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13. September 2017 08:56

Das Inklusive Stadtfest bringt Hochschule und Lemgoer zusammen

Vom Kleinkind bis zum Bürgermeister: Markus Grundwald, Student der Medienproduktion, fotografierte sie alle im Rennwagen des OWL Racing Teams.

Der Initiativkreis Inklusives Stadtfest (v.r.): Professor Dr. Jürgen Krahl, Präsident Hochschule OWL, Bürgermeister Dr. Reiner Austermann und Irene Priebe-Wiethaup, Geschäftsführung Lebenshilfe Lemgo e.V.

Die Studierenden des Vereins Afrikanischer Studenten an der Hochschule OWL präsentierten afrikanische Speisen und Gewänder und brachten den Besucherinnen und Besuchern in zahlreichen Gesprächen ihre Kultur näher.

Es war ein gelungenes, gut besuchtes Fest: Vom Marktplatz über die Mittelstraße an den Ostertorwall und den Kastanienwall zogen sich die Bühnen, kreativen Stände und Mitmachangebote. Auch die Hochschule OWL war mit dem Racing Team und dem Verein der Afrikanischen Studierenden vertreten.

Bürgermeister Dr. Reiner Austermann eröffnete nach dem Gottesdienst das Stadtfest und erinnerte daran, wie vor fünf Jahren mit dem ersten inklusiven Stadtfest Eben-Ezers 150. Jubiläum gefeiert wurde. „Heute sind es unsere Lebenshilfe Lemgo, Eben-Ezer, die Stadt und die Hochschule gemeinsam, die die Initiative für das Fest bilden, das wir heute miteinander feiern. Es ist ein Fest für Inklusion, Offenheit, Verständigung und Gemeinschaft.“ Auch Hochschulpräsident Professor Dr. Jürgen Krahl unterstrich die Bedeutung der Vielfalt für Lemgo und den Hochschulstandort: „Die Hochschule OWL ist international, unsere Verschiedenartigkeit ist ein Reichtum. Wir lernen voneinander und weiten unseren Blick.“

Der Rennwagen des Racing Teams von der Hochschule OWL war, obwohl er nicht fahren durfte, ein „Renner“. Über 250 Kinder, Eltern und Großeltern ließen sich in den Wagen fotografieren und nahmen ihre Bilder danach mit nach Hause. Die Entstehung des Rennwagens von seiner Konstruktion über die Fertigung bis zum Bau – dem klassischen „Schrauben“ -, die Gewinnung von Sponsoren, das Marketing und schließlich auf die Teilnahme an Formula Student Rennen wird von Studierenden aus allen Studiengängen selbst organisiert und durchgeführt. Die Rennen in ganz Europa sind das Highlight jeder Saison.

Auch das Angebot an Speisen und Getränken zeichnete sich durch Vielfalt aus –  Köstlichkeiten aus Afrika gehörten dazu. Sie wurden serviert von afrikanischen Studierenden der Hochschule, die in traditioneller Kleidung erschienen waren und dem Geschmackserlebnis mit afrikanischer Musik auch ein klangliches hinzufügten.

70 Angebote, größtenteils zum Mitmachen, und rund dreißig Stände, u. a. auch Kunsthandwerkliches, erwarteten die Besucherinnen und Besucher insgesamt. Sie ließen sich entspannt auf Marktplatz, Mittelstraße, Ostertor- und Kastanienwall unterhalten, zum Verweilen und Mitmachen einladen. Kitas, Schulen, Vereine wie beispielsweise der TV Lemgo und das Netzwerk Lippe, das  Mehrgenerationenhaus, die Flüchtlingshilfe, das Weserrenaissance Museum und viele andere waren dabei.

Beim ökumenischen Gottesdienst auf dem Marktplatz ging Landessuperintendent Dietmar Arends auf das Stadtfestmotto „Wir Menschen sehen alle eine Sonne“ und seinen Urheber Engelbert Kaempfer ein, der im 17. Jahrhundert lebte. Kaempfer war Arzt, Handlungs- und Forschungsreisender. Drei Jahre nach Ende des Dreißigjährigen Krieges in Lemgo geboren, erlebte er noch dessen verheerende Auswirkungen. Kaempfer erkannte in der Achtung und Wertschätzung der Vielfalt einen Schlüssel für Frieden und Menschlichkeit. Pastor Arends hielt der zahlreich erschienenen Festgemeinde auf dem Marktplatz vor Augen, welche Chancen Vielfalt und Anerkennung eröffnen, welche verschiedenen Gaben jeder Mensch einbringen kann und wie sehr alle Menschen der Wunsch verbindet, angenommen, respektiert und gesehen zu werden.

Das inklusive Stadtfest war ein gelungenes Zusammenspiel und eine gut aufeinander abgestimmte Organisation vieler, u. a. von Lemgo Marketing für die Logistik, sagner-heinze, dem Mehrgenerationenhaus, Eben-Ezer, Lebenshilfe, Hochschule und Verwaltung der Stadt Lemgo. Viele Sponsoren haben die Finanzierbarkeit des Festes ermöglicht. Bei ihnen bedankte sich der Bürgermeister bei der Eröffnung des Stadtfestes namentlich: Brasseler und Curacon, Ecclesia, Möller, Versicherer im Raum der Kirchen, sagner-heinze, Sparkasse und Stadtwerke.