in der Thesis zu vertiefen.

Technische Daten:

Einführung, Workshop und Ausklang vom 27.10. bis 07.11.2017 Individuelle An- und Abreise vorher oder nachher ist möglich Kosten ca. 1150 , Förderung bis zu 50 % ist beantragt Infos und Bewerbung mit kurzem Motivationsschreiben: stefan.bochnig@hs-owl.de oder martin.hoelscher@hs-owl.de

Jahrestagung des BildungsNetzwerks Aue an der Hochschule OWL in Höxter

Treffen des Bildungsnetzwerk Aue 2015 (Foto: Hofmeister)

Ein AuenErlebnisZentrum für den Bereich Oberweser im Raum Höxter – mit dieser Vision beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung des BildungsNetzwerks Aue (BNA), die 2015 auf dem Höxteraner Campus der Hochschule Ostwestfalen-Lippe stattfand.  Anlass dafür bietet die 2013 konzeptionell festgelegte Rückstufung der Oberweser als Bundeswasserstrasse. Damit ergeben sich zahlreiche Renaturierungsmöglichkeiten entlang des Flusses.


Das Bundesprogramm „Blaues Band“ konkretisiert die Hinführung zu neuen gesellschaftlichen Aufgaben für nicht mehr intensiv von der Schifffahrt genutzte Wasserstraßen. „Es werden damit neue Akzente in Richtung Naturschutz, Hochwasservorsorge sowie Freizeit und Erholung gesetzt“, so Professor Dr. Ulrich Riedl, der die Tagung wissenschaftlich leitete.

Flüsse und ihre Auen gehören zu den artenreichsten und zugleich am stärksten bedrohten Lebensräumen in Mitteleuropa. Sie wurden seit jeher intensiv genutzt, jedoch kommen ihnen auch wichtige Aufgaben wie der Hochwasserschutz zu. Vor diesem Hintergrund haben es sich die Umweltbildungseinrichtungen, die dem BildungsNetzwerk Aue (BNA) angehören, zur Aufgabe gemacht, durch kreative Umweltbildung Verständnis für die Belange unserer Flussauen in der Bevölkerung zu schaffen.

Zur Einstimmung auf das Thema und die Region begann das Treffen mit einer Führung in und um das Weltkulturerbe Corvey durch den Archäologen der Stadt Höxter, Andreas König. Des Weiteren stellte Bernd Schackers vom Umweltinstitut Höxter (Ingenieur- und Planungsbüro) verschiedene Renaturierungsprojekte an der Weser vor und veranschaulichte dadurch das Potenzial der Oberweser für eine naturnahe Gestaltung. Neben den naturschutzfachlichen Vorteilen bieten sich auch Chancen, den Fluss für den Tourismus attraktiver zu gestalten. Anregungen für eine produktive Diskussion lieferten hierfür studentische Beiträge der Hochschule OWL in Form von Konzeptvorschlägen für ein AueZentrum Oberweser. Diese generierten sich aus Projektarbeiten des siebten Semesters aus dem Fachbereich Landschaftsarchitektur und Umweltplanung, vorgestellt von Tom Polenz, und einer Bachelorthesis von Katharina Deppe. Bei einer Exkursion an die Weser bestand die Gelegenheit, weitere auenfachliche Themen vor Ort zu besprechen und die aktuelle Situation entlang der Weser in Augenschein zu nehmen.

Bei der Tagung wurde die Notwendigkeit deutlich, auch an der Oberweser ein AueErlebnisZentrum zu verwirklichen, das alle Weserakteure einbezieht.

Das BildungsNetzwerkAue (BNA)Das BNA umfasst derzeit 31 aktive Mitglieder aus 18 Umweltbildungseinrichtungen mit auenökologischem Schwerpunkt aus ganz Deutschland. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzen die Jahrestreffen für den fachlichen Austausch zu aktuellen Themen der Umweltdidaktik mit Bezug zur Auenökologie, Artenvielfalt (Biodiversität) in Auen, zum Natur- und Artenschutz, Prozessschutz sowie zur nachhaltigen Auennutzung. Das nächste Jahrestreffen des BNA findet 2016 in Brandenburg im Nationalparkzentrum in Criewen an der Oder statt.

Professorin Angelika Wolf wurde in den Ruhestand verabschiedet

10 Jahre lang war sie an der Hochschule OWL im Fachbereich Landschaftsarchitektur und Umweltplanung tätig. Am 25. September wurde Professorin Angelika Wolf, die im Fachgebiet Tourismus und Naherholung gearbeitet hat, offiziell von Hochschulpräsident Dr. Oliver Herrmann in den Ruhestand verabschiedet. Er dankte ihr bei diesem Anlass für ihr langjähriges Engagement in Lehre und Forschung.

Auch wenn Professorin Angelika Wolf damals mit Wehmut aus dem Ruhrgebiet weggezogen ist, lernte sie bald die Vorzüge Höxters und Ostwestfalen-Lippes kennen. „Das, was Höxter so besonders macht, sind die Natur und die Ruhe. Das ist ein ganz anderer Lernort und ganz andere Projekte sind umsetzbar“, erklärt sie. An der Hochschule schätzte sie besonders die innovative Projektarbeit mit verschiedenen Akteuren und Netzwerken und die praxisnahe Lehre: „Junge Studierende auf den Weg zu bringen, ihre Entwicklung mit zu verfolgen und zu gestalten – das war toll“, blickt Wolf zurück. Seit dem 1. September 2005 war Angelika Wolf als Professorin für Tourismus und Naherholung im Fachbereich Landschaftsarchitektur und Umweltplanung beschäftigt. In ihrer Forschung und Lehre setzte sie beispielsweise Projekte wie die Lippische Aleenstraße oder das Projekt „Demografische Entwicklung und Naturschutz“ um. Darüber hinaus kümmerte sie sich zusammen mit Professor Martin Hölscher vom Fachbereich Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur um die Kooperation der Hochschule OWL mit der Universidad Industrial Santander (UIS) in Kolumbien zur Entwicklung von Studienmöglichkeiten zum Nachhaltigen Tourismus. In der Lehre war ihr besonders wichtig, „dass die Studierenden Projekte selbst mit gestalten können. Das fordert Studierende und Lehrende geleichermaßen. Das hat auch einen ganz anderen Charme, wenn man eigenständig ein Projekt durchgespielt hat. Auch für den späteren Beruf ist das wichtig“, betont Wolf.


Professorin Wolf stammt aus Dresden. Von 1972 bis 1978 studierte sie Landespflege und Gartenarchitektur an der Technischen Universität Hannover. Nach ihrem Diplomabschluss war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hannover. Daraufhin folgte eine Anstellung als Geschäftsführerin des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) im Landesverband Niedersachsen e.V. in Hannover. Von 1989 bis 1995 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hannover und Berlin. Ihre Promotion „Die Analyse der Reformfähigkeit eines Umweltverbandes am Beispiel des BUND – Aufgaben und Struktur“ schrieb sie an der Technischen Universität Berlin. Sie beendete sie im Jahr 1996. Nach einer freiberuflichen Phase wurde sie 1997 als Professorin an den Fachbereich Bio- und Geowissenschaften an die Universität Duisburg Essen berufen, wo sie auch auf Lebenszeit verbeamtet wurde. Im Rahmen der Auslaufregelung kam sie an die Hochschule OWL. 

Die durch den Ruhestand gewonnene Zeit möchte Angelika Wolf zum Beispiel der Kunst widmen. Sie hat bereits seit längerem mit Freunden zusammen ein Atelier in Hannover. Dort möchte sie malen und sich um zukünftige Ausstellungen kümmern. Außerdem wird sie sich weiterhin ehrenamtlich mit dem Naturschutz beschäftigen.

Erfolgreicher Nachwuchswettbewerb "Pop-Up-Gärten Osnabrück" 2015

Der Nachwuchswettbewerb „Pop-Up-Gärten Osnabrück“, ausgelobt durch die Stadt Osnabrück, die Hochschule Osnabrück und dem Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) Niedersachsen und Bremen e.V., war aus Höxteraner Sicht sehr erfolgreich.

Das Preisgericht vergab insgesamt acht Preise - wovon sieben an Studierende der Hochschule Ostwestfalen-Lippe (FB 9) gingen. Darunter alle drei Gewinner, sowie vier von fünf Sonderpreisen. Die Entwürfe der drei Sieger werden mit Hilfe von drei Garten- und Landschaftsbaubetrieben aus Osnabrück realisiert und Anfang September für zehn Tage auf dem Rathausplatz ausgestellt, 03.-13. September. Diese temporären Installationen sind, wie der Nachwuchswettbewerb selbst, Teil von vielen Aktionen zum städtischen Kulturjahr 2015, das den Titel „Wir sind im Garten“ trägt.
Die Siegerentwürfe dotierten die Auslober mit jeweils 250 Euro, die Rangfolge der Arbeiten wird während der Ausstellung durch die Besucher vergeben.

Um dem Thema „Pop-Up“ mehr Kraft zu verleihen, gab es einige Vorgaben, die in den Wettbewerbsbeiträgen berücksichtigt werden mussten. Beispielsweise durften die temporären Garteninstallationen eine Fläche von 9x6 Metern nicht überschreiten, als Grundlage zur Umrandung dienten herkömmliche Europoolpaletten und der Untergrund des Rathausplatzes musste unangetastet bleiben.

Weitere TeilnehmerInnen (neben der HS OWL) waren Studierende und AbsolventInnen der Hochschule Osnabrück und der Leibniz Universität Hannover. Insgesamt wurden 41 Arbeiten eingereicht und vom Preisgericht bewertet.

Der Wettbewerb wurde vom Fachgebiet Freiraumplanung im städtebaulichen Kontext als Stegreif-Modul angeboten und durch Herrn Prof. Dr. Hans-Peter Rohler betreut.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.bdla.de/niedersachsen-bremen/aktuelles-termine/aktuelles/1522-ergebnisse-pop-up-gaerten-in-osnabrueck

hallo
Sonderpreis Franziska Lesser
Sonderpreis Jan Eric Froehlich
Sonderpreis Kristina Vrgoc
Sonderpreis Janine Herweg

Natur in der Stadt - Absolventen gewinnen bei der IGA-Ausschreibung 1. Platz

Im Siegerentwurf erinnern die Gebäude an Zellhaufen - einzelne Zellen verbinden sich zu einer funktionsfähigen Einheit
Die Preisverleihung: Staatssekretär Christian Gaebler überreicht Kevin Lawitzky die Sieger-Urkunde. Miriam Dittrich wurde von ihrer Mutter Petra Dittrich vertreten. Professor Norbert Kühn, Vorsitzender des Kuratoriums der Karl-Förster-Stiftung, überreichte im Anschluss die Karl-Förster-Anerkennung.

Ein Wettbewerb, zwei Anerkennungen: Miriam Dittrich und Kevin Lawitzky, Absolventen der Landschaftsarchitektur, haben sowohl den renommierten Peter-Joseph-Lenné-Preis als auch die Karl-Foerster-Anerkennung gewonnen. Sie entwarfen ein Konzept für die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2017 in Berlin. Gesucht wurde eine Gestaltungsidee für den sogenannten „IGA-Campus“ – ein Bildungs-, Begegnungs- und Experimentierort für Kinder und Jugendliche. Den Sieger-Entwurf dotierte das Land Berlin mit 5.000 Euro, die Karl-Foerster-Stiftung lobte 1.500 Euro aus.

Auf einem Gelände von insgesamt über 160 Hektar widmet sich die IGA 2017 thematisch der Zukunft des urbanen Grüns – die Förderung städtischer Naturräume und Projekte wie urbanes Gärtnern, urbane Bienengärten oder School Gardens sind dabei Schwerpunkte. Auch Kindern und Jugendlichen soll in einem eigenen Areal, dem IGA-Campus, ein Zugang zu diesen Themen ermöglicht werden.  –Dessen Gestaltung war Ausschreibungsinhalt in der Kategorie A (Garten- und Landschaftsarchitektur) des Peter-Joseph-Lenné-Preises, der alle zwei Jahre vom Land Berlin ausgelobt wird. In diesem Jahr haben zwei Absolventen der Hochschule OWL gewonnen: Miriam Dittrich und Kevin Lawitzky. Ihr Konzept „Zellkultur“, das sie im Rahmen ihres Bachelorstudiums entwarfen, überzeugte – insgesamt 6.500 Euro sind die Belohnung. Ihre Arbeit wurde zudem im Rahmen der Preisverleihung am 21. November von einer externen Agentur visualisiert.

Das Konzept
Für die Gestaltung des IGA-Campus griffen die Absolventin und der Absolvent der Landschaftsarchitektur den Leitgedanken der IGA 2017 immer wieder auf: Stadt und Natur zu verbinden. Das wichtigste Gestaltungselement ist dabei die Zelle – sie ist nicht nur die kleinste Einheit der Natur, sondern steht auch sinnbildlich für das gemeinschaftliche Stadtgefüge. „Erst im Zusammenschluss verwandeln sich die Zellen von vielen, autarken Arbeitseinheiten in einen Verband, eine leistungsstarke Einheit – genau wie es in Städten der Fall ist“, erklärt Lawitzky. Das Gebäudedesign in ihrem Entwurf „Zellkultur“ ist deshalb an große Zellhaufen angelehnt. Die Gebäude bestehen aus einer netzartigen Rahmenkonstruktion, die aus gefärbten Holzelementen gefertigt und mit transparenten Stoffen bespannt wird. „Bei gutem Wetter werden die Zellen geöffnet, sodass der Eindruck erweckt wird, man befinde sich im Freien und nicht in einem geschlossenen Raum. Gleichzeitig können die Besucher von außen beobachten, was im Inneren der Gebäude passiert“. Eine Herausforderung bei der Gestaltung des Campus war der Aspekt der Nachhaltigkeit – was geschieht mit den Bauten und angelegten Gärten wenn die IGA 2017 vorbei ist? Die beiden Berufseinsteiger schlagen eine Nachnutzung durch Partnerschaften mit Schulen und Kindergärten, die extensive Bepflanzung mit Wildblumen sowie die Pflege durch Beweidung, beispielsweise mit Schafen, vor. Auch eine Vermietung von Gartenparzellen ist denkbar, um städtisches Gärtnern auch im Anschluss zu ermöglichen und zu fördern. „Es liegt stark im Trend, weil es das Bewusstsein für Nachhaltigkeit, den Umgang mit Ressourcen und Nahrungsmitteln sowie den Gemeinschaftssinn und die soziale Kompetenz stärkt“, so Lawitzky.

Zu den Preisen
Der Peter-Joseph-Lenné-Preis ist ein Ideenwettbewerb für Studierende und Berufsanfängerinnen und -anfänger aus den Fachgebieten Garten- und Landschaftsarchitektur, Architektur, Wissenschaft und Kunst, der vom Land Berlin alle zwei Jahre ausgelobt wird. Er gilt als einer der größten Wettbewerbe seiner Art – mit dem Ziel, Studenten und junge Berufsanfänger zu fördern. Die Aufgabe A beinhaltete die Gestaltung des IGA-Campus mit seinen drei Teilbereichen: dem IGA-Camp, dem Global School Garden und dem IGA-Klassenzimmer. Geplant ist, dass internationale Jugendgruppen die Gebäude und Gärten des Endkonzepts in gemeinsamer Projektarbeit, im sogenannten IGA-Camp, im Vorfeld der Ausstellung aufbauen und mitgestalten. Im Global School Garden kann gemeinsam gegärtnert werden – beispielsweise sind Kooperationen mit lokalen Schulen vorgesehen. Das IGA-Klassenzimmer soll vor allem als Bildungsmaßnahme für Schulklassen zu Themen wie Umwelt und gesunde Ernährung dienen – insgesamt werden ca. 30 bis 50 Schulklassen am Tag im Ausstellungszeitraum erwartet.
Die Karl-Foerster-Anerkennung erhalten sehr gute und gute Entwürfe mit besonders guten Leistungen in der Pflanzenverwendung.

Vom Beruf zur Berufung Landschaftsarchitektinnen, Naturschützerinnen, Gärtnerinnen der Region Ostwestfalen-Lippe erzählen

In einem studentischen Projekt des Fachbereiches 9 der Hochschule Ostwestfalen-Lippe berichten 15 Frauen über ihre Lebenswege, die Berufswahl und ihre Erfahrungen im Berufsleben. Die „Frauenbiographien: Gärtnerinnen, Naturschützerinnen, Landschaftsarchitektinnen aus Ostwestfalen-Lippe“ zeichnen ihre Lebenswege nach und zeigen, was sie an und in der Region schätzen, wie sie Beruf und Kinder, Familie und Karriere meistern und welche Wünsche damit verbunden sind. Sie berichten von Erfolgen und von ihren Wegen der Selbstverwirklichung. Wege und individuelle Entscheidungen der Frauen, mit Mut angegangen, werden beschrieben.

Im Rahmen des Projektes wurde eine Ausstellung erstellt, die der Rolle der Frau in der Landschaftsarchitektur nachspürt. Sie zeigt die Biographien der Frauen, formuliert Zukunftswünsche junger Absolventinnen und sucht nach Antworten auf das schwierige Verhältnis zwischen beruflicher Erfüllung und Familie.

Die Ausstellung kann ausgeliehen werden.

Ansprechpartner: Dipl.-Ing. Yvonne Boullion
E-mail: yvonne.bouillon(at)hs-owl.de
Tel: 05271 687-7598

Weitere Infos sind dem nebenstehenden Flyer zu entnehmen.

Studierende gewinnen deutschen Preis beim ECLIC-Wettbewerb

Sichtbarkeitsanalyse und Visualisierung

Merle Brose und Tom Polenz (beide 5. Semester Landschaftsarchitektur) haben am ELIC-Wettbewerb (Challenge Learning Innovation Cooperation) teilgenommen und bei der Tagung am 08.10.2014 in Kassel den ersten Preis in der Kategorie „Veränderungen in der Landschaft durch die Energiewende“ verliehen bekommen. Als nationale Gewinner reisen sie im Frühjahr 2015 zur zweitägigen Internationalen E-CLIC Konferenz nach Estland und präsentieren die Ergebnisse dort erneut.

Beim ECLIC-Wettbewerb werden Projekte vorgestellt, die auf dem Einsatz der IKT-Werkzeuge (Informations- und Kommunikationstechnologie) beruhen. Es geht dabei um Challenges, die sich mit Landschaft beschäftigen und einen Bezug zur Europäischen Landschaftskonvention aufweisen. Die beiden Studierenden haben das Thema „Sichtbarkeitsanalyse und Visualisierung im Windpark Fürstenau“ ihrer Ausarbeitung im WPF Vertiefung GIS inhaltlich fortgeführt und für die Challenge eingereicht.

Die grüne Insel hautnah - Auslandspraktika in den Semesterferien

Die Semesterferien gezielt nutzen - und nicht immer nur einfach zum Geld verdienen. Etwas von der Welt sehen und neue Erfahrungen sammeln. Dies wird den Studierenden von ihren Professoren immer wieder ans Herz gelegt.

Julia Schenkenberger, Studierende im 5. Semester im Studiengang Landschaftsbau und Grünflächenmanagement, hat ihre Chance ergriffen und verbrachte die Sommersemesterferien in Irland, wo sie ein achtwöchiges Praktikum im botanischen Garten Malahide nordöstlich von Dublin absolvierte.

„Ich kann es jedem meiner Kommilitonen nur empfehlen, auch mal ein Auslandspraktikum zu machen“, meint die 22-jährige. „Dort hat man die Möglichkeit, einen völlig neuen Blickwinkel auf seinen späteren Beruf zu gewinnen und auch mal andere Sichtweisen kennen zu lernen. Das sind Erfahrungen, die einem keiner mehr nehmen kann - nicht nur sprachlich, sondern auch fachlich und kulturell.“

Der „Talbot Botanic Garden“ in Malahide bietet auf einer recht kleinen Fläche von rund zehn Hektar eine international bedeutende Sammlung von Pflanzen der Südhalbkugel. Durch das milde irische Klima und die günstige Lage Malahides im trockensten Teil Irlands gedeihen dort auch frostempfindliche Exoten wie Baumfarne (Dicksonia antarctica) und Riesen-Natternkopf (Echium pininana) unter freiem Himmel. Angeschlossen an eine der ältesten Burganlagen Irlands ist der Garten vor allem in den Sommermonaten ein beliebtes Touristenziel - ideal, um Menschen aus aller Welt zu treffen und neben den fachlichen Kenntnissen auch die eigenen sprachlichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln.

Eröffnung der Lippischen Alleenstraße in Barntup - Studentisches Projekt wird umgesetzt

Pflanzung einer Traubeneiche (Foto: Kreis Lippe)
Alleenfest in Barntrup (Foto: S. Mannsfeld)

Am 19.Oktober 2014, dem Tag der Allee, wurde die Lippische Alleenstraße im Rahmen eines Alleenfestes in Barntrup offiziell eröffnet.  Die Konzeption zur Route Alleenstraße wurde innerhalb eines studentischen Projektes im Jahr 2010 in Zusammenarbeit mit dem Kreis Lippe entwickelt.
In den folgenden Jahren entstanden weitere studentische Arbeiten, u.a. in Kooperation mit der Lippe Tourismus und Marketing AG. Der ca. 140 Kilometer lange Rundkurs führt durch zahlreiche Alleen im Kreisgebiet. Mit den „Alleentoren“  in Barntrup und Kalletal wurden erste Informationspunkte entlang der Route installiert.

Zur Eröffnung durch Landrat Friedel Heuwinkel und Herrn Jürgen Schell, Bürgermeister der Stadt Barntrup, wurde zusammen mit Vertretern beteiligter Verbände und den Projektteilnehmern Isabel Fiebig, Sandra Mannsfeld, Katja Riekschnitz sowie Prof. Dr. U. Riedl von der Hochschule Ostwestfalen-Lippe (Fachgebiet Landschaftsökologie und Naturschutz) auf den Begawiesen eine Traubeneiche gepflanzt.

Weitere Infos zur Lippischen Alleenstraße unter www.lippische-alleen.de

 

Fachtagung im Rahmen des LIFE + Projektes „Vielfalt auf Kalk“

Rund 100 Teilnehmer aus ganz Deutschland nahmen an einer zweitägigen Tagung teil, die von der Hochschule OWL, Standort Höxter, dem Kreis Höxter und der Landschaftsstation in Borgentreich Anfang Oktober durchgeführt wurde.

Am ersten Tag wurden im theoretischen Teil der Tagung im Hörsaal der Hochschule Ergebnisse aus dem LIFE + Projekt „Vielfalt auf Kalk“ vorgestellt und diskutiert. Thematische Schwerpunkte waren die Kalk-Halbtrockenrasen, lichten Wälder und spezielle Artenschutzmaßnahmen. Möglichkeiten zur effizienten Pflege und alternative Nutzung der Halbtrockenrasen wurden vorgestellt und genauso diskutiert wie die aktuellen wirtschaftlichen Probleme der Schäfer als wichtigste Nutzergruppe.

Lichte Wälder sind ausgesprochen artenreich und waren früher weit verbreitet. Als Nieder-, Mittel- und Hudewälder waren sie Bestandteil der traditionellen Kulturlandschaft. Im 19. Jahrhundert wurden sie, zum Nachteil vieler Tier- und Pflanzenarten, in die heutigen, eher dunklen Hochwälder überführt. Will man diesen Arten wieder einen Platz in unserer modernen Landschaft einräumen, müssen auf geeigneten Standorten neue Wege beschritten werden, so wie z.B. das Waldrandprojekt des Regionalforstamtes Hochstift und der Landschaftsstation, das während der Tagung anschaulich vorgestellt wurde.

Als herausragendes Artenschutzprojekt wurde die gärtnerische Vermehrung des Frauenschuhs durch den Orchideengärtner Härtl aus Niederstein vorgestellt. Die in seiner Obhut großgezogenen Pflanzen werden in einigen Jahren die rückläufigen Bestände im Kreis Höxter stärken. 

Am zweiten Tag wurden im Rahmen von zwei Exkursionen ausgewählte Maßnahmen des LIFE + Projektes bei bestem Wetter vor Ort vorgestellt. Die Exkursionen führten die rund 60 Teilnehmer in einige der schönsten Schutzgebiete des Kreises Höxter wie Mühlen- und Stockberg bei Ottbergen, die Selsberge bei Beverungen oder das Gaffelntal zwischen Dalhausen und Jakobsberg.

Exkursion (Foto: I. Fiebig)
Exkursion (Foto: M. Lohr)
Exkursion (Foto: M. Lohr)
Referenten (Foto: M. Lohr)

Rückblick in besonderem Ambiente: Herbstempfang der Hochschule OWL

Professor Ulrich Riedl (Mitte) wurde mit dem Forschungspreis ausgezeichnet. Präsident Dr. Oliver Herrmann (rechts) und Professor Stefan Witte, Vizepräsident für Forschung und Technologietransfer, gratulierten.

Mit ihrem traditionellen Herbstempfang hat die Hochschule Ostwestfalen-Lippe gestern auf das akademische Jahr 2013/2014 zurückgeblickt. Im Mittelpunkt der Feier standen Herausforderungen und Erfolge des vergangenen Jahres. Über 300 Mitglieder, Freunde und Förderer der Hochschule OWL waren der Einladung auf den Lemgoer Campus gefolgt. Im Audimax erlebten sie ein abwechslungsreiches Programm, das die Vielfalt in Lehre, Forschung und Verwaltung widerspiegelte.

Ein Höhepunkt des Abends war die Verleihung der beiden jährlich vergebenen Hochschulpreise: Für besondere Leistungen in der Forschung und in der Lehre vergab das Präsidium der Hochschule OWL jeweils 10.000 Euro – ein zweckgebundenes Preisgeld, das die Kernbereiche der Bildungseinrichtung unterstützt.

Professor Ulrich Riedl, Fachbereich Landschaftsarchitektur und Umweltplanung, erhielt den seit zwölf Jahren vergebenen Forschungspreis. Riedl vertritt das Fachgebiet Landschaftsökologie und Naturschutz und ist Sprecher des Forschungsschwerpunktes „Kulturlandschaft“. Seit 2008 habe der Wissenschaftler diesen Forschungsschwerpunkt koordiniert und wesentlich mitgeprägt, erklärte Professor Stefan Witte, Vizepräsident für Forschung und Technologietransfer, der die Laudatio hielt. „Forschung dient für Ulrich Riedl nie allein der Gewinnung wissenschaftlicher Erkenntnisse, sondern er zielt stets auch auf ihre Anwendung und die Verbesserung der fachlichen Praxis ab – das passt zu uns.“

Stadt / Region / Dorf - Veranstaltung des urbanLab

Mit der Veranstaltung Stadt / Region / Dorf eröffnet der Forschungsschwerpunkt urbanLab seine Veranstaltungsreihe Regionaler Salon im Herbst 2014 und stellt die Entwicklung in den sogenannten ländlichen Regionen auf den Prüfstand. Demografische Veränderungen, Daseinsvorsorge, neue Mobilität, Kulturlandschaft und Stadt-Land-Partnerschaften sind einige der Themen, denen sie sich stellen müssen. Gemeinsam mit unseren Referenten und Gästen möchten wir diskutieren: Wo stehen Städte, Regionen und Dörfer abseits der Metropolregionen? Für welche Aufgaben und Problemlagen müssen die Akteure in der Region zukünftig Lösungen finden? Welche Strategien bringen die Städte und Dörfer voran? Der Regionale Salon stärkt den inhaltlichen Austausch zu Fragen der Stadt- und Regionalplanung in OWL und bringt hierzu Forscher, Planungspraktiker, Politiker, Künstler und Aktive zusammen.

Wir möchten Sie bitten sich für die Veranstaltung anzumelden: urbanLab(at)hs-owl.de

Termin und Veranstaltungsort: 30.10.2014, 18.00 bis 20.30 Uhr, ehemaliges Modehaus Finke, Bruchstraße 42, 32756 Detmold

Informationen zum Forschungsschwerpunkt urbanLab: Das urbanLab ist ein Forschungsschwerpunkt für Stadt- und Regionalforschung an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe und wird getragen von den Fachbereichen 1 Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur, Fachbereich 3 Bauingenieurwesen und Wirtschaftsingenieurwesen Bau und Fachbereich 9 Landschaftsarchitektur und Umweltplanung.

Link zum Veranstaltungs-Flyer

Absolventin María Alejandra Gabriel erhält Wolfgang-Erz-Förderpreis

M.A. Gabriel und Prof. Dr. U. Riedl (Foto: C. Hefke)

Maria Alejandra Gabriel, Absolventin des Fachbereichs Landschaftsarchitektur und Umweltplanung der Hochschule OWL, Ist in Mainz mit dem Wolfgang-Erz-Förderpreis des Bundesverbands Beruflicher Naturschutz (BBN) ausgezeichnet worden. Sie erhielt den mit 1.200 Euro dotierten Preis für ihre Masterarbeit "Vielfalt erleben-erkennen-ermöglichen. Konzept zur Biodiversitäts-Bildung in Botanischen Gärten am Beispiel des Botanischen Gartens Höxter".

Mit dem Wolfgang-Erz-Förderpreis, der in der Regel alle zwei Jahre anlässlich des Deutschen Naturschutztages verliehen wird, sollen bundesweit herausragende und beispielhafte anwendungs- und umsetzungsorientierte Arbeiten für den Naturschutz ausgezeichnet werden. In ihrer Masterarbeit zur Umweltbildungsarbeit in Botanischen Gärten greift Maria Alejandra Gabriel ein naturschutzpolitisches Schlüsselthema auf, das in der 2007 vom Bundeskabinett verabschiedeten Nationalen Biodiversitätsstrategie eingefordert wird.

Das Poster zur Abschlussarbeit ist unter dem folgenden Link abrufbar.

GABRIEL, MARIA ALEXANDRA: Vielfalt erleben – erkennen – ermöglichen. Konzept zur Biodiversitäts-Bildung im Botanischen Garten Höxter (Prof. Dr. U. Riedl, Prof. Dipl.-Ing. C. Althaus)

Studierende gestalten Street-Art-Objekte | Stadthalle Höxter und Umgebung | 21.06.2014

Im Studium der Landschaftsarchitektur am Campus Höxter der Hochschule nimmt die kreative Gestaltung der Landschaft und städtischen Umwelt wichtigen Raum ein. Auf ganz unterschiedliche Weise werden die Studierenden an Entwurfstechniken herangeführt. In diesem Semester steht für die Studierenden im 4. Semester Landschaftsarchitektur die praktische Anwendung ihrer an der Hochschule erworbenen Kenntnisse im Vordergrund: Mit möglichst geringem Aufwand und hoher Kreativität soll Street Art entworfen und gebaut werden. Die Anforderung an die Studierenden: Die Anregungen für die „Kunstwerke“ werden direkt aus der Umgebung entnommen. Damit stehen die von den Studierenden auszuwählenden Orte, die Veränderung und Vergänglichkeit der Objekte durch Wetter und Zeit und die Wahrnehmung durch die Menschen in der Stadt im Mittelpunkt des Workshops.

Die betreuenden Dozentinnen und Dozenten (Prof. Dr. Angelika Wolf, M.Sc. Jessica Schütte, Prof. Dr. Stefan Bochnig) halten die praktische Arbeit zur Entwicklung von Entwurfsfähigkeiten für wichtig: „Eine gute Gestaltung erfordert es stets, sich auf den Ort und seine Umgebung einzulassen, seine Potentiale zu erkennen und daraus Ideen zu entwickeln. Die praktische Arbeit vor Ort schult den Blick für die künstlerischen Möglichkeiten und Ausdruckskraft der entwickelten Objekte und ergänzt so die Ausbildung in der Hochschule.“

Die Stadt Höxter hat den Bereich rund um die Stadthalle freundlicherweise für dieses „Studium vor Ort“ zur Verfügung gestellt. Am Mittag findet ein Rundgang der betreuenden Dozentinnen und Dozenten mit Dardo Franke von der Stadt Höxter zur Begutachtung der Ergebnisse statt.

 
 

NEU! Praxisintegriertes Studium der Landschaftsarchitektur und parallele Ausbildung bei der Stadt Essen - Bwerbungsfrist: 24.06.2014

 

Weitere Informationen erhalten Sie hier!

Rhein in Sicht! Die Stadt Monheim verleiht neun Studierenden des Studiengangs Landschaftsarchitektur für ihre konzeptionellen und entwerferischen Ideen einen Preis.

Im Rahmen der Ausschusssitzung des Ausschusses "bauen und planen" übergibt der Bürgermeister nach einer gelungenen Präsentation der Ergebnisse den Studierenden der beiden Gewinnergruppen ihre Urkunden. Einige der Überlegungen werden von der Stadt nun der Öffentlichkeit präsentiert. So werden eine Segway-Tour für Geschäftsreisende, eine Kinder-Tour mit 'Moni Molch', die Durchgängigkeit für Radfahrer und Wanderer am Rheinufer, Zugänge zum Rheinstrand sicherlich im Einklang mit dem Naturschutz der Rheinaue planerisch weiterentwickelt. Ob die 'sonderbar' in einem alten rheinleichter und ein neues Beweidungskonzept mit Wasserbüffeln schon in nächster Zeit kommen wird, hängt von der Überzeugungskraft und möglichen Sponsoren ab. Die Ergebnisse im Modul "Tourismus und Naherholungsgebiet" bei Prof. Dr. Angelika Wolf haben jedenfalls großen Anklang gefunden.

Forschungsprojekt | Veränderungen des Landschaftsbilds durch den Ausbau erneuerbarer Energien

Seit Mai 2013 arbeitet ein interdisziplinäres Forschungsteam aus den Fachbereichen 1, 8 und 9 am Forschungsprojekt:

"Veränderungen des Landschaftsbilds durch den Ausbau der erneuerbaren Energien"

Zeitungsartikel Westfalen-Blatt, 07.01.2014

Pressemitteilung idw (Informationsdienst Wissenschaft), 07.01.2014


Das Vorhaben wird durch die interne Forschungsförderung der Hochschule OWL unterstützt.
Prof. Dr. Stefan Wolf (FB 8), Florian Hoedt, B.Sc. und Dipl.-Ing. Christian Hefke (FB 9), Prof. Ulrich Nether und Frederik Bellermann, M.A. (FB 1) sowie mehrere studentische Hilfskräfte beschäftigen sich mit der Fragestellung wie sich die Veränderungen des Landschaftsbilds durch den zunehmenden Ausbau der erneuerbaren Energien objektiv messbar machen lassen. Dazu wird die Methode des "Eye-Tracking" anhand unterschiedlicher Forschungsobjekte in verschiedenen Szenarien angewandt. Die Blickrichtung der Probanden wird mit diesem System nachverfolgt und es wird empirisch ermittelt welche Elemente in der Landschaft als prägend wahrgenommen werden. Die Ergebnisse verschiedener Nutzergruppen und der Analyse von Landschaftspanoramen sowie Fotomontagen werden mit Methoden der sozialwissenschaftlichen Datenerhebung verknüpft. Die Resultate der Vorstudie lassen eine erste Abschätzung von Chancen und Risiken für das Landschaftsbild durch den Ausbau von erneuerbaren Energien zu und dienen zudem der Vorbereitung eines weiterführenden Forschungsprojektes.