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16. Oktober 2015 12:12

Herbstempfang der Hochschule OWL

Dr. Oliver Herrmann begrüßte die rund 300 Gäste im Audimax der Hochschule.

Hochschulpräsident Dr. Oliver Herrmann (links) und Professor Stefan Witte, Vizepräsident für Forschung und Technologietransfer, gratulierten dem Preisträger des Forschungspreises 2015 – Professor Oliver Niggemann (Mitte).

Lob für außergewöhnliche Lehre: Professor Korbinian von Blanckenburg (2. v. r.) bekam den Lehrpreis 2015 verliehen. Dr. Oliver Herrmann, die Studierenden Katrin Köberling und Sebastian Keller sowie Professor Burkhard Wrenger, Vizepräsident für Lehre und Internationalisierung, gratulierten (v.l.).

Die Studenten Willi Hilbert, Johannes Nock und Steffen Wenk (hier seine Vertretung, v. l.) wurden von der Hochschulgesellschaft für ihr außergewöhnliches Engagement ausgezeichnet. Vorstandsvorsitzender Professor Andreas Niegel (ganz links) und Präsident der Hochschulgesellschaft Professor Dieter Dresselhaus (rechts) freuten sich mit ihnen.

Feierliches Ambiente: Für den Herbstempfang wurde das Foyer im Hauptgebäude festlich gestaltet.

Eine Hochschule im Wandel: Beim traditionellen Herbstempfang hat die Hochschule Ostwestfalen-Lippe gestern auf das akademische Jahr 2014/2015 zurückgeblickt. Über 300 Mitglieder, Freunde und Förderer der Hochschule OWL waren der Einladung auf den Lemgoer Campus gefolgt, um sich gemeinsam über aktuelle Veränderungen und Herausforderungen in der Hochschullandschaft auszutauschen. Zu den zahlreichen Höhepunkten zählten mehrere Preisverleihungen und ein Vortrag des Comedyredners Dr. Jens Wegmann.

Hochschulpräsident Dr. Oliver Herrmann ging in seiner Begrüßungsrede auf die wesentlichen Veränderungen in der Hochschullandschaft im vergangenen akademischen Jahr und ihre Auswirkungen auf die Hochschule OWL ein. Dazu gehören die veränderten Rahmenbedingungen im Hochschulpakt III, die Bauprojekte am Campus sowie die Forderung, die Exzellenzinitiative 2017 auch für Fachhochschulen zu öffnen. „Wir alle beobachten eine sich immer weiter entwickelnde Hochschule, die sich den stetig verändernden Rahmenbedingungen anzupassen weiß“, sagte Herrmann und lobte damit alle Mitglieder der Hochschule für ihr Engagement. „Wir haben in den vergangenen Jahren erheblich mehr Studierende aufgenommen, als die Auslastung der Hochschule vorsieht – das gute Image der Hochschule und die Qualität in Lehre und Forschung haben darunter aber nicht gelitten.“ 80 Prozent der diesjährigen Erstsemester haben in einer Befragung angegeben, dass die Hochschule OWL ihre erste Wahl sei. „Damit sind wir sehr zufrieden, aber wir werden uns darauf nicht ausruhen“, kündigte Dr. Herrmann an.

Über 300 Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik nahmen am Herbstempfang teil. Ein Höhepunkt des Abends war die Verleihung der beiden jährlich vergebenen Hochschulpreise: Für besondere Leistungen in der Forschung und in der Lehre vergab das Präsidium der Hochschule OWL jeweils 10.000 Euro – ein zweckgebundenes Preisgeld, das die Kernbereiche der Bildungseinrichtung unterstützt.

Professor Oliver Niggemann ist Preisträger des diesjährigen Forschungspreises. „Er hat nennenswert dazu beigetragen, dass die Reputation und der Erfolg der Hochschule OWL im Forschungsbereich in den letzten Jahren deutlich gesteigert werden konnte“, sagte Professor Stefan Witte, Vizepräsident für Forschung und Technologietransfer, in seiner Laudatio. Seine Forschungsarbeiten am Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) im Bereich „Intelligente Technische Systeme“ zeichnen sich durch ein sehr hohes wissenschaftliches Niveau, aber zugleich innovative Anwendungsnähe aus, so Witte. Diese Praxisnähe findet auch Einfluss auf die Lehre und den wissenschaftlichen Nachwuchs – Niggemann sei eine der treibenden Kräfte bei der Einrichtung eines Graduiertenzentrums der Hochschule OWL sowie des Promotionskollegs ISA, führte Witte weiter aus: „Ihm ist es zu verdanken, dass wir die ‚International Graduate School‘ in Zusammenarbeit mit der Universität Paderborn gewinnen konnten.“ Diese Symbiose aus ambitionierter Forschungskompetenz und innovativer Lehre sei herausragend.

„Der Vorlesungssaal ist schon voll, bevor er ihn betritt“, so Sebastian Keller in der Laudatio für Professor Korbinian von Blanckenburg, der in diesem Jahr mit dem Lehrpreis der Hochschule ausgezeichnet wurde. Professor von Blanckenburg ist im Fachbereich Produktion und Wirtschaft tätig und für das Fach Wirtschaftsmathematik verantwortlich. Die Studierenden Katrin Köberling  und Sebastian Keller lobten den 36-Jährigen für sein außerordentliches Engagement. „Professor von Blankenburg scheut sich nicht davor, ein Thema solang zu erklären, bis er alle damit erreicht hat“, sagte Köberling. Außergewöhnlich sei außerdem die Einbindung der Studierenden in die Vorlesung. In einer typischen Vorlesung entwickle Professor von Blanckenburg die Inhalte digital handschriftlich auf Folien – im Dialog mit den Studierenden. Inhaltliche Fragen werden mit einem Feedback-System per Smartphone von den Studierenden live beantwortet.

Eine weitere Auszeichnung vergab der Förderverein der Hochschule – die Hochschulgesellschaft OWL. Ihr Präsident Professor Dieter Dresselhaus überreichte Preise im Wert von insgesamt 3.000 Euro für außergewöhnliches Engagement an die Studierenden Willi Hilbert, Steffen Wenk sowie Johannes Nock. Willi Hilbert engagiert sich als Studierendenvertreter im Senat, ist Vorsitzender des Studierendenparlaments und arbeitete bei der Reakkreditierung des Studiengangs Innenarchitektur und am Forschungsprojekt „Kompetenzforderungen an Absolventen der Hochschule OWL“ mit. Steffen Wenk erhielt den Preis unter anderem für sein Engagement in verschiedenen studentischen Projekten an der Hochschule, darunter das Kolumbien-Projekt. Johannes Nock gründete das Queer-Referat des Allgemeinen Studierendenausschusses der Hochschule, das unter anderem die Interessen von Studierenden mit homosexueller Orientierung bzw. von Studierenden, die traditionelle Geschlechterrollen hinterfragen, vertritt.

Eingerahmt wurden die Preisverleihungen von unterhaltsamen Musik- und Medienbeiträgen. Filmisch begeisterten Spots von Studierenden des Fachbereichs Medienproduktion, wie zum Beispiel ein Imagespot für die Stiftung Eben-Ezer oder der Kurzfilm „Selfie from hell“, der inzwischen schon weltweite Erfolge feiert.  Das „Pathos Quartett“ der Hochschule für Musik Detmold spielte klassische Musik, die dem Empfang ein besonders feierliches Ambiente verlieh. Der Herbstempfang klang mit einem geselligen „Get-together“ im Foyer des Hauptgebäudes aus.