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26. April 2018 15:43

Hochschule OWL präsentiert sich auf der Hannover Messe

Mit Unterstützung des innovationslaborOWL entwickelt sich die ClipHut zu einem Start-up-Unternehmen weiter: Christin Meier, Nikolas Rolf (beide innovationslaborOWL), Thomaz Vieira und Tomas Mena (beide ClipHut). Foto: ClipHut

Die Hochschule OWL gibt auf der Hannover Messe am Gemeinschaftsstand des Spitzenclusters it’s OWL Einblick in unterschiedliche Forschungsthemen: Noch bis zum 27. April 2018 können die Messebesucherinnen und -besucher sich informieren – über die Fabrik der Zukunft und die Digitalisierung der Lebensmittelbranche. Auch das Start-up-Team ClipHut hat die Messe genutzt, um neue Kontakte zu knüpfen.

Auf der Hannover Messe, der weltweit größten Industrieschau, stellen das Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) der Hochschule OWL und das Fraunhofer IOSB-INA digitale Innovationen in der IT-basierten Automation vor und zeigen in Live-Präsentationen Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten, wie die Fabrik der Zukunft aussehen könnte. Von Schlagworten wie Künstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen, Sensor- und Informationsfusion, über Cybersicherheit, Internet der Dinge bis zu intelligenten Assistenzsystemen – die Digitalisierung hält Einzug in alle Bereiche der industriellen Produktion. Geht es nach den Forschern vom inIT und Fraunhofer IOSB-INA, bietet die digitale Fabrik der Zukunft reichlich Potentiale, den Menschen im Produktionsumfeld zu unterstützen und zu entlasten. So können intelligente Automatisierungstechnologien und digitale Assistenzsysteme zunehmend eigenständig Entscheidungen treffen, die gleichzeitig den Menschen in seiner Arbeit unterstützen – ihn beispielsweise von monotonen, repetitiven oder gefährlichen Aufgaben befreien oder den Prozess einer Anlagenüberwachung und -wartung optimieren.

smartFoodTechnologyOW: Lebensmittel treffen auf Digitalisierung

Wer Lebensmittel produziert, muss vielen Anforderungen gerecht werden: Lecker und preisgünstig sollen sie sein, von hoher Qualität aber dennoch lange haltbar. Die Produktion muss sicher und nachhaltig sein und sozialen Standards gerecht werden. Die Digitalisierung kann dabei neue Lösungen liefern und Impulse setzen – doch in der Lebensmittelbranche ist sie noch vergleichsweise schwach umgesetzt. Während in anderen Produktionsketten Automationslösungen der Industrie 4.0 bereits weit verbreitet sind, besteht bei der Herstellung von Nahrungsmitteln in Sachen Digitalisierung noch großer Forschungs- und Transferbedarf. In diesem Themengebiet ist das Institut für Lebensmitteltechnologie.NRW (ILT.NRW) in Zusammenarbeit mit dem Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) der Hochschule OWL einer der bundesweiten Vorreiter. Die gemeinsamen Aktivitäten im Projekt smartFoodTechnologyOWL stellen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Hannover Messe vor. Einblicke in die Forschung zeigt der WDR in diesem Video-Beitrag (verfügbar bis zum 30. April): Lokalzeit OWL

ClipHut: aus dem Studium ins eigene Unternehmen

Wie können Architektur und Technologie dabei helfen, Obdachlosigkeit zu bekämpfen? Die „ClipHut“ von Studierenden der Hochschule OWL ermöglicht ein schnelles, kostengünstiges und flexibles Bauen. Aus dieser Idee entsteht jetzt ein Start-up-Unternehmen, das sich am 23. April auf dem it’s OWL-Gemeinschaftstand auf der Hannover Messe präsentiert hat. „Wir haben für diesen Tag eine Clip-Hut im 1:1-Maßstab aufgebaut“, berichtet Maria Wilkens vom Team. Die Messebesucher konnten sich über das Steck-System und dessen Vorteile informieren und sich mit den Entwicklern vor Ort austauschen. An einem Test-Stand konnten die eigens entworfenen Clips ausprobiert und verschiedene Fassadenvarianten betrachtet werden. „Staatssekretär Christoph Dammermann vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie in NRW und Oliver Wittke, Parlamentarischer Staatssekretär des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, sowie unterschiedliche Delegationen haben sich am Start-up-Gemeinschaftsstand über die Konstruktionsweise informiert, den Clip getestet und mit den Austellern intensiv über die Einsatzmöglichkeiten diskutiert“, so Wilkens.

Das ClipHut-Projektteam bestand ursprünglich aus zwölf Studierenden des Masters of Integrated Design (MID) mit der Fachrichtung Computational Design. Ihre Idee, die sie erstmals im Sommer 2017 der Öffentlichkeit vorstellten: ein digital entworfenes Konstruktionssystem für den temporären Wohnungsbau. Die Kernstruktur der ClipHut besteht aus gefrästen Holzelementen. Die Clips werden zu einer Art Fachwerk zusammengesteckt. Die Konstruktion ist so konzipiert, dass es auch Laien möglich ist, das System zu montieren. Die drei Studierenden Thomaz Vieira, Tomas Mena und Maria Helena Wilkens entwickeln das Projekt nun unabhängig von Lehrveranstaltungen mit der Unterstützung der Hochschule OWL und des innovationslaborOWL zu einem Start-up-Unternehmen weiter.

Auch eine weitere Ausgründung der Hochschule OWL präsentiert sich bei der Hannover Messe: Das Unternehmen Viafly entwickelt intelligente Drohnensysteme für die Wirtschaft der Zukunft. Es ist ansässig im knOWLedgeCUBE der Hochschule OWL, der Gründungsinteressierte beim Schritt auf den Markt unterstützt.