Verweis zur Startseite der Hochschule Ostwestfalen-Lippe
Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Servicenavigation

News

08. November 2017 14:00

Eine Reise in die französische Lebensmittelindustrie

Studierende der Hochschule Ostwestfalen-Lippe besichtigten die Produktion der Sektkellerei Veuve Ambal in Beaune (Bourgogne). Foto: Friedrich Christian Jostmeyer

Eine Woche lang waren 29 Studierende aus dem Fachbereich Life Science Technologies der Hochschule Ostwestfalen-Lippe zu Gast an der Partnerhochschule Institut Universitaire de Technologie Nancy-Brabois (IUT-Nancy-Brabois) in Nancy / Frankreich. Einer mehr als 40-jährigen Tradition folgend besuchten die Studierenden aus Lippe französische Unternehmen der Lebensmittelindustrie im Raum Nancy und Dijon.

Führungen bei Unternehmen der Lebensmittelindustrie mit unterschiedlicher Ausrichtung standen im Mittelpunkt der Exkursion. So besuchten die Studierenden Getränkehersteller und Käseproduzenten. Außerdem erhielten sie Einblicke in die Senfherstellung, in den Fruchthandel und in Labors. Darüber hinaus blieb Zeit zum gegenseitigen Kennenlernen. So luden die französischen Studierenden zu einem Begrüßungsabend in die Räumlichkeiten ihrer Hochschule und organisierten eine Verkostung von französischen Käsespezialitäten aus dem gesamten Land sowie eine Stadtralley, die kulturelle Einblicke und ein Kennenlernen der Stadt Nancy ermöglichte. Auch ein Empfang beim Bürgermeister von Vandoeuvre stand auf dem Programm, wo in mehreren Grußworten insbesondere die Pflege der deutsch-französischen Freundschaft und die langjährige Stabilität der Hochschulpartnerschaft betont wurden. „Das Besuchsprogramm umfasste Exkursionen zu Unternehmen der Lebensmittelbranche, eine Vorstellung der Studiengegebenheiten im Gastland, Besichtigungen regionaler und nationaler Kulturstätten sowie viel Zeit für persönliche Treffen mit den deutschen Studierenden“, fasst Professor Hans-Jürgen Danneel zusammen, der die Partnerschaft der Hochschule OWL mit dem Institut Universitaire de Technologie Nancy-Brabois betreut.

Seit 43 Jahren besteht diese Partnerschaft zwischen den Hochschulen in Lemgo und in Nancy. Sie ist damit die älteste aktive deutsch-französische Hochschulpartnerschaft. Teil des Konzeptes ist auch ein gemeinsamer deutsch-französischer Studiengang, der es den Studierenden ermöglicht, im Rahmen nur eines Studiums einen französischen und einen deutschen Abschluss zu erwerben. Neben wissenschaftlichen Kontakten zwischen Arbeitsgruppen beider Hochschulen findet jährlich ein einwöchiger Besuch einer Gruppe von deutschen bzw. französischen Studierenden an der jeweiligen Partnerhochschule im anderen Land statt, gefolgt von einem entsprechenden Gegenbesuch einige Wochen später. Dieser ist in diesem Jahr Anfang Dezember geplant – erwartet werden 31 Studierende des Institut Universitaire de Technologie Nancy-Brabois sowie drei Studentinnen des deutsch-französischen Studienganges Industrielle Lebensmittel- und Bioproduktion mit drei Betreuerinnen. Dann stehen ebenfalls Besuche bei Unternehmen der Lebensmittelindustrie, wie der Zuckerfabrik in Lage, auf dem Programm – ergänzt von einem Empfang beim Bürgermeister und weiteren Freizeitangeboten, wie einem gemeinsamen Ausflug zur Lemgoer Weihnachtskirmes Kläschen. „Wir möchten die Studierenden dazu animieren, Auslandsphasen in ihre Studien- und Karriereplanung aufzunehmen. Außerdem bieten die Exkursionen den französischen und deutschen Studierenden Einblicke in Produktion, Regularien und internationale Verflechtung der Lebensmittelbranche“, erläutert Professor Danneel zum Hintergrund der regelmäßig organisierten einwöchigen Exkursionen.

Studiengang Industrielle Lebensmittel- und Bioproduktion

Lebensmitteltechnologinnen und -technologen befassen sich mit sämtlichen Phasen der Lebensmittelindustrie, von der Herstellung bis hin zur Vermarktung eines Produktes. Am Anfang des Bachelorstudiums Industrielle Lebensmittel- und Bioproduktion sind vor allem die biologischen, physikalischen und chemischen Grundlagen im Fokus. Aber auch Lebensmittelrecht und BWL stehen auf dem Stundenplan. Ergänzt wird dieses Wissen um die Anwendung biotechnologischer Verfahren. In der Spezialisierungsphase können dann Schwerpunkte der Lebensmitteltechnologie gewählt werden, darunter Back- und Süßwarentechnologie, Getränke- oder Fleischtechnologie. Was den Studiengang einzigartig macht, ist sein internationaler Charakter: Die Studierenden absolvieren einen Teil ihres Studiums in Nancy und erlangen sowohl den deutschen Abschluss Bachelor of Science, als auch den französischen Abschluss Licence Professionelle. Absolventinnen und Absolventen finden Arbeitsmöglichkeiten in der Lebensmittelindustrie und dem Handwerk, bei Lebensmittelzulieferern, in der Qualitätssicherung, in der Produktentwicklung, im Vertrieb sowie in Beratungsunternehmen.

Weitere Informationen zum Studium: www.hs-owl.de/studistart