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16. Dezember 2016 10:07

Fachveranstaltung zeigt moderne Stadtentwicklung mit traditionellem Baustoff Holz

Professor Reinhard Grell, Franz Stockmann, Henning Klattenhoff, Professorin Katja Frühwald-König, Michal Brunner, Andreas Kropp, Joachim Göckede

Henning Klattenhoff, Mehrgeschossiger Holzbau – Tragwerksplanung in der Kür

Die Veranstaltung „Holz im urbanen Raum“ am Montag, 12. Dezember 2016 zeigte, dass sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft des urbanen Bauwesens dem traditionellen Baustoff Holz gehört. Die etwa 70 Teilnehmer konnten sich davon überzeugen, dass innerstädtischer Holzbau zum einen eine sehr lange Tradition hat und gleichzeitig in seiner modernen Ausprägung viele Potenziale und Chancen für die moderne Stadtentwicklung mit sich bringt.

Zielgruppe der vom Cluster Holz OWL in Kooperation mit dem Studiengang Holztechnik der Hochschule Ostwestfalen Lippe und dem Regionalforstamt Ostwestfalen-Lippe organisierten Veranstaltung waren vor allem Architekten und Bauingenieure. Aber auch Studierende der Studiengänge Holztechnik, Architektur und Bauingenieurwesen der Hochschule Ostwestfalen Lippe, Vertreter der Kommunen und aus der Politik, Holzbaubetriebe und Vertreter von Forstbetrieben waren zur Veranstaltung eingeladen.

Unter der Moderation von Professorin Katja Frühwald-König zeigten die drei Referenten, welche Chancen der Baustoff Holz bei der Entwicklung von Objekten im urbanen Raum bietet. Der erste Vortrag spannte zunächst den Bogen in die Vergangenheit des innerstädtischen Einsatzes von Holz. Andreas Kropp, freier Architekt mit Büro in Warburg, der sich in den letzten Jahren auf den Bereich Bauen im Bestand und insbesondere auf die fachgerechte Sanierung alter, denkmalgeschützter Gebäude spezialisiert hat, hielt einen Vortrag über das Projekt der Sanierung des im Warburger Altstadtkern befindlichen, 550 Jahre alten „Arnoldi-Hauses“. Er stellte Herausforderungen bei der Sanierung, gesetzliche Vorgaben und Rahmenbedingungen sowie den Kostenrahmen, den alleine die Sanierung des Dachstuhls gekostet hat, vor. Im Anschluss präsentierte Henning Klattenhoff von der Firma Assmann Beraten und Bauen aus Hamburg, der als Tragwerksplaner im Bereich Holzbau tätig ist, mehrere Projekte, die er in seiner beruflichen Tätigkeit in England und Deutschland geplant und verwirklicht hat. Er ging dabei auf die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten im innerstädtischen Holzbau ein. Insbesondere die Hybridbauweise, in der vor allem Brettsperrholz mit Stahlbeton kombiniert wird, zeigt im Vergleich mit anderen Bauweisen, welche Vorteile der Einsatz von Holz beinhaltet. Den dritten Vortrag des Nachmittags hielt Michael Brunner von der Firma RothoBlaas. Er stellte das Unternehmen mit Sitz in Südtirol vor, welche sich seit 20 Jahren auf die Bereitstellung und Neuentwicklung von Verbindungsmitteln speziell für den modernen Holzbau spezialisiert hat. Vorgestellt wurden aktuelle Verbindungssysteme, die sich zum Teil noch in der Entwicklungsphase befinden.