Verweis zur Startseite der Hochschule Ostwestfalen-Lippe
Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Servicenavigation

News

15. Mai 2018 10:06

Aufbruchstimmung fördern

Gastgeber der Museumsrunde: Prof. Jürgen Krahl (Präsident der Hochschule OWL), Volker Steinbach (Präsident der IHK Lippe) und Landrat Dr. Axel Lehmann

Über 240 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen ins LWL-Freilichtmuseum Detmold

Zum 33. Mal trafen sich am 14. Mai 2018 Wirtschaft und Hochschule auf der „Museumsrunde“ im LWL-Freilichtmuseum Detmold. Über 250 Führungskräfte aus lippischen Unternehmen, Professorinnen und Professoren der Hochschule OWL sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung erlebten eine unterhaltsame Talkrunde und zwei kurzweilige Kurzvorträge.

Im Anschluss konnten zwei neue Professoren ihre Angebote an die Wirtschaft vorstellen. Das Programm orientierte sich an der LWL-Sonderausstellung „Raus aus dem Spießerglück“. Eingeladen hatten der Kreis Lippe, die Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) und die Hochschule Ostwestfalen-Lippe (Hochschule OWL).

Unter der Moderation von Julia Wunderlich (Leiterin Kommunikation und Marketing der Hochschule OWL) diskutierten Professor Dr. Jürgen Krahl (Präsident der Hochschule OWL), Landrat Dr. Axel Lehmann und Volker Steinbach (Präsident der IHK Lippe) darüber, wie in Lippe ein neues Gründungs- und Kooperationsklima geschaffen werden kann und wie der Mittelstand an neue Technologietrends und Innovationsmethoden herangeführt werden kann.

Steinbach forderte mehr Aufbruchstimmung und Risikobereitschaft von jungen Menschen: „Wir müssen es schaffen, dass die Absolventen aus der Hochschule künftig nicht nur auf sichere Posten in großen Unternehmen schielen. Lippe braucht viele innovative Gründer. Wir müssen während des Studiums die Selbstständigkeit als echte Chance vermitteln, Existenzgründung üben und Kontakte zu erfolgreichen Gründern herstellen“, ist Steinbach überzeugt. Die demnächst startende Stiftungsprofessur „Entrepreneurship“, an der sich die IHK Lippe beteiligt, schaffe dafür die Basis. Von zentraler Bedeutung sei zudem, so Steinbach, dass auf dem Innovation Campus Lemgo die Infrastruktur für eine neue Start-Up-Kultur entstehen werde.

Hochschulpräsident Professor Krahl sagte dazu: „Es gibt keinen besseren Ort für Start-Up-Unternehmen als den Innovation Campus Lemgo, der gemeinsam von der Stadt Lemgo, dem Kreis Lippe, dem Fraunhofer IOSB-INA, der IHK Lippe, der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe, der Lipperlandhalle GmbH und der Hochschule OWL gegründet worden ist. Hier kooperieren an einem Ort Akteure aus beruflicher Praxis und akademischer Bildung und Forschung, Handwerk und Industrie. Gemeinsam konzentrieren sie sich auf die Herausforderungen und Chancen der digitalen Wirtschaft. In dieser bundesweit nahezu einmaligen Konstellation werden wir es schaffen, talentierte junge Menschen aus ganz Deutschland nach Lemgo zu holen und in der Region zu halten.“ Darüber hinaus biete der knOWLedgeCUBE der Hochschule Know-how und Unterstützung zur Weiterentwicklung eigener Geschäftsideen für Studierende und Gründungsinteressierte.

„Der Lemgoer Campus bietet jetzt schon beste Voraussetzungen, um in Hinblick auf die wirtschaftliche Landschaft Lippes innovative Wege zu gehen. Wir brauchen aber auch junge Köpfe mit neuen Ideen, um diese Wege zu beschreiten“, findet auch Landrat Dr. Axel Lehmann. „Die Regionale 2022 wird für den Kreis Lippe die Chance bieten, mit der finanziellen Förderung durch das Land neue Impulse für die lokale Wirtschaft und die Attraktivität der Region für die Fachkräfte von morgen zu setzen.“
Nach der Talkrunde zeigte Professor Dr. Franz-Josef Villmer vom Fachbereich Produktion und Wirtschaft, wie der 3D-Druck die traditionelle Fertigung vor allem in der Metall- und Kunststoffverarbeitung verändern wird. Im Anschluss lenkte Professor Dr. Gerd Kutz vom Fachbereich Life Science Technologies den Blick auf die wachsende Bedeutung der Digitalisierung in der Lebensmittelindustrie.

Zum Abschluss hatten mit Professor Hans Sachs (Fachbereich Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur) und Professor Dr. Theo Kiesel (Fachbereich Maschinentechnik und Mechatronik) zwei Neuberufene die Chance, ihre Forschungsschwerpunkte vorzustellen.