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21. September 2017 15:30

Grünes Licht für die nächsten Schritte zur „Smart FOODFACTORY“

Ready to go: Die Hochschule OWL kann die nächsten Schritte für eine weitere Forschungsfabrik – die „Smart FOODFACTORY“ gehen. Die im Rahmen des NRW Wettbewerbs „EFRE Forschungsinfrastrukturen“ eingereichte Projektskizze wurde positiv bewertet. Das schafft nun die Möglichkeit, eine einzigartige Forschungseinrichtung rund um das Thema intelligente Lebensmittelproduktion auf dem Innovation Campus Lemgo zu verorten. Hier wird die Hochschule OWL mit Partnerinnen und Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft kreative Denk- und Lösungsansätze zu zukunftsweisenden Technologien in der Lebensmittelbranche entwickeln. Das Ziel: die grundlegende Verbesserung der Qualität und Sicherheit unserer Lebensmittel sowie mehr Nachhaltigkeit in deren Produktion.

„Mit der Smart FOODFACTORY setzt die Hochschule OWL neue Maßstäbe in Lehre und Forschung bei Industrie 4.0 im Lebensmittelbereich“, so Professor Jürgen Krahl, Präsident der Hochschule OWL. „‘Where food meets IT‘ ist der Leitgedanke, dem wir im Forschungsverbund ‚SmartFoodTechnologyOWL‘ bereits erfolgreich mit unseren Partnern folgen – die neue Forschungsfabrik ist ein weiterer Meilenstein für den Innovation Campus Lemgo und eröffnet eine neue Ebene für Forschung und Transfer. Durch die Smart FOODFACTORY wird auch der Studienort Lemgo für junge Menschen noch attraktiver, weil wir unsere Lehre immer nach den neuesten Forschungsergebnissen ausrichten.“

Unter anderem wird die „Smart FOODFACTORY“ insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) oder auch Unternehmensgründerinnen und -gründern mit eingeschränkten Forschungsmöglichkeiten die notwendige Infrastruktur zur Verfügung stellen, um gemeinsam mit der Hochschule OWL kreative Lösungsansätze zu erforschen und profitabel umzusetzen. Die Hochschule OWL ist nun aufgefordert die formalen Förderunterlagen einzureichen, um das Projekt mit rund neun Millionen Euro aus dem Programm „OP EFRE NRW“ starten zu können. Eine Eigenbeteiligung von rund einer Million Euro von Seiten der Hochschule ist vorgesehen. „Gemeinsam mit unseren Partnern sehen wir die Digitalisierung auch im Lebensmitteltechnologiebereich als eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben“, sagt Professor Stefan Witte, Vizepräsident für Forschung und Transfer der Hochschule OWL. „Die geplante ‚Smart FOODFACTORY‘ schafft ein neuartiges Forschungsumfeld, das in dieser Weise und mit dieser Zielsetzung bisher einzigartig in Deutschland ist.“

2000 Quadratmeter Industrie 4.0-Expertise für die Lebensmittelproduktion
Konkret zielt das Projekt darauf, auf einer Fläche von etwa 2000 Quadratmetern Equipment auf höchstem Niveau und Expertise aller notwendigen Forschungsdisziplinen (Lebensmittelherstellung, chemische Analytik, Sensorik, Bild- und Datenverarbeitung, Sensortechnik, Mess- und Regeltechnik, Automation) bereitzustellen. An flexiblen modularen Lebensmittel-Produktionsanlagen können mit Industrie-4.0-Ansätzen Ergebnisse generiert, übertragen und demonstriert werden. Insbesondere für interdisziplinäre Arbeitsgruppen oder Gründerinnen und Gründer stehen Projekträume und coworking spaces zur Verfügung.  Geplant sind außerdem Fachveranstaltungen und Schulungen, für die Präsentations- und Kommunikationsbereiche Raum bieten. „In der ‚Smart FOODFACTORY‘ werden wir innovative Forschungsvorhaben durchführen, mit denen die Herstellungsprozesse von Lebensmitteln sicherer, wirtschaftlicher und umweltfreundlicher gemacht werden“, so Professor Hans-Jürgen Danneel vom ILT.NRW, der das Konsortium leiten wird.

Die Hochschule OWL
Mit einem Drittmittelvolumen von über zehn Millionen Euro bei einem Grundhaushalt von 34 Millionen Euro und 171 Professuren gehört die Hochschule OWL zu den forschungsstärksten Fachhochschulen in Deutschland. Am Campus Lemgo sind zwei profilbildende Forschungsschwerpunkte mit herausragenden Kompetenzen in den Bereichen Lebensmitteltechnologie und Intelligente Automation verortet. Beide zusammen tragen heute mit circa 50 Prozent zum Drittmittelaufkommen der Hochschule bei und sind in Instituten organisiert: dem Institut für Lebensmitteltechnologie. NRW (ILT.NRW) und dem Institut für industrielle Informationstechnik (inIT). Diese beiden Institute bilden die wissenschaftliche Basis zur Nutzung und Umsetzung der neuen Forschungsinfrastruktur in der „Smart FOODFACTORY“ und kooperieren dabei mit dem Fraunhofer Anwendungszentrum IOSB-INA und Partnern der Lebensmittelindustrie. Die „Smart FOODFACTORY“ ist Teil eines Gesamtentwicklungskonzeptes „Innovation Campus Lemgo“, das entlang der Innovationskette »Bildung-Forschung-Wirtschaft» ein Quartier für Innovationen im Bereich der digitalen Wirtschaft schaffen will.

Förderprogramm „OP EFRE NRW“
Das Kürzel steht für das „Operationelle Programm Nordrhein-Westfalens für die Förderung von Investitionen in Wachstum und Beschäftigung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“. Dabei handelt es sich um ein umfassendes Förderpaket mit einem Volumen von insgesamt rund 2,4 Milliarden Euro (die Hälfte davon stammt aus EU-Fördergeldern), das die Zukunft des Landes NRW im Blick hat. Mehr Infos unter www.efre.nrw.de/efre-programm/op-efre-nrw/