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04. Dezember 2018 14:41

Erster Hackathon am FabLab Detmold

Der Gewinner-Entwurf „Modular Grid Structure“ stammt von Mahmoud Abdel Mohsen, Maria Eero, Max Müh und Pavel Furtsev. Foto: Mesä Wood

Die Teilnehmer des Detmolder Hackathons waren Erst- und Drittsemester des Master of Integrated Design (MID). Foto: Mesä Wood

Das FabLab Detmold hat zum ersten Hackathon 18 Studierende des Masterstudiengangs Integrated Design (MID) geladen. Zum Sieger-Team der eintägigen Veranstaltung wurden Mahmoud Abdel Mohsen, Maria Eero, Max Müh und Pavel Furtsev ernannt. Sie gewannen mit dem Projekt „Modular Grid Structure“.

Organisiert wurde der englischsprachige Hackathon von Tomás Mena, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Lehrgebiets Computer Added Design (CAD) an der Hochschule OWL, und dem finnischen Holzverarbeitungsunternehmen Metsä Wood. Für das Unternehmen war es bereits der vierte Open Source Wood Hackathon. Ziel der Veranstaltungen ist es laut dem Unternehmen, die Offenheit für die Verwendung von Holz im Bauwesen und die globale Zusammenarbeit in diesem Bereich zu erhöhen. Die Idee, den Hackathon in Detmold durchzuführen, entstand aus dem preisgekrönten Open Source Wood-Projekt „ClipHut“. Dieses flexible Bausystem begann ursprünglich als Detmolder Hochschulprojekt zur Erforschung von Holzverbindungen. Das Team von ClipHut um Tomás Mena, Maria Helena Wilkens und Thomaz Vieira lud Metsä Wood zum nächsten Hackathon an der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur ein.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Detmolder Workshops waren Erst- und Drittsemester des Masterstudiengangs Integrated Design (MID). Dazu wurden die 18 Studierenden in vier Gruppen eingeteilt. Ihre Aufgabe: Ein neues Gebäude mit Holzmodulen und -elementen für den Detmolder Campus der Hochschule OWL am Rechner zu entwerfen. „Aus den Ideen der einzelnen Teams wurden rasch 3D-Modelle“, sagt Tuukka Kyläkallio, Development Manager bei Metsä Wood und dort verantwortlich für den Bereich Open Source Wood. „Es war spannend zu sehen, wie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer innerhalb nur eines Tages solch beeindruckende Entwürfe erschaffen konnten.“

Gewonnen hat das Projekt „Modular Grid Structure“. Die Konstruktion besteht aus einem Dach aus einem sechseckigen Gitter, das von Gitterstützen getragen wird. Diese modulare, lasergeschnittene Struktur kann mit einem Berechnungsmodell effizient vorgefertigt werden. Die Gewinner durften im hochschuleigenen FabLab ein Modell ihres Entwurfs erstellen. In der Jury saßen Tuukka Kyläkallio (Metsä Wood), Professor Hans Sachs (Hochschule OWL) und Thomaz Vieira (ClipHut). „Der Open Source Workshop war für die Studierenden der ideale Rahmen, um sich auf eine spezifische Aufgabenstellung zu konzentrieren und verschiedene Entwurfsoptionen in kürzester Zeit zu entwickeln und zu testen. Die Entwicklung eines konstruktiven Gebäude-Systems aus Holz bildet hierbei die Grundlage für einen material-orientierten integrativen Designprozess, der komplexe 3D Modellierung, digitale Fertigung, Rapid Prototyping, Programmieren und architektonisches Entwerfen kombiniert“, sagt Professor Hans Sachs zusammenfassend.