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22. Februar 2017 13:34

Auszeichnung für „Vordenker, Impulsgeber und Wegweiser“

DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer (r.) überreichte im Beisein von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (l.) die höchsten Auszeichnungen der DLG an Professor Achim Stiebing. Foto: DLG

Professor Achim Stiebing, der bis zu seinem Ruhestand im vergangenen Jahr an der Hochschule OWL tätig war, ist für eine praxis- und anwendungsnahe Fleischforschung und -entwicklung geehrt worden: Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) hat ihren bisherigen Vizepräsidenten mit der Max-Eyth-Denkmünze in Gold ausgezeichnet und ihn zum Ehrenmitglied ernannt.

DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer überreichte im Beisein von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt Urkunde und Medaille im Rahmen der Mitgliederversammlung auf der DLG-Wintertagung am 21. Februar 2017 in Hannover. Bartmer würdigte Professor Stiebing als Pionier und Wegbereiter der modernen Fleischwirtschaft bzw. -technologie: „Er ist Vordenker, Impulsgeber und Wegweiser, aber vor allem auch ein herausragender Wissenschaftler mit internationalem Renommee.“

Der gelernte Fleischer und studierte Lebensmitteltechnologe Stiebing begann 1977 bei der DLG als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Sachverständiger im heutigen DLG-Testzentrum Lebensmittel. Er prägte die DLG-Fach- und Testarbeit wesentlich als wissenschaftlicher Leiter der Qualitätsprüfung für Rohe Fleischerzeugnisse und Wurstkonserven sowie als Mitglied der DLG-Kommission für Fleischwirtschaft. Seit 2004 war er zudem Vorstands-Mitglied; 2006 wurde Stiebing zu einem der beiden Vizepräsidenten der DLG gewählt. Den Vorsitz des Testzentrums Lebensmittel hatte er seit 2004 inne.

Professor Stiebing hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Dabei war ihm den Blick über den eigenen Tellerrand immer wichtig, was ihn zu einem geschätzten Gesprächspartner in den DLG-Gremien machte. Sein beruflicher Werdegang führte ihn über die Bundesanstalt für Fleischforschung in Kulmbach 1991 an die Hochschule Ostwestfalen-Lippe, wo er bis zu seiner Pensionierung im vergangenen Jahr als Visionär und Wegbereiter wirkte. Viele Jahre war er hier Leiter des Instituts für Lebensmitteltechnologie.NRW (ILT.NRW). Sein ganz besonderes Interesse galt den Rohwürsten bzw. -schinken und hier ganz besonders der Salami. Zahlreiche Publikationen etwa über Reifungsgrad oder Trocknungsfehler zeugen laut Bartmer von seinem unstillbaren Forschungsdrang. 2016 erhielt Stiebing für sein berufliches Lebenswerk die Martin-Lerche-Medaille überreicht, die nur an zehn lebende Persönlichkeiten der Fleischbranche verliehen wird.

Neben der Forschung war Stiebings ehrenamtliches Engagement für die Branche außerordentlich vielfältig: So hat er unter anderem im Beirat der „Fleischwirtschaft“ des Deutschen Fachverlags und im Fachausschuss „Fleisch und Fleischerzeugnisse“ der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission mitgewirkt und er gehört seit 2006 dem Kuratorium der Stiftung Warentest an.

Besonders am Herzen lag ihm immer die Förderung des Führungsnachwuchses für die Fleischbranche im In- und Ausland. Nach den Worten des DLG-Präsidenten sind aus Professor Stiebings Schule eine Vielzahl hervorragender Führungskräfte der Fleischwirtschaft hervorgegangen, die heute in hochrangigen Positionen tätig sind. „Die Stiebing-Schule findet sich also in der Praxis und in den Unternehmen“, hob Bartmer abschließend anerkennend hervor.