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Klima

Klimawandel und Instrumente der Landschaftsarchitektur / des Landschaftsbaus



Rahmenbedingungen
Vor dem Hintergrund globaler Klimaveränderungen werden sich die klimatischen Bedingungen in städtischen Freiräumen zunehmend verschärfen. Der Landschaftsarchitektur als Planungsdisziplin und dem Landschaftsbau als Umsetzungsdisziplin kommen in diesem Zusammenhang als Fachdisziplinen von städtischen Freiräumen eine besondere Bedeutung zu. Mehr den je wird in den kommenden Jahren das Handeln dieser Fachdisziplinen von Zielsetzungen des nachhaltigen Handeln im Sinne eines qualitätsgerechten Freiraumes geprägt sein. 

Der historische Städtebau und die historische Freiraumplanung berücksichtigen in der Regel die klimatischen Einflussfaktoren und werden somit einer an den Ort angepassten Planung gerecht. Technische und ökonomische Grenzen erforderte bei traditioneller Planung eine gezielte Anpassung an die regionalen und örtlichen klimatischen Gegebenheiten. Diese Wissen zum Umgang mit den Einflussfaktoren ist zunehmend abhanden gekommen. In der Architektur ist unter anderem durch steigende Technisierung die Möglichkeit entstanden, klimatisch optimierte Räume unabhängig vom Ort zu schaffen. Zudem ist eine globalisierte Architektur und eine damit verbundene Mischung der Baustile für eine weitere vom Ort und den klimatischen Besonderheiten entfernte Entwicklung mitverantwortlich. Durch die globalisierte Vernetzung und Kommunikation werden Bilder und Lebensarten vermischt und ausgetauscht. Das bedeutet für die Architektur ein Export von Gestalt, Ästhetik und Technik. Die regionalen und historisch- klimatisch angepassten Bauweisen werden zunehmend durch technische Vereinheitlichungen verdrängt und vermischt. In der Landschaftsarchitektur im städtischen Kontext bestimmen nicht selten ähnliche Faktoren wie Gestalt, Funktion oder Ökonomie die Planung und Umsetzung.

 

Das Stadtklima

Nahezu 80% der europäischen Bevölkerung leben in städtisch und stadtklimatologisch geprägten Räumen. Städtisches Klima unterscheidet sich oft sehr stark vom Umgebungsklima. Aufgrund der Baustrukturen ist die Stadt ein Ort mit vielfältigen klimatischen Besonderheiten. Man spricht grundsätzlich von Mikroklimaten, die sich in kurzer Distanz durch bauliche und vegetative Besonderheiten stark unterscheiden können. Im Durchschnitt prägt sich Stadtklima in seinen vielschichtigen Varianten im Vergleich zum umgebenden Klima extremer aus. Mit veränderten Meso- und Makroklima werden sich auch dementsprechende Steigerungen in den Mikroebenen einstellen. Unterschiedliche Mikroklimate bieten aus planerischer Perspektive Chancen für den gesteuerten Einfluss im Rahmen übergeordneter Klimaveränderungen. Durch gesteuerte Planungshandlungen lässt sich im Vorfeld reagieren und Qualität im Raum durch eine gesicherte thermische Behaglichkeit gewährleisten.

 

Erkenntnisse 

Die Untersuchungen eigener Forschungsarbeiten bestätigen Potentiale der Landschafts- und Freiraumplanung, die bei veränderten klimatischen Umweltbedingungen durch gezielte Planungshandlungen thermische Defizite in städtischen Freiräumen ausgleichen können. Mit Entscheidungen zur Ausrichtung von Freiraumeinheiten, den Dimensionsverhältnissen, mit der Materialwahl, durch den Einsatz von Vegetation und durch bauliche Elemente im Raum sind große Unterschiede im Rahmen der gewählten Beispielsituationen festgestellt worden. Es ergaben sich durch Veränderung dieser Parameter bei gleichen äußeren Bedingungen Unterschiede bis zu 35°C PET (Standorte Kassel und Göteborg/Schweden). Ergänzende Untersuchungen von Materialien und Oberflächen sowie einzelner Elemente und deren Auswirkungen zeigen weitere Ideen und Möglichkeiten zur Einflussnahme auf die Behaglichkeitstemperaturen in städtischen Freiräumen auf.


Vorhaben

Die Landschaftsarchitektur und der Landschaftsbau mir ihren "Bausteinen" (Fläche,Pflanze, konstruktive Objekte) besitzen Mittel und Möglichkeiten, durch gezielten Einsatz Defizite auszugleichen und zu verhindern. Es wird in naher Zukunft immer wichtiger werden, mit diesen Elementen reflektierter umzugehen (unter dem Aspekt des Einflusses auf das erzeugte Mikroklima). In Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekten, Umweltmeteorologen und Stadtplaner ensteht derzeit ein Anwenderhandbuch für Landschaftsarchitekten. Die Arbeit schlüsselt Einflussfaktoren auf, bewertet realistischer Potentiale, fasst wichtige Planungskritierien zusammen und zeigt beispielhafte Projekte auf. 

 

Sonstiges

Mitglied im Regelwerksausschuss der FLL (Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V.) - "RWA Fassadenbegrünung"