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27. November 2018 16:05

Erfolgreiche Kooperation mit Siemens

Das Labor „Informatik für Technik und Produktion“ des Fachbereichs Produktion und Wirtschaft der Hochschule OWL arbeitet seit über zweieinhalb Jahren erfolgreich mit der Siemens Industrie Software GmbH zusammen. Startpunkt der Zusammenarbeit war ein zweijähriges Forschungsprojekt zur Integrierung von Hardware- und Software-Entwicklungsprozessen für Industrie 4.0-fähige Produkte. Nun veröffentlichte Siemens eine Fallstudie über die Hochschule OWL.

Die Produkte im Kontext von Industrie 4.0 haben sich massiv gewandelt: Sie bestehen zunehmend nicht mehr nur aus Hardware, sondern haben Software und Elektronik integriert. Die Entwicklung und Fertigung von Industrie 4.0-fähigen Produkten steht deshalb vor neuen Herausforderungen. Ziel des ersten Projekts aus dem Jahr 2016 war es, in der Produktherstellung Hardware- und Software-Entwicklungsprozesse für Industrie 4.0-fähige Produkte zu integrieren und einander anzupassen. Siemens förderte es sowohl mit 220.000 Euro als auch mit professionellem Service und Knowhow. Diesem ersten Forschungsprojekt folgte ein weiteres im Umfang von 110.000 Euro, in dem der digitale Zwilling für eine Demonstrationsmaschine erstellt und erprobt wird. Beide Projekte fanden im Rahmen des Forschungsschwerpunktes „DiMan – direkte digitale Fertigung im Kontext von Industrie 4.0“ statt und wurden im Fachbereich Produktion und Wirtschaft vom Labor für Informatik für Technik und Produktion durchgeführt, das Professor Andreas Deuter leitet. Wichtige Erkenntnisse aus den Forschungsprojekten überführte er konsequent in die Lehre: „Studierende können auf diese Weise moderne IT-Systeme, wie sie für eine digitalisierte Industrie benötigt werden, schon während des Studiums kennenlernen und ausprobieren“, so Professor Deuter.

Die gute Zusammenarbeit veranlasste die Firma Siemens außerdem dazu, eine Fallstudie über die Softwareentwicklung für Ingenieure an der Hochschule OWL zu erstellen. Die Hochschule OWL ist eine von wenigen deutschen Fachhochschulen, über die bislang eine erstellt wurde. „Dieser Bereich ist ebenso von der fortschreitenden Digitalisierung betroffen wie andere“, sagt Professor Andreas Deuter. „Unsere Studierenden benötigen daher für ihr späteres Berufsleben ein profundes Verständnis der Digitalisierung, und das vermitteln wir ihnen.“ Dieses Ziel erreicht Deuter unter anderem, indem er Studenten die Grundlagen der Softwareentwicklung lehrt. Neben Forschungsprojekten und der Ausgestaltung von Lehrinhalten gibt es mittlerweile weitere Punkte der Kooperation mit Siemens, wie zum Beispiel die Durchführung gemeinsamer Veranstaltungen.

Die Fallstudie ist im weltweiten Siemens-Netzwerk verfügbar und kann hier eingesehen werden.

DiMan
Der Forschungsschwerpunkt „DiMan – Direkte Digitale Fertigung im Kontext Industrie 4.0“ soll Wege finden, Industrie 4.0-fähige Produkte mittels der Anwendung direkter digitaler Fertigungstechniken zu entwickeln und zu produzieren. Die direkte digitale Fertigung umfasst die durchgängige Entstehung von Produkten von der Produktplanung durch den Konstrukteur über die Umsetzung mittels digitaler Fertigungstechniken bis hin zum fertigen Produkt und dessen Nutzung beim Kunden.