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Diana Bock

Diana Bock
Kinderfoto von Diana Bock
Diana Bock auf einem Motorrad
Diana Bock

Ich bin Diana Bock. Ich bin in Attendorn im Sauerland aufgewachsen. Ich war immer viel draußen, hatte eigene Pferde und bin auch sehr viel in der Welt herumgereist. Als ich acht war, starb mein Vater. Da kam viel auf mich zu, ich musste sehr schnell viel Verantwortung übernehmen. Mein Leben ging dennoch fast so normal weiter wie möglich. Ich habe nie etwas mit Gärten oder Natur zu tun gehabt. Ich wollte aber in meinem zukünftigen Beruf körperlich und gestalterisch tätig werden. Da hat die Ausbildung zum Landschaftsgärtner gut gepasst. Nach zwei Praktika in einem Betrieb war es genau das, was ich machen wollte, nur mit Männern arbeiten und sich jeden Tag weiterentwickeln.

Nach der Ausbildung hatte ich leider durch falsche Bewegungen mein Kreuzbein-Darm-Gelenk verletzt, was nicht reparabel war. So musste eine Alternative her. Es wurde mein Traum, Berufsschullehrerin im Landschaftsbau zu werden. Also suchte ich ein Studium, was in diese Richtung geht, und noch mehr über diesen Beruf vermittelt wird. So fasste ich Gartenbauingenieur ins Auge, doch nach langen Überlegungen brachte mich dieses Studium nicht wirklich weiter. Dann entdeckte ich die Landschaftsarchitektur.

Doch da ich nach der Realschule lieber arbeiten wollte, statt noch weiter auf eine Schule zu gehen, musste ich mein Abitur nachholen. Ich bin nach Osnabrück gegangen und habe dort in Osnabrück-Haste in einem Jahr mein Fachabitur in Agrarwirtschaft gemacht. Schnell verflog der Wunsch Lehrerin zu werden, da meine Schwester Architektur studierte und wir uns eine gemeinsame berufliche Zukunft vorstellen.

Aber jetzt will ich erst einmal das Bachelorstudium abschließen und wenn es geht, den Master auch noch absolvieren. Dann will ich erst ein paar Jahre in einem kleinem Büro arbeiten. Dafür nehme ich einen neuen Wohnort in Kauf und werde dahin gehen, wo der passende Job ist. Seitdem ich zwölf Jahre bin, träume ich davon in Australien zu leben, dort eine Emu-Farm zu führen. Ein verrückter Traum, aber ich will nichts ausschließen. Kinder will ich nicht, also erstmal noch nicht. Allerdings kann ich jetzt nicht sagen, was in fünf, zehn oder fünfzehn Jahren sein wird.

Dieses Projekt habe ich gewählt, weil ich in der „Männerwelt“ des Landschaftsbaus viel gelernt habe, ich manches Mal nachteilig oder auch zum eigenen Vorteil behandelt wurde. Es hat mich interessiert, wie andere Frauen damit klar kommen und was im Endeffekt aus ihnen geworden ist, wie ihr Lebensweg war. Und witzigerweise bestätigt all‘ das, was wir bis jetzt erfahren haben, meine anfänglichen Vermutungen. Die Klischees, das Kinderkriegen oder der Weg wie man zu seiner Karriere überhaupt kommt, sind so verschieden und voller Zufälle. Es macht mir Spaß, diese Menschen, diese Landschaftsarchitektinnen kennen zu lernen. Close info