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05. Januar 2018 09:35

Arbeitsgemeinschaft für pharmazeutische Verfahrenstechnik erstmals in Lemgo

Die Arbeitsgemeinschaft für pharmazeutische Verfahrenstechnik traf sich erstmals in Lemgo.

Winterzeit ist Schnupfenzeit: Die Nase läuft und viele greifen zu sterilen Nasensprays. Diese werden in der Regel aseptisch – also in  keimarmen Räumen – hergestellt und abgefüllt. Mit der Herstellung solcher Produkte und anderen Fragen beschäftigte sich die Arbeitsgemeinschaft für Pharmazeutische Verfahrenstechnik bei ihrem Treffen in Lemgo. Dabei begrüßte sie auch ihr neustes Mitglied: Professorin Barbara Becker vom Fachbereich Life Science Technologies der Hochschule OWL.

Ob Konservierungsmittel freie, sterile  Nasensprays, Augentropfen oder Insulinpumpen: Sie alle haben eines gemeinsam – deren Inhalt ist frei von vermehrungsfähigen Keimen  und ihre  Herstellung erfolgt in sogenannten „Reinräumen“. Mit diesen Themen beschäftigt sich unter anderem die Fachgruppe „Flüssige und halbfeste Arzneiformen“. Zu dieser gehören Professor Gerd Kutz und jetzt auch Professorin Barbara Becker von der Hochschule OWL. „Wir freuen uns, die Kollegin für unsere Fachgruppe gewonnen zu haben. Durch ihr Wissen aus dem Bereich der Mikrobiologie bereichert sie unsere Arbeit enorm und lässt uns thematisch über den Tellerrand gucken“, sagt Professor Gerd Kutz, Fachgruppenleiter seit 2009. „Die Mitarbeit in der Fachgruppe ist eine hervorragende Möglichkeit, mich interdisziplinär zu engagieren und mich mit Kolleginnen und Kollegen aus Industrie und Wissenschaft praxisnah auszutauschen“, schätzt Professorin Barbara Becker den Dialog in der Arbeitsgemeinschaft.

Die Gruppe bearbeitet hauptsächlich die Gebiete sterile Herstellungsprozesse von Arzneimitteln, Sterilisationsverfahren, aseptische Arbeitstechnik, flüssige Arzneiformen und die Klinikmusterherstellung. Die regelmäßigen Treffen der Fachgruppenmitglieder ermöglichen den methodischen Austausch über verschiedene Teilbereiche eines Gebietes. Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist zudem der Wissenstransfer über die Grenzen des eigenen Fachgebiets hinaus. Das in der Gruppe generierte Wissen fließt auch in die Lehre an der Hochschule OWL: „Die in der pharmazeutischen Verfahrenstechnik angewandten Themenfelder sind vor allem für Studierende der Medizin- und Gesundheitstechnologie interessant. Im Studium sind Hygiene-Standards in der Arzneimittelproduktion und -verabreichung ein wichtiger Bestandteil“, erklärt Professor Gerd Kutz.

Die Arbeitsgemeinschaft für pharmazeutische Verfahrenstechnik (APV) ist ein gemeinnütziger wissenschaftlicher Verein mit elf Fachgruppen. Die APV setzt auf eine enge Vernetzung und den interdisziplinären Wissensaustausch in und zwischen den einzelnen Fachgruppen. Das wichtigste Ziel ist es, die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Entwicklung, Herstellung, den Vertrieb und den Gebrauch von Arzneimitteln zu vertiefen und dieses Wissen zu vermitteln. Die APV führt jedes Jahr über 100 Weiterbildungsveranstaltungen für die verschiedenen pharmazeutischen Bereiche durch. „Die Weiterbildungen versuchen wir immer auch für unsere Studierenden zu öffnen“, erklärt Kutz. Das Spektrum der Veranstaltungen reicht dabei von Expertentreffen über Seminare und Exkursionen bis hin zu wissenschaftlichen Kongressen und Ausstellungen. Die Seminarthemen und -inhalte werden von Experten der Fachgruppen ausgewählt und konzipiert.