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06. März 2018 10:44

Fulbright-Stipendium für Architektur-Studentin

Professor Jens-Uwe Schulz gratuliert Angelina Aziz zu ihrem Erfolg. Foto: Teschner

Architektur-Studentin Angelina Aziz erhält das renommierte Fulbright-Stipendium für einen mehrmonatigen Auslandsaufenthalt in den USA. Mit dem Geld wird die 24-Jährige ab August für ein Semester an der University of Florida in Gainesville studieren.

Nach dem Bachelor-Studium der Architektur am Fachbereich Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur studiert Angelina Aziz derzeit im Master Integrated Design die Vertiefungsrichtung „Computational Design“. „Das Prestige hat mich gereizt“, sagt die 24-Jährige über die Beweggründe ihrer Bewerbung bei Fulbright. Dabei war der Aufwand beträchtlich. Bereits im Juni 2017 reichte sie ihre achtteiligen Bewerbungsunterlagen im International Office der Hochschule OWL ein. Es folgte ein mehrstufiges Auswahlverfahren. Nach dem Überstehen der ersten Runde folgte Ende September 2017 eine Einladung nach Berlin zu einem Bewerbungsgespräch vor der Fulbright-Kommission. „Da habe ich mich dann auf Fragen zur amerikanischen Geschichte vorbereitet“, erzählt Aziz. Auf Englisch, versteht sich. „Das war schon alles sehr zeitintensiv.“ Mit ihr in dieser Runde waren noch 60 weitere Bewerberinnen und Bewerber im Rennen. Genommen wurde am Ende etwa ein Drittel, so ihre Schätzung.

„Wir freuen uns, Ihnen nach Abschluss des Auswahlverfahrens mitzuteilen, dass Ihre Bewerbung erfolgreich war“, hieß es dann im November in einem Schreiben an Angelina Aziz. Bis zu 3.850 US-Dollar pro Studienmonat, abhängig von den tatsächlichen Kosten, stehen der Masterstudentin damit zu. Die University of Florida ist günstiger, da bei einer Partner-Universität der Hochschule OWL keine Studiengebühren anfallen, weiß Aziz. Vom 22. August bis 16. Dezember 2018 wird sie in Gainesville studieren.

Dabei darf sie keine Master-Thesis mit dem Stipendienaufenthalt in den USA verbinden. So wird sich das Studium etwas in die Länge ziehen, da sie extra Module offen gelassen hat, um sie in Amerika zu absolvieren. Doch das ist es ihr wert. „Ich mag die Offenheit der Leute dort“, weiß sie von Verwandtenbesuchen in Texas. Und: „In den USA sind die Labs sehr gut ausgestattet.“ Dort gebe es Studio Labs mit neuesten Technologien, die sich gut mit ihrem Studienfach Computational Design verbinden lassen. Ideen, was sie in ihrem Auslandssemester erforschen möchte, hat sie auch schon: „Vielleicht könnte ich intelligente Gebäude entwickeln, die eventuell sturmresistenter sind.“

Geholfen bei der Bewerbung haben ihr nicht zuletzt auch die Empfehlungsschreiben von Professor Jens-Uwe Schulz, Professor Uta Pottgiesser und Professor Manfred Lux. Letzterer war ebenfalls einmal Fulbright-Stipendiat und weiß, worauf es ankommt. „Das Bewerbungsverfahren bei Fulbright ist sehr komplex und aufwändig“, berichtet Lux. Talentierte Studierende können sich deshalb diesbezüglich immer gerne an ihn oder Professor Schulz wenden.

Hintergrund: Das Fulbright-Austauschprogramm genießt weltweit hohes Ansehen. Es richtet sich nach eigenen Aussagen an „vielversprechende Talente und junge Persönlichkeiten, die den akademischen und kulturellen Dialog mit den USA aktiv befördern“. Ein mehrstufiges Auswahlverfahren entscheidet darüber, welche Bewerberinnen und Bewerber fachlich und persönlich am besten für die Teilnahme am Fulbright-Austausch geeignet sind. Mit den Stipendien fördert die Fulbright-Kommission Studienaufenthalte, die auf die Vertiefung des fachlichen Studiums an US-Hochschulen auf dem Niveau der „Graduate Studies“ (Master’s/PhD) zielen und dadurch die wissenschaftlichen Kontakte zwischen deutschen und amerikanischen Hochschulen stärken. Die Stipendien richten sich an deutsche Studierende und Absolventen von Universitäten und Fachhochschulen. Die Förderung wird für ein vier- bis neunmonatiges Studium mit Beginn im August/September bereitgestellt. Die Stipendienleistungen für ein Fulbright-Studienstipendium beziehen sich auf die anteilige Finanzierung der Lebenshaltungskosten und Studiengebühren und betragen bis zu 3.850 US-Dollar pro Studienmonat.

Infos zu Fulbright und weiteren Stipendien: http://www.hs-owl.de/fb1/de/international/stipendien/studium.html

Infos zu Fulbright:
Professor Jens-Uwe Schulz, jens-uwe.schulz(at)hs-owl.de;
Professor Manfred Lux, manfred.lux(at)hs-owl.de