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21. Januar 2019 10:54

Kinder-Uni: Motivation bei der Arbeit

In einem Experiment ergründeten die Kinder in zwei Gruppen, welche Faktoren dazu beitragen, dass Arbeit Spaß machen kann.

Im Anschluss an das Experiment sollten die Kinder das Spaß-Level der jeweiligen Aufgabe beurteilen.

Über 60 Kinder haben am 17. Januar an der Kinder-Uni teilgenommen.

Professorin Anja Iseke erklärte den Kindern verschiedene Arbeitsbedingungen und welchen Einfluss diese auf die Arbeitszufriedenheit haben.

Gerne zur Arbeit gehen – das ist für viele Menschen wichtig. Anja Iseke, Professorin am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule OWL, erklärte bei der Kinder-Uni am 17. Januar über 60 Kindern anhand einer fiktiven Firma verschiedene Arbeitsbedingungen und welchen Einfluss diese auf unsere Arbeitszufriedenheit haben.

In der Schulzeit haben viele Schülerinnen und Schüler ähnliche Berufswünsche: „Während die Jungs eher Polizist oder Pilot werden möchten, tendieren die Mädchen zu Tierärztin oder Lehrerin. Als Erwachsene ändern sich die Vorstellungen vom Traumjob, und was jemand gern als Beruf macht, ist individuell unterschiedlich“, erklärte Professorin Anja Iseke.

„Bei der Frage, wie jemand gerne arbeitet, gibt es jedoch viele Gemeinsamkeiten – wir probieren das mal aus“. Um dieser Frage genauer auf den Grund zu gehen, machte Professorin Anja Iseke gemeinsam mit den Kindern ein Experiment. Die Kinder wurden dabei selbst in einer fiktiven Firma tätig oder beobachteten das Geschehen als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. In den Firmen sollten sie Autos aus Legosteinen herstellen und ausprobieren, unter welchen Bedingungen ihnen die Arbeit mehr oder weniger Spaß macht.

Es gab das blaue Team A (Auto) und das grüne Team B (Buggy). Bei Team A gab es einen festgelegten Arbeitsablauf: Die Kinder wurden in Sucherinnen und Sucher oder Bauerinnen und Bauer unterteilt, wobei sie einer Anleitung Schritt für Schritt folgen mussten und vorab nicht wussten, wie das Endprodukt aussehen würde. Team B konnte frei entscheiden und hatte keine Vorgaben, wie zu bauen ist – sie hatten eine Bauanleitung, konnten aber arbeiten, wie sie wollten. Gemeinsam entwickelten die Kinder mit Iseke so eine "Theorie" der Arbeitszufriedenheit. Das Experiment zeigte, dass die Kinder Arbeitsvariante B bevorzugten. „Was wir gerade gemeinsam erarbeitet haben, betonen auch Erwachsene: Freie Gestaltung der Arbeit, Abwechslung, Selbstverantwortung, sinnvolle Tätigkeiten und Spaß – dass sind alles Faktoren, die uns gerne arbeiten gehen lassen“, betonte Iseke. „Dass viele von euch bei unserem Experiment gleich viel Spaß hatten, lag möglicherweise daran, dass ihr alle gerne mit Lego spielt.“

Um als Erwachsene später einen Beruf ergreifen zu können, der zufriedenstellt und motiviert, ist es wichtig, viele verschiedene Kompetenzen und Fähigkeiten zu besitzen. Deshalb betonte Professorin Iseke zum Abschluss: „Es ist wichtig, dass ihr viel lernt und euch verschiedene Fähigkeiten aneignet.“