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11. Juni 2018 10:29

„Ein Juwel der Hochschule Ostwestfalen-Lippe“

Bei Führungen erhielten die Besucherinnen und Besucher Einblicke in den Botanischen Garten und Anregungen für ihren heimischen Garten.

Die Technische Leiterin des Botanischen Gartens, Ute Aland, gab einen Ausblick auf die künftige Neugestaltung der Anlage.

Für viele Gäste war es der erste Besuch auf dem Hochschulcampus.

Nicht nur Pflanzen, sondern auch die Tierwelt stand im Mittelpunkt des Interesses.

Die Programmpunkte gaben auch einen Überblick über die Forschung und Lehre am Hochschulstandort Höxter.

Per Drohnenflug konnten die Besucherinnen und Besucher den Hochschulcampus auch aus der Vogelperspektive kennenlernen.

Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Höxteraner Fachbereiche erhält der Botanische Garten eine Verknüpfung mit den digitalen Medien. Foto: Yvonne-Christin Bartel

Mit selbstgebauten Insektenhäuschen können die Besucherinnen und Besucher zur Vielfalt im eigenen Garten beitragen. Foto: Yvonne-Christin Bartel

Die Musikschule Höxter beteiligte sich am Programm. Foto: Yvonne-Christin Bartel

Am Samstagabend klang ein heißer Tag im Mauergarten aus – untermalt von einem Kammermusik-Ensemble der Hochschule für Musik Detmold. Foto: Yvonne-Christin Bartel

Sie treiben die Vernetzung der Hochschule OWL und der Stadt Höxter voran – von links: Dekan Professor Hans-Peter Rohler, Vizepräsidentin Professorin Yvonne-Christin Bartel, Präsident Professor Jürgen Krahl und Bürgermeister Alexander Fischer.

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus Höxter und Umgebung nutzten den „Tag der Gärten und Parks“, um den Botanischen Garten der Hochschule OWL kennen zu lernen. Viele begrüßten die Planungen, die Öffnungszeiten des Gartens künftig auszudehnen und ihn stärker mit der Stadt und der Region zu vernetzen.

„Gärten sind Sehnsuchtsorte“, sagte Hochschulpräsident Professor Jürgen Krahl in seiner Begrüßung beim „Tag der Gärten und Parks“, an dem sich der Botanische Garten der Hochschule Ostwestfalen-Lippe am 9. und 10. Juni 2018 erstmals beteiligte. Krahl nahm die Besucherinnen und Besucher mit auf eine kurze Reise durch die Bedeutung von Gärten und Parkanlagen – vom Garten Eden über die Berliner Invalidengärten zum Begründer des Begriffs der Nachhaltigkeit Hans Carl von Carlowitz und dem Landschaftskünstler Fürst Pückler. „Der Botanische Garten ist ein Juwel der Hochschule Ostwestfalen-Lippe“, betonte Krahl und dankte dem gesamten Team des Gartens und des Fachbereichs Landschaftsarchitektur und Umweltplanung für die Ausgestaltung der beiden Tage, an denen sich der Botanische Garten mit einem abwechslungsreichen Programm der Öffentlichkeit präsentierte. Dabei verwies er auch auf die aktuellen Planungen und Antragsstellungen der Hochschule OWL, die darauf zielen, den Botanischen Garten künftig stärker zu öffnen: durch ausgedehnte Öffnungszeiten und eine starke Vernetzung mit der Stadt Höxter und der Region.

Der Bürgermeister der Stadt Höxter, Alexander Fischer, begrüßte diese Vorhaben sehr: „Seien wir einmal ehrlich: Wie viele Höxteraner kennen den Botanischen Garten dem Namen nach? Und wie viele haben ihn bislang besucht? Und darum sage ich: Warum in die Ferne schweifen, wo das Gute doch so nah ist. Kommen Sie und nutzen Sie die Gelegenheit, diesen wunderschönen Garten erleben zu dürfen“, lud er in seinen Grußworten ein. „Ich kann diese Veranstaltung nur unterstützen. Nicht allein deshalb, weil wir hier – direkt vor unserer Haustür – eine herausragende Gartenlandschaft haben, die es wert ist, möglichst vielen Menschen, die hier leben, aber auch denen, die unsere Stadt besuchen, nahezubringen. Sondern auch, weil die Hochschule einen besonderen Stellenwert in unserer Stadt ausmacht: Die Hochschule war und ist stets ein wichtiger Ansprechpartner für uns, wenn es um die Weiterentwicklung geht, wenn es um neue und frische Ideen geht.“ Beispiele dafür seien die Erstellung des Klimaschutzkonzeptes, des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes, Entwürfe für die Gestaltung der Weserpromenade, das Zukunftszentrum Holzminden-Höxter und nicht zuletzt die künftige Zusammenarbeit im Kontext der Landesgartenschau 2023. „Wir können sehr stolz sein, in unserer Stadt diese Hochschuleinrichtung zu haben und damit verbunden Studierende aus ganz Deutschland, die hier inmitten des Weserberglandes ihr Studium absolvieren“, so Fischer.

Die Studierenden beteiligten sich auch bei der Ausgestaltung des „Tags der Gärten und Parks“, indem sie für das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher sorgten. Ein Angebot, das nicht nur Rosa Clavecilla aus Höxter gerne annahm. Sie stärkte sich mit Waffel und Kaffee, bevor sie an den Führungen und Präsentationen teilnahm, die von Professorinnen und Professoren sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der beiden Höxteraner Fachbereiche Landschaftsarchitektur und Umweltplanung sowie Umweltingenieurwesen und Angewandte Informatik angeboten wurde. „Ich habe die Ankündigung der Veranstaltung in der Zeitung gelesen. Da ich nicht weit weg wohne, kenne ich den Botanischen Garten auch bereits – wenn ich zum Beispiel auf dem Ziegenberg wandern gehe, komme ich hier vorbei“, erzählt Rosa Clavecilla. Zum ersten Mal besuchten demhingegen Angelika und Johannes Tegethoff aus Brakel den Botanischen Garten: „Wir haben auch selber einen Garten und wollen schauen, wie dieser hier angelegt ist. Es gefällt uns sehr gut – vor allem gibt es viele verschiedene Pflanzen aus anderen Ländern, beispielsweise den Maulbeerbaum. Wir finden es schön, wenn der Garten künftig häufiger geöffnet ist und man hier einfach mal eine Runde spazieren gehen kann, ohne Eintritt bezahlen zu müssen.“

Ebenfalls auf der Suche nach Inspirationen waren Sandra Austenfeld und Uli Ponzel aus Paderborn: „Wir wollen einen eigenen Garten anlegen und haben uns hier umgeschaut und einige Ideen gesammelt.“ Für Sandra Austenfeld war es zudem eine Rückkehr an die Hochschule, an der sie vor rund 20 Jahren Landschaftsarchitektur und Umweltplanung studiert hat. Für das heutige Studienangebot der Hochschule OWL in Höxter interessierten sich Anja und Nadine Peter. „Es ist schön, auch mit den Studierenden ins Gespräch kommen zu können und mehr über die Inhalte der Studiengänge zu erfahren“, sagte Anja Peter. „Ich finde es interessant, zu sehen, dass an einer Fachhochschule so praktisch gearbeitet wird“, ergänzte ihre Tochter Nadine. Beide waren zum ersten Mal im Botanischen Garten zu Gast: „Obwohl wir aus Höxter und Holzminden kommen und uns sehr für Pflanzen interessieren. Es ist sehr entspannt, hier zu spazieren“, fand Nadine Peter, die gemeinsam mit ihrer Mutter auch die Gelegenheit nutzte, frisch vom Baum die Maulbeeren zu verkosten.

Auch für Frank Müller war der Besuch im Botanischen Garten eine Premiere. Er hatte von der Veranstaltung ebenfalls in der Zeitung erfahren und sich mit dem Fahrrad auf den Weg aus Beverungen zum Hochschul-Campus gemacht. „Ich bin erstaunt, wie riesig der Botanische Garten ist. Und die Aussicht ist sehr schön. Ich habe selbst nur einen Balkon, aber ich finde es faszinierend zu sehen, wie der Garten angelegt ist. Es gibt ja heute kaum noch schöne Gärten – vieles wird mit Schotter dicht gemacht. Das ist hier anders.“ Als „Gartenfreak“ bezeichnet sich Kristin Launhardt-Petersen aus Höxter. Sie kannte den Botanischen Garten bereits, wäre aber gerne öfters dort, wenn er künftig auch am Wochenende geöffnet wäre. Denn etwas neues zu entdecken gebe es dort immer: „Ich sammele zum Beispiel selber Hemerocallis – und wusste bislang nicht, dass der Botanische Garten einer der größten europäischen Standorte für diese Pflanzen ist.“ Sie würde sich freuen, wenn künftig mehr Win-win-Situationen zwischen Bürgerinnen und Bürgern und der Hochschule entstehen würden – sei es durch Einladungen an die Studierenden in private Gärten, die Besonderheiten aufweisen, die der Botanische Garten nicht abbildet, oder durch regelmäßige öffentliche Veranstaltungen im Botanischen Garten, bei denen Gartenbesitzer und weitere Interessierte inhaltlichen Input erhalten können.

Weitere Informationen zum Botanischen Garten: www.hs-owl.de/fb9/botanischer-garten.html

Weitere Informationen zum Studienangebot des Fachbereichs Landschaftsarchitektur und Umweltplanung: www.hs-owl.de/fb9/studiengang.html