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03. Februar 2017 14:28

Ein Preis für länderübergreifende Zusammenarbeit

Stifter Professor Klaus Töpfer gemeinsam mit Professorin Alexandra Engel (l., Direktorin des ZZHH und Dekanin der HAWK-Fakultät in Holzminden) und Dr. Agnes Kriszan (r., Fachbereichsleitung Forschung und Transfer des ZZHH) vor dem Haarmann-Denkmal in Holzminden. Foto: HAWK

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit wertschätzen und fördern, das ist sein Anliegen: Professor Klaus Töpfer ist Beiratsvorstand des Zukunftszentrums Holzminden-Höxter (ZZHH) der HAWK in Holzminden und der Hochschule OWL, das in seiner Arbeit gezielt die Ländergrenze zwischen Niedersachsen und NRW überwindet. Mit dem Haarmann-Möllinger-Preis möchten Töpfer und seine Frau Mechthild nun noch einen ganz persönlichen Beitrag leisten und besondere Initiativen belohnen.

Bereits 2014, zum 150-jährigen Jubiläum des Hochschulstandorts Höxter, hatten Klaus und Mechthild Töpfer angekündigt, einen Preis für die länderübergreifende Zusammenarbeit in der Region Holzminden-Höxter zu stiften. Mechthild Töpfer ist hier aufgewachsen, Klaus Töpfer kam 1945 aus Schlesien nach Höxter. Tief verwurzelt sind sie mittlerweile beide: „Die Region ist uns über diese vielen Jahre sehr ans Herz gewachsen.“

Deshalb setzen sie ihren Plan nun auch in die Tat um. Schon der Titel des Preises – Haarmann-Möllinger-Preis – ist dabei mit Blick auf die länderübergreifende Zusammenarbeit zwischen Holzminden und Höxter gewählt: Friedrich Ludwig Haarmann gründete einst die erste deutsche Baugewerkschule in Holzminden. Karl Möllinger sorgte 1864 dafür, die Bauschule auch in Höxter anzusiedeln.

Der Haarmann-Möllinger-Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. Darüber hinaus erhält der Preisträger beziehungsweise die Preisträgerin eine Urkunde und ein symbolisches Kunstwerk. Der Preis wird ab sofort jährlich verliehen.

Zwei „echte Vorreiter“ als Preisträger 2017

An wen der erste Haarmann-Möllinger-Preis am 14. Februar 2017 verliehen wird, steht bereits fest: Gemeinsame Preisträger sind die BBS Holzminden und das Berufskolleg des Kreises Höxter. „Da waren wir uns schnell einig“, erklärt Töpfer die Entscheidung, die er gemeinsam mit den Expertinnen und Experten des ZZHH getroffen hat.

Schließlich seien die Schulen einen zukunftsweisenden Weg gegangen: Weil in der Region immer weniger Jugendliche leben und somit auch die Ausbildungsklassen an Berufsschulen schrumpfen, haben sich die Schulen in Teilbereichen zusammengetan, um die Ausbildung wichtiger Fachkräfte auch künftig gewährleisten zu können. So können die Jugendlichen weiterhin zwischen vielen verschiedenen Angeboten wählen, ohne einen weiten Weg an entfernte Schulen auf sich nehmen zu müssen.

Für Töpfer sind die beiden Berufsschulen damit „echte Vorreiter“ in Sachen länderübergreifende Zusammenarbeit. Am 14. Februar sollen sie im Ratssaal des historischen Rathauses in Höxter für ihren Einsatz gefeiert werden. Die Festrede wird Dr. Reiner Klingholz halten. Er ist deutschlandweit bekannt für seine Beiträge, in denen er unter anderem Hindernisse bei dem Beschreiten von unkonventionellen, kreativen Lösungen in Zeiten des demografischen Wandels benennt.

Weitere Informationen zum ZZHH: http://das-zukunftszentrum.de