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Masterstudiengang Landschaftsarchitektur plus

Pflichtmodul Ökologie und Nachhaltigkeit

 

Teilnehmer/Anmeldung:

 

Komplexität – generative acting – Herausforderungen für zukünftige Nachhaltigkeitsstrategien im Planungs- (und Bau)prozess gebauter Umwelt

 

Planung steht heute wieder für eine – mit dem "unvollendeten Projekt der Moderne" angestrebte – Einheit von Theorie und Praxis, oder für neue Verbindungen von Entwurf und Bauen, von Entwerfer und Nutzer von Natur und Umwelt.



Wir stehen vor einer ganzen Reihe alarmierender globaler Probleme. Die Biosphäre und dem menschlichen Leben werden Schäden zugeführt, die so schwerwiegend sind, dass sie möglicherweise schon bald nicht mehr rückgängig zu machen sind. (…) Je intensiver wir uns mit den großen Problemen unserer Zeit befassen, umso mehr begreifen wir, dass sie nicht als Einzelprobleme verstanden werden können. Es sind systemische Probleme, dass heißt, sie sind miteinander verbunden und wechselseitig voneinander abhängig. (…) Capra (1996:15)

Dabei spielt insbesondere die Komplexität der Zusammenhänge von Systemen eine besondere Rolle zur Überwindung. Zudem erweisen sich übliche lineare Denkmuster als nicht effektiv und nicht nachhaltig. Das durchzieht alle Lebens- und Handelsbereiche menschlicher Tätigkeit. „Probleme kann man nicht durch Denkmuster lösen, durch die sie entstanden sind“ - so sinngemäß nach Einstein.

Das Seminar Ökologie und Nachhaltigkeit widmet sich dem Wechsel vom mechanischen zu ökologischem Paradigma. Insbesondere der Frage, wie können aktuelle Nachhaltigkeitsstrategien aussehen? Im ersten Schritt gilt es, komplexe Probleme der heutigen Zeit nach Themenfeldern kennenzulernen und zu beschreiben. Daraus lassen sich individuell Indikatoren der eigenen Berufsethik ableiten. Im zweiten Arbeitsschritt wollen wir Instrumente und Methoden zur Bewältigung bestehender Komplexität und eines neuen „gerechteren“ Nachhaltigkeitsparadigma kennenlernen. Welche Instrumente helfen Komplexität im Sinne eines gerechteren Nachhaltigkeitsbildes zu entwerfen? Dabei spielen zum einen übliche lineare und mechanische Instrumente derzeit die größere Rolle (bspw. Zertifizierungen etc.). Es stellt sich aber die Frage, ob nicht eher „Muster“bezogene Methoden und Instrumente zielführender und nachhaltiger sind? Christopher Alexanders Pattern Language hat in diesem Kontext eine wieder erfahrende Aktualität. Im dritten Arbeitsschritt gilt es, Nachhaltigkeit als Begriff für die Planung zu definieren. Was heißt Nachhaltigkeit und was heißt das für uns? Sind das wirklich die mechanischen oder linearen Einteilungen nach dem drei Säulenmodell oder sind es vielmehr systemische und somit zusammenhängende Indikatorengruppen? (bspw. Leben und Energie etc.). Wie kann man diese Erkenntnisse planerisch darstellen? Der vierte Arbeitsschritt soll die Erkenntnisse auf einen konkreten Projektort übertragen und eine Nachhaltigkeitsvision zum Ergebnis haben.