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21. November 2014 09:25

Gründung einer ArbeiterKind-Gruppe an der Hochschule OWL

Kinder, der Eltern nicht studiert haben, entscheiden sich seltener für ein Studium, als Gleichaltrige aus Akademikerfamilien.

Die Chancen, dass ein junger Mensch sich für ein Studium entscheidet, sind geringer, wenn seine Eltern nicht studiert haben. Deshalb hat sich an der Hochschule OWL jetzt eine eigene lokale Arbeiterkind-Gruppe gegründet, um diesen sogenannten „Studienpionieren“ den akademischen Einstieg zu erleichtern. Die gemeinnützige Initiative ist bundesweit in 70 lokalen Gruppen aktiv.

Junge Menschen aus einem Elternhaus ohne akademischen Hintergrund haben eine größere Hemmschwelle, sich für ein Studium zu entscheiden. Im Studium selbst haben sie oft mehr oder andere Probleme dabei, sich im Hochschulalltag zurechtzufinden. Für diese Studieninteressierten hat die Hochschule OWL das Projekt Studienpioniere eingerichtet, das umfassende Unterstützung im Verlauf des Studiums sowie beim Berufseinstieg bietet. Im Rahmen dieses Projektes haben sich Studierende der Hochschule nun mit der Initiative ArbeiterKind.de zusammengeschlossen und eine eigene lokale ArbeiterKind-Gruppe eingerichtet.

Zur Gründung der Hochschulgruppe kam Cara Coenen, Regionalkoordinatorin im NRW-Büro von ArbeiterKind.de, auf den Campus in Lemgo. Die lokale Gruppe soll nun regelmäßig Stammtische ausrichten, um eine unverbindliche Austausch-Plattform anzubieten. Zudem wird Friederike Menz, Projektleiterin Studienpioniere an der Hochschule OWL, zukünftig gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern von Arbeiterkind.de Schulen besuchen. Interessierte Studierende, Alumni oder andere bereits berufstätige Studienpioniere sind herzlich eingeladen, sich in der ArbeiterKind-Gruppe zu engagieren. Zudem steht Friederike Menz als Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um den Studieneinstieg und -verlauf an der Hochschule OWL zur Verfügung.

Über das Projekt Studienpioniere
Studierende aus Elternhäusern ohne akademische Tradition mit und ohne Migrationshintergrund, so genannte Studienpioniere, sind an den deutschen Hochschulen unterrepräsentiert und brechen ihr Studium überdurchschnittlich häufig ab. Dieser Bildungsungleichheit möchte die Hochschule OWL begegnen und bewarb sich daher im letzten Jahr erfolgreich im Programm „Studienpioniere“ des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft und der Stiftung Mercator, bei dem sie als eine von deutschlandweit neun Bildungseinrichtungen eine Förderung von 300.000 Euro erhielt. Damit werden vor allem Stipendien geschaffen. Mit Friederike Menz steht außerdem ein besonderes Informations- und Beratungsangebot zur Verfügung.

Über ArbeiterKind.de
Die Initiative ArbeiterKind.de arbeitet gemeinnützig und ist mit bundesweit über 5.000 ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren in 70 lokalen Gruppen aktiv. ArbeiterKind.de ermutigt Schülerinnen und Schüler aus Familien, in denen noch niemand oder kaum jemand studiert hat, zum Studium und unterstützt sie vom Studieneinstieg bis zum erfolgreichen Studienabschluss.

Kontakt:
Friederike Menz, Projektleitung Studienpioniere
Telefon: 05261/702 5994
E-Mail: friederike.menz(at)hs-owl.de