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03. August 2017 16:18

Fraunhofer Lemgo: Anziehungspunkt für Internationale Technikbegeisterte

Der Doktorand Shuhui Qu von der Stanford University besucht für drei Monate das Fraunhofer IOSB-INA auf dem Campus Lemgo der Hochschule OWL. Bei seinem Aufenthalt möchte er sich vor allem über die aktuellen Entwicklungen in der Industrie 4.0 informieren, um effizientere und effektivere Konzepte für die Produktion entwickeln zu können.

Interview mit Doktorand Shuhui Qu, zu Gast bei Fraunhofer IOSB-INA, Lemgo
(Anm. d. Red.: Das Interview wurde aus dem Englischen übersetzt.)

Shuhui, herzlich willkommen hier in Deutschland und in Lemgo. Was sind Deine Pläne hier und was interessiert Dich als Wissenschaftler?

Ich habe vor, hier etwas über die Entwicklung der Industrie 4.0 in Deutschland kennenzulernen: mich mit der Spitzentechnologie vertraut zu machen und den hier bearbeiteten Forschungsthemen – und um etwas über die Produktion der nächsten Generation herauszufinden. Außerdem möchte ich verstehen, wie all das zur Verwirklichung der Industrie 4.0 beitragen wird und inwiefern es das Leben der Menschen und der Gesellschaft in unterschiedlichen Aspekten verbessern wird.  

Was wird das nächste Ziel auf Deiner Reise sein?

Nach meinem dreimonatigen Aufenthalt in Lemgo werde ich in die USA zurückkehren und mein Doktorat in Stanford beenden. Was ich hier gesehen habe und was unser Verständnis der Industrie 4.0 ist, möchte ich einbinden, um einige allgemeingültige Konzepte einer effizienteren und effektiveren Produktion zu entwickeln.  

Wie kam es zum Kontakt mit Fraunhofer und was hat Dich dazu bewegt, nach Lemgo zu kommen?

Professor Jie Wang von der Stanford University und Professor Jürgen Jasperneite von Fraunhofer Lemgo, der ein hochrangiger Gastdozent in Stanford ist, arbeiten eng zusammen. Professor Wang hat mir erzählt, dass hier in vielerlei Sicht ein sehr praktischer Ansatz der Industrie 4.0 verfolgt wird. Außerdem habe ich mit mehreren Unternehmen gesprochen, die mir dazu geraten haben, mir die deutschen produzierenden Unternehmen und die Fraunhofer-Gesellschaft einmal anzuschauen.

Wie waren die Atmosphäre und die Teamarbeit für Dich bisher?

Alle sind nett und freundlich zu mir. Man kann einfach auf die Leute zugehen und sie berichten gerne über Ihre Projekte, wenn sie Zeit haben. Sie sind von ihrer Arbeit hier begeistert.

Was ist Dein erster Eindruck vom Standort hier?


Ich denke, dass es in der SmartFactoryOWL viele Anwendungen und Möglichkeiten gibt, die Einbindung der IT in reale Produktionen aufzuzeigen. Die Demonstratoren bieten direkte und effektive Wege, um die Effizienz eines Systems zu verbessern. Es macht Spaß, viele interessante Projekte kennenzulernen, in denen mit unterschiedlichen technischen Ansätzen neue Lösungen entwickelt werden.

Hast Du etwas Bestimmtes an der Kultur oder dem Essen entdeckt, das Du sehr schätzt?


Das ausgewogene Verhältnis von Berufs- und Privatleben wird hier gut bewahrt.
Die Menschen arbeiten hart während der Arbeitszeit, konzentrieren sich und kommen in ihren Projekten voran. Nach der Arbeit wissen sie das Leben zu genießen.

Vielen Dank für das Interview, Shuhui. 

 

Autor: Mischa Gutknecht-Stöhr vom Fraunhofer-Anwendungszentrum Industrial Automation (IOSB-INA)