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16. November 2018 16:19

Holztechnik an der Hochschule OWL: lange Vergangenheit und Zukunftsvisionen

Professor Martin Stosch (li.) von der Hochschule OWL dankt Dr. Hannes Frank, Studiengangsinitiator und Aufsichtsrat der Jowat SE, für sein jahrzehntelanges Engagement für den Studiengang Holztechnik mit einem Holzhobel.

Professor Reinhard Grell, Dekan des Fachbereichs Produktion und Wirtschaft, erörterte die Bedeutung des Studiengangs Holztechnik für die Möbel- und Zulieferindustrie.

130 Gäste, darunter Studierende, Absolventinnen und Absolventen sowie Freunde und Förderer, kamen um das 20-jährige Jubiläum des Studiengangs Holztechnik zu feiern.

Hochschulpräsident Professor Jürgen Krahl betont in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung der Holztechnik für die Weiterentwicklung des Innovation Campus Lemgo.

Am 16. November 2018 feierte der Studiengang Holztechnik der Hochschule OWL sein 20-jähriges Jubiläum. Aktuelle und ehemalige Studierende sowie Freunde und Förderer des Studiengangs aus Wirtschaft und Politik blickten zurück – und in die Zukunft: Das Fachgebiet bringt sich mit Impulsen in die Entwicklung des Innovation Campus Lemgo ein.

„Es ist mir eine große Freude, bei diesem Jubiläum dabei zu sein. Das Fachgebiet Holztechnik bedeutet nicht nur für die Hochschule und den Innovation Campus Lemgo ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal, sondern ebenfalls für die Region OWL“, sagt Hochschulpräsident Professor Jürgen Krahl und ergänzt: „Unsere Vision von einer Smart Wood Factory nimmt damit zunehmend Gestalt an.“ Angedacht sei eine zukunftsweisende Denk- und Forschungsfabrik für Konstruktionen und Bauteile aus nachwachsenden Rohstoffen insbesondere Holz- und leichte Holzwerkstoffe, die den Innovation Campus Lemgo zusätzlich als Ort der holztechnischen Kompetenz inmitten des "Holz‐ und Möbelcluster OWL" bündeln soll. Der Innovation Campus Lemgo konzentriert an einem Ort Akteure aus beruflicher und akademischer Bildung, Forschung, Handwerk und Industrie entlang der kompletten Innovationskette der digitalen Wirtschaft. Der Campus ist damit internationale Austauschplattform und Kern für die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen im Themenfeld Smart System Technologies und vernetzt Partner im Dreiklang „Bildung – Forschung – Wirtschaft“.

„An der Hochschule OWL werden seit 20 Jahren Studierende mit besonderen Fokus auf dem Werkstoff Holz ausgebildet – Fachkräfte nicht nur für die regionale und nationale Möbel- und Zulieferindustrie, sondern auch international gefragte Expertinnen und Experten für die Holzbe- und -verarbeitung“, sagt Professor Reinhard Grell, Dekan des Fachbereichs Produktion und Wirtschaft, und betont: „Dabei sind Absolventinnen und Absolventen aus Lemgo nicht nur in der Region Ostwestfalen-Lippe tätig, sondern auch deutschlandweit und im Ausland.“ Rund 130 Gäste kamen am 13. November zur Hochschule OWL, um das 20-jährige Jubiläum des Studiengangs Holztechnik im Audimax zu feiern und bei der abschließenden Podiumsdiskussion „Holztechnik 2030 – Quo vadis?“ den Blick in die Zukunft zu richten. Darunter waren Studierende, Absolventinnen und Absolventen sowie Freunde und Förderer der Holztechnik der Hochschule OWL. Eingeladen hatten der Studiengang Holztechnik und der Holzhanse e.V., der Alumniverein des Studiengangs, zu einem Kolloquium, um Karrierewege erfolgreicher Alumni zu zeigen und aktuelle und zukünftige Fragestellungen der Branche zu diskutieren. In drei Themenblöcken gaben Referentinnen und Referenten Einblick in aktuelle Themen aus den Bereichen „Holzwerkstoff und Beschlag“, „Lehre und Forschung“, „Daten, Möbel, Bau“.

Der Studiengang ist bis heute einzigartig in Nordrhein-Westfalen und weit über die Grenzen des Bundeslandes hinaus bekannt. „Das liegt zum einen an der sehr guten anwendungsorientierten Lehre, den hervorragenden Netzwerk mit der Wirtschaft sowie der Forschungsstärke und zum anderem an dem sehr großen Engagement des Holztechnik-Teams“, sagt Präsident Krahl. Bereits seit seiner Gründung beteiligt sich der Studiengang mit einem großen, eigens gebauten Messestand und immer neuen Aktionen an der Messe Ligna, einer der größten Fachmessen zum Thema Holzverarbeitung und Holzbearbeitung. Im Jahr 2000 erfolgte der Spatenstich für das Holzlabor als Anbau an das bestehende Laborgebäude des Fachbereichs Produktion und Wirtschaft, das mehr Platz zur wissenschaftlichen Entfaltung und zum praktischen Arbeiten bot. Dieser neugewonnene Platz wird seitdem für zahlreiche Projekte, auch außerhalb der Lehrveranstaltungen genutzt. Darunter kuriose Bauten, wie ein riesiger Menschenkicker, in dem reale Personen gegeneinander spielen, oder alltägliches, wie Möbel oder Boote. Besonders viele Studierende der Holztechnik engagieren sich zudem in studentischen Projekten, wie den Hilfsprojekten für Chile oder Ghana, die auch von Professorinnen und Professoren der Holztechnik sowie dem Holzlabor unterstützt werden.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verbindung der Holztechnik mit dem Leichtbau: Die Lemgoer Holztechniker waren vor zehn Jahren Mitinitiatoren des Interessengemeinschaft Leichtbau e.V. (kurz: igeL), der sich die vorwettbewerbliche Förderung der Leichtbaukonstruktion im Möbel- und Innenausbau zum Ziel gesetzt hat. Diese langjährige Erfahrung soll wie beispielsweise auch der Holzbau mit Laubholz und das Thema Production Excellence auf dem Innovation Campus Lemgo künftig an Fahrt gewinnen – die Überlegungen für eine Smart Wood Factory sollen jetzt in konkrete Planungen, Kooperationen und Anträge überführt werden.

Kontakt:
Professor Reinhard Grell
Dekan des Fachbereichs Produktion und Wirtschaft
E-Mail: reinhard.grell(at)hs-owl.de
Tel.: 05261 702 5143