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12. Oktober 2017 11:09

Desert Eyes – Studierendenprojekt beim Burning Man in den USA

Das Burning-Man-Team der Hochschule OWL hat eine begehbare Kuppel gebaut, die ihre gesamte Umgebung durch eine metallische Oberfläche reflektiert. Foto: Lars Albert

16 Studierende aus drei Fachbereichen arbeiteten an dem Kunstprojekt mit. Foto: Lars Albert

Für den finalen Aufbau reiste das Team aus OWL ins Black Rock Desert, Nevada, USA. Foto: Lars Albert

Die Studierenden haben einen Raum des Rückzugs und des Erlebens für die Besucherinnen und Besucher des Festivals geschaffen. Foto: Lars Albert

Das Burning Man Festival ist eines der bekanntesten Kunstfestivals weltweit. Rund 70.000 ­Besucherinnen und Besucher verwandeln die Wüste Nevadas einmal im Jahr in einen eigenen künstlerischen Kosmos. Foto: Lars Albert

Eine Gruppe von 16 Studierenden der Hochschule OWL hat ihr Kunstprojekt „Desert Eyes" auf dem Burning Man 2017 in Nevada präsentiert. 70.000 Besucherinnen und Besucher hatten acht Tage lang die Möglichkeit, die interaktive Plastik aus Ostwestfalen-Lippe zu erleben.

Nach intensiver Planung und Vorbereitung hatte das Projekt „Desert Eyes“ auf dem Burning Man 2017 seinen Höhepunkt. Mehrere Monate hatten 16 Studierende und eine Mitarbeiterin der Detmolder Campusagentur der Hochschule Ostwestfalen-Lippe an der Realisierung des Kunstobjektes gearbeitet, das sie den „Dome“ nannten. Im Anschluss an eine ausgiebige Testphase in San Francisco ging es für den finalen Aufbau ins Black Rock Desert, Nevada, USA.

Trotz der schwierigen Bedingungen war das Projekt ein voller Erfolg: Das Konzept, einen Raum des Rückzugs und des Erlebens für die Besucherinnen und Besucher des Festivals zu schaffen, ging voll auf. So empfand das Team auch die Resonanz der „Burner“, wie die Festivalbesucher genannt werden. „Wir waren begeistert von den individuellen Interaktionen der Menschen“, so die Projektleiterin Yonnie Kweon, Studentin am Fachbereich Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur. „Als wir am Morgen nach der Fertigstellung in den Dome kamen, fanden wir uns plötzlich in einer Gruppe von 25 Personen wieder, die meditierend im Kreis saß. Ein anderes Mal sang ein Chor in Mitten der Kuppel. Es war überwältigend. Nun arbeiten wir intensiv an der Aufbereitung der Fotos und Videos. Auf unserer Website und unseren Social Media-Kanälen wird man bald die ganze Geschichte zu sehen bekommen.“

Damit ist das Projekt allerdings noch nicht vorbei. Für die Zukunft sind Fotoausstellungen, Videopräsentationen und sogar eine Weiterentwicklung des Domes als Neuaufbau auf dem Campus in Lemgo in Überlegung. Als nächstes wird eine Fotoausstellung auf dem Herbstempfang der Hochschule OWL eröffnet, die dann für einige Wochen im Hauptgebäude der Hochschule OWL in Lemgo zu sehen sein wird.

Das Kunstobjekt „Desert Eyes“
Die Studierenden haben eine begehbare Kuppel gebaut, die ihre gesamte Umgebung durch eine metallische Oberfläche reflektiert. „Es ist ein symbolisches Konstrukt als Verbindung von Natur und Technologie“, sagt Yonnie Kweon. Tagsüber dringt Sonnenlicht durch die Öffnungen der Röhren und wirft bizarre Strukturen in die Dunkelheit. Nachts wird das innere 360-Grad-Erlebnis mit Hilfe eines interaktiven Beleuchtungskonzeptes fortgesetzt. „Hinzu kommt ein sehr sphärisches Sounddesign, durch das die Technologie mit Emotionen verschmelzen soll“, so Yonnie Kweon weiter.

Das Team
Pooya Kamranjam kommt ursprünglich aus dem Iran und Yonnie Kweon ursprünglich aus Australien. Beide sind Masterstudierende am Fachbereich Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur der Hochschule OWL. Die Idee für die futuristische Kuppel entwickelten sie  gemeinsam im Lehrgebiet Computer Aided Architectural Design von Professor Hans Sachs. Unterstützt wurden sie von Kommilitonen ihrer Fachrichtung und einer Gruppe Studierenden aus Lemgo. Das Media-Team, bestehend aus fünf Studenten vom Fachbereich Medienproduktion, kümmerte sich um den öffentlichen Auftritt und die gestalterische Präsentation des gesamten Projektes. Fünf Studierende vom Fachbereich Elektrotechnik und Technische Informatik erarbeiteten unter der Leitung von Professor Carsten Röcker ein wirkungsvolles, interaktives Lichtkonzept. „In diesem Projekt fließen ganz verschiedene Kompetenzen zusammen – wir sind ein engagiertes, interdisziplinäres und sehr internationales Team und haben uns gegenseitig mit Ideen und Know-how bereichert“, sagt Pooya Kamranjam.

Viel regionale Unterstützung
Im Kreis Lippe hatten sich unter anderem CTS-Reisen, die Sparkassen Detmold und Lemgo und auch der Lions Club Detmold-Residenz sowie die hellmann architektur ingenieurgesellschaft mbh, die Kuchenmeister GmbH und die Gemeinschaftspraxis Pilgramm-Pilgramm-Zörlein vom Projekt begeistern lassen und haben es unterstützt. „Ohne das multidisziplinäre Team und das Engagement jedes einzelnen, den großzügigen Spendern hier in Deutschland und nicht zuletzt der Hochschule OWL und der Hochschulgesellschaft hätte dieses internationale Projekt nicht realisiert werden können“, bedankt sich der leitende Künstler Pooya Kamranjam. Einen besonderen Dank richtet das Team auch an die zahlreichen Materialspenden, so hat Phoenix Contact den Großteil der Elektronik und Werkzeug bereitgestellt. Aber auch Unternehmen aus dem weiteren Umkreis, wie Bleher Folientechnik GmbH und SWAP (Sachsen) GmbH sowie OBI ließen sich von dem Projekt mitreißen und unterstützten das Team.

Website: www.deserteyes.net
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