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08. Dezember 2016 11:22

inIT veranstaltete 5. Jahreskolloquium BVAu 2016 in Lemgo

Tagungsleitung und Programmkomitee der BVAu: (v.l.n.r.) Alexander Fritze (inIT), Professor Ralf Salomon (University of Rostock), Dr. Uwe Mönks (inIT), Professor K. Schaschek (Stuttgart Media University), Dr. Steffen Priesterjahn (Dibold Nixdorf), Dr. Helene Dörksen (inIT), Prof. Dr. Volker Lohweg (inIT).

Jahreskolloquium BVAu 2016: Wirtschaft trifft Wissenschaft in der SmartFactoryOWL in Lemgo.

Es ging um aktuelle Entwicklungen, Trends und Herausforderungen der industriellen Bildverarbeitung: Rund 40 Experten tauschten sich vergangene Woche in Lemgo beim Jahreskolloquium „Bildverarbeitung in der Automation (BVAu) aus. Austragungsort der Fachkonferenz am 1. Dezember 2016 war diesmal die SmartFactoryOWL. Die Fachleute aus Industrie und Wissenschaft waren sich am Ende einig: Die industrielle Bildverarbeitung und Mustererkennung ist breit aufgestellt und bietet Lösungsansätze für die Themen der Zukunft.

Gemeinsam mit dem GET Lab der Universität Paderborn veranstaltete das inIT bereits zum fünften Mal das Jahreskolloquium BVAu rund um das Thema industrielle Bildverarbeitung und Mustererkennung, das jährlich alternierend in Lemgo und Paderborn stattfindet. Thematisch widmete sich die Konferenz in diesem Jahr den industriellen Bildverarbeitungssystemen mit dem Schwerpunkt multispektrale Analyse und Diagnose, technischen Aspekten der Bildverarbeitung, Methoden der Bildverarbeitung und Mustererkennung für Echtzeitsysteme sowie deren Anwendungsgebieten.

Das Kolloquium versteht sich als Forum für Wissenschaft und Industrie, das ein wesentliches Forschungsgebiet der Automation abdeckt, da die industrielle Bildverarbeitung und Mustererkennung eine Schlüsseltechnologie für zukünftige Produkte und zugleich die Basis „intelligenter“ Qualitätssicherungssysteme in produzierenden Unternehmen ist. „Interdisziplinäre Ansätze aus Technik, Biologie und Psychologie ermöglichen neue zukunftsweisende Lösungen. Durch den vermehrten Einsatz von Bildverarbeitungstechnologien ergeben sich neue Möglichkeiten in rasanter Geschwindigkeit, gleichzeitig aber auch neue zu lösende Herausforderungen, die sich die Branche im Hinblick auf breite Industrie 4.0 Anwendungen stellen muss. Es ist zu erkennen, dass verteilte Bildverarbeitung einen immer breiteren Raum einnimmt. Multi- und Hyperspektral Imaging zeigt erste Erfolge und wird in wenigen Jahren in die Fachdisziplin Lebensmitteltechnologie und Medizintechnologie Einzug halten“, erläutert Professor Volker Lohweg, Tagungsleiter und Vorstand am inIT, über die Bedeutung der Bildverarbeitung für die Industrie.

Bernd Stöber (Stemmer Imaging GmbH) eröffnete die Fachkonferenz mit dem Keynote-Vortrag zum Thema „Multispektral-Imaging. Neue Methoden und Technologien für die Inspektion, Analyse und Diagnose im Maschinen- und Anlagenbau, für Lebensmittel und in der Medizin“. Anschließend tauschten sich die Experten in der SmartFactoryOWL in verschiedenen Sessions und Gesprächsrunden über neuste Entwicklungen aus dem Fachgebiet aus. „Es gab rege Diskussionen um aktuelle Forschungsthemen und deren Umsetzungsmöglichkeiten in die Praxis“, resümiert Lohweg.

Sowohl die jährlich steigende Teilnehmerzahl als auch die Qualität der Beiträge belegen den Stellenwert dieser Veranstaltung in der Fachwelt. „Die Inhalte waren breit gestreut; das Niveau der Beiträge als auch der Vorträge war inhaltlich sehr hoch“, zog Lohweg eine positive Bilanz. „Es gab eine hervorragende Mischung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft; diese Konferenz unterstreicht einmal mehr das Narrativ des Lemgoer Science-to-Business-Centers CENTRUM INDUSTRIAL IT (CIIT), in dem das inIT beheimatet ist. Der wissenschaftliche Austausch unter Kollegen war für alle Teilnehmer ein positiver Mehrwert.“



Forschungsschwerpunkte am inIT:

Die Industrielle Bildverarbeitung und Mustererkennung (IBV&M) etabliert sich weiter als Schlüsseltechnologie in produzierenden Unternehmen im Rahmen ihrer Qualitätssicherungsstrategie durch optische Fertigungsmesstechnik, System- und Produktinspektion sowie Mensch-Maschine-Interaktion. Das inIT fokussiert sich dabei im Kompetenzbereich Echtzeit-Bildverarbeitung auf interdisziplinäre Ansätze aus Technik, Biologie und wahrnehmungsorientierter Psychologie. Dabei liegt das Hauptaugenmerk einerseits auf Bildverarbeitungsmethoden und andererseits auf algorithmischen- und Implementierungsaspekten.

Die industrielle Bildverarbeitung hat zum Ziel, Bildinformationen aus Automatisierungssystemen unter den Gesichtspunkten der Prozessechtzeit, Robustheit und Ressourcenbeschränktheit zu verarbeiten. Im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtungsweise industrieller Systeme werden Bilddaten, ebenso wie Expertenwissen, als Informationsquellen herangezogen.

Weitere Informationen: http://www.hs-owl.de/init/bvau2016/