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05. Juli 2018 10:56

900.000 Euro für die Optimierung biotechnologischer Prozesse

Professor George Adrian Ifrim (vorne) von der Dunărea-de-Jos-Universität Galați mit Professor Björn Frahm (hinten links) und Jutta Deppe (hinten rechts) von der Hochschule OWL bei einer Besprechung zum neuen Forschungsprojekt im Biotechnologielabor.

Ob in Medikamenten, Waschmitteln, Cremes oder Lebensmitteln – biotechnologische Produkte begegnen uns jeden Tag. Eine hohe Qualität und deren stetige Weiterentwicklung stehen bei all diesen Produkten stets im Mittelpunkt. Aber was hat Einfluss auf den Herstellprozess und wie erreicht man eine optimale Produktion? Ein neues Forschungsprojekt der TU Hamburg, der Hochschule Furtwangen und der Hochschule OWL entwickelt nun eine Anwendung, welche die Wirklichkeit im Computer abbildet, untersucht und verbessert.

Derzeit werden bei der Entwicklung und Optimierung biotechnologischer Produkte Methoden eingesetzt, die eine hohe Anzahl an zeitintensiven Experimenten erfordern – die Design of Experiments-Methode (DoE) ist derzeit der Stand der Technik. Schon die Konzeption dieser Experimente ist sehr schwierig und die Aussagekraft häufig begrenzt. Das soll sich nun ändern: Professor Ralf Pörtner an der Technischen Universität Hamburg, Professor Volker Hass an der Hochschule Furtwangen und Professor Björn Frahm von der Hochschule OWL wollen gemeinsam ein modulares Software-Tool entwickeln, das DoE mit mathematischen Prozessmodellen verknüpft. „So möchten wir den experimentellen Aufwand signifikant reduzieren und die Aussagekraft entscheidend erhöhen“, sagt Frahm, Professor für Biotechnologie an der Hochschule OWL.

Des Weiteren ist neu, dass diese Modellunterstützung nicht speziell für einzelne Produktionsprozesse erfolgen wird, sondern dass eine Software entsteht, die allgemein den Anwender unterstützt. So soll die sogenannte „Toolbox“ breit in Forschung und Industrie anwendbar sein.

Dem Forscherteam steht Professor George Adrian Ifrim von der Dunărea-de-Jos-Universität Galați in Rumänien zur Seite. Professor Ifrim ist ein ausgewiesener Experte in diesem Forschungsbereich.

Im Ideenwettbewerb „Neue Produkte für die Bioökonomie“ hat die Forschergruppe für ihre Arbeit insgesamt rund 900.000 Euro erhalten, 300.000 Euro davon gehen an die Biotechnologie der Hochschule OWL.

Der hohe Bedarf des Software-Tools wurde bereits in einer Umfrage bestätigt. Nun soll die Software-Toolbox schrittweise entwickelt, evaluiert und ihre Leistungsfähigkeit demonstriert werden.