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29. Juni 2018 16:33

„Ein Vorreiter für die Forschung an Fachhochschulen“

Die Referenten des Seminars - von links: Ulrich Pieper (Stadtheimatpfleger Nieheim), Dr. Bernd Tenbergen (LWL-Museum für Naturkunde, Münster), Dr. Mathias Lohr (Hochschule OWL), Bernd Milde (LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen), Georg Müller (Autor "Europas Feldeinfriedungen"), Professor Ulrich Riedl (Hochschule OWL) und Dr. Thomas Büttner (Büro für Heimatkunde und Kulturlandschaftspflege, Morschen)

Grußworte anlässlich des Jubiläums sprachen – von links: Dekan Professor Hans-Peter Rohler, Standortsprecher Professor Stefan Wolf, Forschungsschwerpunkt-Sprecher Professor Ulrich Riedl und Vizepräsident Professor Stefan Witte

Die Entwicklungen der vergangenen 25 Jahre hat das Team des Forschungsschwerpunktes in einer Broschüre zusammengestellt.

Mitglieder des Forschungsschwerpunktes, Studierende, Ehemalige und externe Gäste verfolgten das zweite Seminar der Reihe „Vergessene Kulturlandschaftselemente in der Oberweser-Region“.

Rückblick auf ein Vierteljahrhundert erfolgreiche Arbeit im Forschungsschwerpunkt Kulturlandschaft und viele Ideen für die nächsten 25 Jahre: Forschende, Studierende, Ehemalige und externe Gäste erinnerten an die Gründung des ersten Forschungsschwerpunktes der Hochschule OWL am 30. Juni 1993 und tauschten Überlegungen aus für kommende Projekte. Im Fokus stand das Thema Feldhecken.

Was bedeutet eigentlich Forschung? Professor Ulrich Riedl, seit zehn Jahren Sprecher des Forschungsschwerpunktes Kulturlandschaft der Hochschule OWL, verweist auf die indogermanischen Wurzeln des Wortes: Von dort kommend leite es sich vom Begriff des „Wühlens“ ab. „Bleiben Sie Wühlende“, war somit auch der Wunsch des Vizepräsidenten für Forschung und Transfer, Professor Stefan Witte, an die Besucherinnen und Besucher des Seminars „Vergessene Kulturlandschaftselemente in der Oberweser-Region – Potentiale der Landschaft von morgen“. Dieses fand am 29. Juni 2018 zum zweiten Mal am Standort Höxter statt und stand unter dem Oberthema „Feldhecken“. Anlässlich des fast tagesgenau fallenden 25-jährigen Jubiläums des Forschungsschwerpunktes Kulturlandschaft, begann die Veranstaltung mit mehreren Grußworten. Professor Riedl freute sich besonders, hierzu auch Vertreterinnen und Vertreter aus den Anfangsjahren des Forschungsschwerpunktes begrüßen zu können, allen voran den ersten Sprecher, Professor Volkmar Seyfang, der von 1984 bis 2012 das Fachgebiet Freilandpflanzenkunde und Pflanzenverwendung leitete.

Vizepräsident Witte betonte, dass der Forschungsschwerpunkt Kulturlandschaft nicht nur der älteste der Hochschule OWL sei, sondern auch ein „Vorreiter für die Forschung an Fachhochschulen“ im Allgemeinen. Anders als noch vor 25 Jahren führe die Forschung an FHs heute jedoch kein Nischendasein mehr, sondern sei fest etabliert. Das zeige sich auch an der Hochschule OWL, die heute über 13 Forschungsschwerpunkte verfügt. Standortsprecher Professor Stefan Wolf unterstrich die fachbereichsübergreifende Arbeit innerhalb des Forschungsschwerpunktes. Solche Kooperationen würden helfen, die Perspektiven und Werkzeuge anderer Fachgebiete zu verstehen. Das wünsche er sich auch weiterhin – das Forschungsteam werde so auch in Zukunft „wertvolle Dienste für den Standort leisten“.

Professor Hans-Peter Rohler, Dekan des Fachbereiches Landschaftsarchitektur und Umweltplanung, an dem der Forschungsschwerpunkt verortet ist, richtete ebenfalls den Blick in die Zukunft: Die Fragen, die der Forschungsschwerpunkt bearbeitet, würden immer drängender. Bisher werde die Wissenschaft jedoch häufig erst eingebunden, „wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist“. Deshalb wünsche er sich für die Zukunft, dass der Forschungsschwerpunkt Kulturlandschaft als „Denkfabrik für Lösungen“ schon frühzeitig planerisch und gestaltend aktiv wird.

Welche Themen künftig auf der Agenda des Forschungsschwerpunktes stehen können, zeigte das sich an die Grußworte anschließende Seminar auf. Nachdem bei der Premiere der Veranstaltungsreihe im Sommer 2017 der Weinbau im Mittelpunkt stand, war es dieses Mal das Thema Feldhecken. Experten aus der Hochschule, der Wissenschaft und der Region beleuchteten das Thema in Vorträgen aus unterschiedlichen Perspektiven. „Mit dieser jährlich stattfindenden Veranstaltungsreihe wollen wir Inspiration für neue Forschungs- und Projektideen bieten und Wege zu neuen Kooperationsmöglichkeiten eröffnen“, erklärt Professor Riedl.

Forschungsschwerpunkt Kulturlandschaft

Seit 25 Jahren befassen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule OWL im Forschungsschwerpunkt Kulturlandschaft mit der Sicherung und nachhaltigen Entwicklung von Kulturlandschaften. Der Forschungsschwerpunkt widmet sich kulturhistorischen Landschaftsanalysen, vor allem um daraus Erkenntnisse für innovative Konzepte nachhaltiger Entwicklung von Kulturlandschaften zu gewinnen. Das dient nicht nur der Erfüllung des Schutz- und Entwicklungsauftrags im Bundesnaturschutzgesetz, sondern trägt auch zur nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raumes bei. Beteiligt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus acht Fachgebieten der beiden Höxteraner Fachbereiche Umweltingenieurwesen und Angewandte Informatik sowie Landschaftsarchitektur und Umweltplanung. www.hs-owl.de/fb9/forschung

Kontakt: Professor Dr. Ulrich Riedl, Telefon 05271 687-7066, E-Mail ulrich.riedl(at)hs-owl.de