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08. Dezember 2016 12:57

Die Zukunft der industriellen Kommunikation

Professor Hans D. Schotten (l.), TU Kaiserslautern und DFKI e.V., hielt den Keynote-Vortrag zum Thema „5G meets Industrial Communications“. Professor Jürgen Jasperneite, Institutsleiter inIT, moderierte im Anschluss dazu die rege Diskussionsrunde unter den Konferenzteilnehmenden. Foto: inIT

Die beiden Tagungsleiter Professor Jürgen Jasperneite (l.), Institutsleiter inIT, und Professor Ulrich Jumar, Institutsleiter ifak, begrüßten 70 Tagungsteilnehmer in Lemgo. Foto: inIT

Jahreskolloquium KommA 2016: Reger Diskussionsbedarf unter Experten; Wirtschaft trifft Wissenschaft in der SmartFactoryOWL in Lemgo. Foto: inIT

Es ging um aktuelle Entwicklungen, Trends und Herausforderungen der industriellen Kommunikation: Die Lemgoer SmartFactoryOWL war am 30. November 2016 Austragungsort des 7. Jahreskolloquiums „Kommunikation in der Automation (KommA)“. Die Veranstaltung des Instituts für industrielle Informationstechnik (inIT) der Hochschule OWL traf den Nerv der 70 Fachleute aus Industrie und Wissenschaft. Am Ende waren sich die Experten einig: Die industrielle Kommunikation wird sich zu einem industriellen Internet weiterentwickeln.

Gemeinsam mit dem Institut für Automation und Kommunikation (ifak) in Magdeburg organisierte das inIT bereits zum siebten Mal das Jahreskolloquium „Kommunikation in der Automation – KommA“, das alternierend in Lemgo und Magdeburg stattfindet. Die KommA ist ein Forum für Wissenschaft und Industrie im deutschsprachigen Raum und bietet den Experten auf dem Gebiet der industriellen Kommunikation die Möglichkeit, sich über aktuelle technische und wissenschaftliche Ansätze und Fragestellungen auszutauschen.

Die industrielle Kommunikation hat ihre Wurzeln in Deutschland und ist seit mehr als 20 Jahren das Rückgrat jedes dezentralen Automatisierungssystems. Professor Jürgen Jasperneite, Institutsleiter des inIT und des Fraunhofer IOSB-INA sowie einer der beiden Tagungsleiter, betont: „Unter der Überschrift ‚Industrie 4.0‘ kommt der intelligenten Vernetzung auch künftig eine sehr wichtige Rolle zu.“ Mit Blick auf die für Industrie 4.0 typische Vernetzung steige die Bedeutung zuverlässiger und sicherer Kommunikationssysteme, die sich künftig durch eine hohe Anzahl von Knoten mit unterschiedlichen LAN- und WAN-Technologien deutlich auszeichnet, so Jasperneite.

Professor Hans D. Schotten (TU Kaiserslautern und DFKI e.V.) hielt den Übersichtsvortrag des diesjährigen Kolloquiums zum Thema „5G meets Industrial Communications“ und stellte heraus, dass es sich bei 5G nicht um eine einzelne Technologie, sondern ein Bündel von Technologien und Konzepten handelt, die auf den IMT-Advanced Standard folgen. Neben der machine-type communication ist aus Sicht der Industrie das Konzept des Network Slicing für die Priorisierung kritischer Datenströme interessant, indem Netzressourcen für unterschiedliche Anwendungen, in Abhängigkeit von deren Anforderungen, reserviert werden können.

In 22 Vorträgen präsentierten und diskutierten die Experten aktuelle Ansätze und Forschungsergebnisse aus dem Spektrum funkbasierter Kommunikationstechnologien, der Autokonfiguration von Ethernet, dem Einsatz von OPC-UA, Aspekte der IT-Sicherheit und Cloud Technologien sowie die künftige Nutzung von TSN. „Auf dem Weg zu einem industriellen Internet werden künftig Forschungsfragen rund um das Management großer heterogener Netzwerke in den Mittelpunkt rücken“, resümiert Jasperneite.

Die nächste KommA findet am 14. und 15. November 2017 in Magdeburg statt.

Weitere Informationen: www.jk-komma.de

Über das inIT: www.init-owl.de