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30. Januar 2018 13:17

Erste Zwischenbilanz im Projekt Montexas4.0

Besuch der SmartFactoryOWL durch die wissenschaftlichen Partner im Verbundprojekt

Innovative Formen der assistenzgestützten Montagearbeit zu erforschen, entwickeln, umzusetzen und zu erproben, darum geht es im Projekt „Exzellente Montage im Kontext der Industrie 4.0“ – kurz »Montexas4.0«. Nach rund neun Monaten Projektlaufzeit hat sich Dr. Raymond Djaloeis vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) ein umfassendes Bild vom Stand der Forschungsarbeiten gemacht. Neben einer Besichtigung der SmartFactoryOWL standen Betriebsbesuche bei den Projektpartnern HOMAG und Spier auf dem Programm.

„Unser Ziel ist es, wichtige Grundlagen für hochproduktive und gleichzeitig belastungsoptimierte Arbeitssysteme im Bereich der manuellen Montage zu erforschen“, erläutert Projektleiter Professor Sven Hinrichsen vom Labor für Industrial Engineering des Fachbereichs Produktion und Wirtschaft. Um das Projektziel zu erreichen, arbeiten in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojekt unterschiedliche Disziplinen zusammen. Untersuchungen zur Belastung und Beanspruchung werden vom Institut für Psychologie der Universität Greifswald unter Leitung von Professor Manfred Bornewasser durchgeführt. Informationstechnische Fragestellungen bearbeitet eine Arbeitsgruppe von Professor Oliver Niggemann vom inIT bearbeitet. Das Labor für Industrial Engineering bringt seine Kompetenzen auf dem Gebiet der assistenzgestützten Montagesystemgestaltung ein.

Im Ergebnis des Projektes steht unter anderem ein Praxisleitfaden, der insbesondere kleine und mittlere Unternehmen bei der Auswahl, Konfiguration und Nutzung von Montageassistenzsystemen unterstützt. Umgesetzt wird dies durch ein beteiligungsorientiertes Vorgehen, indem Theorie und Praxis sich anwendungsorientiert miteinander verzahnen. Dazu zählt die experimentelle Erprobung von Demonstratoren im Labor sowie die anschließende Umsetzung und Evaluation in betrieblichen Montagebereichen. Mit der Einbeziehung von Fabrikausrüstern und Produktionsunternehmen wird ein breiter Transfer der Ergebnisse in die betriebliche Realität gewährleistet.

Das Projekt Montexas 4.0

Das Verbundprojekt »Montexas4.0« wird seit dem 1. April 2017 über drei Jahre mit rund 1,5 Mio. Euro im Rahmen des Programms „Zukunft der Arbeit" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut. Wissenschaftliche Verbundprojektpartner sind die Hochschule Ostwestfalen-Lippe (Projektleitung) und die Universität Greifswald. Betriebliche Verbundprojektpartner sind die Unternehmen HOMAG Kantentechnik aus Lemgo und Spier aus Steinheim.

Weitere Informationen und Ansprechpartner: https://www.hs-owl.de/montexas40/