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02. Dezember 2016 16:06

10 Jahre inIT – Lemgoer Forschungsinstitut feiert Jubiläum

Feierlich: Zum 10jährigen Bestehen des Instituts für industrielle Informationstechnik (inIT) der Hochschule OWL kamen zahlreiche Gäste. Institutsleiter Professor Jürgen Jasperneite stellte bei einer launigen Festansprache einige Meilensteine der vergangenen Jahre vor. (Bildquelle: CIIT)

Das inIT-Professorenteam: (v.l.n.r.) Professor Jürgen Jasperneite, Professor Volker Lohweg, Professor Carsten Röcker, Professor Stefan Witte, Professor Oliver Niggemann, Professor Uwe Meier, Professor Stefan Heiss. (Bildquelle CIIT)

Von einer übergangsweisen Containerlösung bis zum Arbeiten in hochmodernen Gebäuden: Seit Gründung des Instituts für industrielle Informationstechnik (inIT) hat sich am Forschungsinstitut in den vergangenen zehn Jahren viel getan. Als Institut im Fachbereich Elektrotechnik und Technische Informatik der Hochschule OWL befasst sich die Forschungseinrichtung seit Institutsgründung 2006 mit dem Themenfeld Industrielle Informationstechnik. Mit der interdisziplinären Besetzung durch sieben Professoren aus den Bereichen Ingenieurwissenschaften, Informatik, Mathematik, Physik und Wahrnehmungspsychologie und einem internationalen Forscherteam aus 29 verschiedenen Nationen hat sich das inIT zu einer der führenden Forschungseinrichtungen auf diesem Gebiet entwickelt.

„Das inIT hat als erstes In-Institut der Hochschule OWL eine bewegte Historie. Umso mehr freut mich die erfolgreiche Arbeit, die entscheidender Treiber für Innovationen ist“, begrüßte Dr. Oliver Herrmann, scheidender Präsident der Hochschule OWL, die zahlreichen Gäste, die das zehnjährige Jubiläum des inIT am 30. November 2016 feierten.

„Als größtes Institut der Hochschule OWL verstehen wir uns nicht nur als reine Forschungseinrichtung, sondern möchten auch einen gesellschaftlichen Beitrag leisten“, so Institutsleiter Professor Jürgen Jasperneite. Am inIT werde daher geforscht und gleichzeitig auch der Ingenieurnachwuchs ausgebildet. Die derzeit mehr als 60 Mitarbeitenden in verschiedenen Kompetenzfeldern der industriellen Informationstechnik sind nicht nur echte Spezialisten auf ihrem Gebiet, auch international bauten die Lemgoer kontinuierlich ihre Sichtbarkeit weiter aus. Nicht nur die unzähligen nationalen und internationalen Forschungsprojekte und Publikationen legen davon Zeugnis ab; auch als Ausrichter von Fachkonferenzen wie der „Kommunikation in der Automation – KommA“, der „Bildverarbeitung in der Automation – BVAu“ oder jüngst der internationalen IEEE-Konferenz „ETFA“, haben sich die Wissenschaftler einen Namen gemacht. Mehrfach wurden sie bereits auf internationalen Konferenzen für ihre wissenschaftlichen Tagungsbeiträge prämiert. „Nun - zehn Jahre später - sehen wir, dass sich der Zusammenschluss von interdisziplinären Fachgebieten verbunden mit viel Engagement erfolgreich bewährt hat“, erläuterte Jasperneite.

Das inIT hat signifikant zur Einführung von Informationstechnologien in die Industrie beigetragen: Mit erfolgreichen Entwicklungen wie dem Tiger-Chip für Echtzeit-Ethernet, Trusted Wireless, Automation Cloud, Banknotensicherheit, oder dem weltweit kleinsten OPC-UA-Server. Auch war das Institut die Keimzelle für eine ganze Reihe von wichtigen Meilensteinen am Campus in Lemgo: die Gründung des deutschlandweit ersten Fraunhofer-Anwendungszentrums und mit der Realisierung des ersten Science-to-Business-Centers CENTRUM INDUSTRIAL IT (CIIT), die Ansiedlung von Unternehmen direkt auf dem Campus sowie die Errichtung der Forschungs- und Demonstrationsfabrik SmartFactoryOWL der Fraunhofer-Gesellschaft und der Hochschule OWL. Professor Uwe Meier, Dekan des Fachbereiches Elektrotechnik und Technische Informatik an der Hochschule OWL, resümierte: „Die Gründung des inIT war der prägendste Meilenstein in der 50-jährigen erfolgreichen Geschichte unseres Fachbereichs. Und geradezu wegbereitend war die Gründung für die gesamte Hochschule OWL.“

Jasperneite betonte, dass anwendungsorientierte Grundlagenforschung keine Einbahnstraße sei; Forschungsinstitute und Unternehmen profitierten voneinander: „Wir befinden uns inmitten von Ostwestfalen-Lippe, einem der wichtigsten Cluster des deutschen Maschinenbaus und der Industrieelektronik in Deutschland. Dieses Umfeld beeinflusst unsere Forschungstätigkeit am inIT nachhaltig, wovon aber auch die hier beheimateten Unternehmen profitieren.“ Zukunftspläne bestünden darin, in Lemgo weitere interessante Unternehmen und Forschungseinrichtungen anzusiedeln, das gesamte Quartier in den nächsten zehn Jahren zum „Innovation Campus Lemgo“ auszubauen und die Region technologisch ganz vorne zu halten, ergänzte Meier. Das inIT ist eines der führenden Institute im BMBF-Spitzencluster „Intelligente technische Systeme OstwestfalenLippe – it's OWL".

Erst im Sommer 2016 bestätigte das NRW-Wissenschaftsministerium erneut, dass die Elektrotechnik in Lemgo die Nummer 1 unter allen NRW-Hochschulen in Bezug auf ihre Forschungsstärke ist. Dekan Meier ist stolz auf die Leistungen des inIT innerhalb seines Fachbereichs: „Eine exzellente Lehre, Praxisnähe und erstklassige Studien- und Arbeitsbedingungen zeichnet das Institut aus. Das wird uns auch regelmäßig beispielsweise beim CHE-Ranking bestätigt. Die erworbenen Studienabschlüsse an unserem Fachbereich stehen für höchste Qualität. Entsprechend begehrt sind unsere Absolventinnen und Absolventen.“ Studierende haben am inIT die Möglichkeit, bereits frühzeitig in Forschungs- und Industrieprojekten mitzuwirken, z. B. in der SmartFactoryOWL, bei Fraunhofer oder im CIIT, und anschließend ihre Abschlussarbeiten in einem innovativen Forschungs- und Industrieumfeld auf dem Hochschulcampus zu absolvieren.

Umrandet von zwei wissenschaftlichen Konferenzen, der KommA und der BVAu, findet die feierliche Abendveranstaltung zum 10jährigen Jubiläum unter dem Motto „Das war erst die inITialisierung!“ statt. Ein Höhepunkt des Abends ist der Auftritt des Wissenschaftskabarettisten Vince Ebert.