Verweis zur Startseite der Hochschule Ostwestfalen-Lippe
Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Servicenavigation

Teaser (Rechte Spalte)

Landschaftsplanung und Erholungsvorsorge

Das Fachgebiet Landschaftsplanung und Erholungsvorsorge befasst sich mit den Funktionen
der Landschaft im Kontext des Wahrnehmen und Erlebens von Natur und Landschaft, sowie
der Bedeutung für die Erholung des Menschen.

Wir verstehen darunter Beiträge der Landschaft zur Regeneration durch ästhetischen Genuss,
Aktivität und Entspannung als Beitrag zum menschlichen Wohlbefinden und der Gesunderhaltung.
Hierzu tragen das Erleben von Natur und Landschaft, sowie die Bindungen an eine Landschaft
in Form von Landschaftsidentitäten bei, die so ebenfalls Gegenstand von
Forschung und Lehre des Fachgebietes sind.

Ausgangspunkt hierfür ist der Mensch und dementsprechend eine sozialkonstruktivistische
Perspektive. Landschaft entsteht im Kopf des wahrnehmenden Subjekts durch Interpretation des
Gesehehen. Werteschätzung und emotionale wie ästhetische Bindungen an Landschaften sind
entsprechend geprägt durch gesellschaftliche und teilweise individuelle Wertsetzungen. Ziel
muss es daher sein, diese öffentliche Perspektive mit bekannten z.B. ökologischen Methoden
der Landschaftsplanung zu verbinden, um diese im Sinne der Erholungsvorsorge, sowie
emotionalen und ästhetischen Bedeutung weiterzuentwickeln. Letztendlich läuft dies auf die
Erweiterung des landschaftsplanerischen Methodenkoffers um sozialwissenschaftliche
Herangehensweisen hinaus.

Hieraus ergeben sich die Schwerpunkte in Forschung und Lehre des Fachgebiets:

  1. Wahrnehmung und Aneignung der (Kultur-) Landschaft durch die Öffentlichkeit.
  2. Mitwirkungsmöglichkeiten der Öffentlichkeit bei landschaftsbezogenen Planungs-
    und Entscheidungsprozessen, insbesondere Onlineangeboten und anspruchs-
    vollen Visualisierungen.
  3. Vermittlung von Fachwissen der Landschaftsplaner, insbesondere in Bezug auf
    Ökologie und Biodiversität, sowie das Planungsrecht, als Vorraussetzung für die
    Mitwirkung an Planungsprozessen und -entscheidungen.
  4. Landschafts- und Umweltbildung z.B. in touristisch erschlossenen Großschutzgebiete.