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19. Mai 2017 13:18

Kritik vom Feinsten: Doktorandinnen und Doktoranden auf dem Prüfstand

Beim Hohenheimer Oberseminar an der Hochschule OWL haben Doktorandinnen und Doktoranden wichtiges Feedback zu Ihren Arbeiten bekommen.

Professor Korbinian von Blanckenburg leitete das HOS am Campus Lemgo.

Beim 48. Hohenheimer Oberseminar (HOS) am Campus Lemgo haben sich Doktorandinnen und Doktoranden der Hochschule OWL mit ihren Facharbeiten einem renommierten Fachpublikum gestellt. Das besondere Format der Veranstaltung ist nichts für schwache Nerven, gilt in Fachkreisen aber als inhaltlich besonders anregend. Das HOS fand zum ersten Mal an der Hochschule OWL statt.

„Das Format ist schon herausfordernd, aber auch sehr hilfreich“, darin sind sich Eva Tebbe und Christian Beyer, beide Doktoranden am Fachbereich Produktion und Wirtschaft einig. Sie sind regelmäßig Teilnehmer des Seminars, das seit rund 25 Jahren zu den wichtigsten Veranstaltungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich der Industrieökonomik zählt. Die Nachwuchswissenschaftler stellen hier ihre aktuellen Forschungsarbeiten zur Diskussion. Dabei stellen nicht sie selbst ihre Fachbeiträge vor, sondern ein Korreferent – innerhalb von zehn Minuten und möglichst kritisch und zum Teil auch provozierend. Das Ziel dieses Formats ist, mögliche Schwachstellen in den jeweiligen Arbeiten aufzuzeigen. Im Anschluss an das Koreferat werden diese dann im Plenum diskutiert. Eva Tebbe und Christian Beyer sind mit dem Ergebnis zufrieden: „Der Umgang bleibt immer konstruktiv. Wir haben wertvolles Feedback zu unseren Projekten bekommen.“

Die Professoren Elke Kottmann und Korbinian von Blanckenburg konnten die Tagung erstmals nach Lemgo holen. „Unter Industrieökonomen ist das ein wirklich einmaliges Format und für unsere Doktorandinnen und Doktoranden eine tolle Gelegenheit, sich wissenschaftlich zu beweisen. Denn ihre Arbeiten werden hier wirklich auf Herz und Nieren geprüft“, so von Blanckenburg, der der Doktorvater von Christian Beyer und Eva Tebbe ist. Denn das HOS lockte renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Deutschland nach Lemgo, darunter Professor Hermann Kallfass oder Professor Björn Kuchinke. „Das HOS ist für seine inhaltlich harten Auseinandersetzungen berüchtigt und hat schon Generationen von Industrieökonomen zusammengeschweißt,“ so Kottmann.
Gegründet wurde das HOS vor rund 25 Jahren an der Universität Hohenheim. Seitdem gibt es eine rege Beteiligung von Doktoranden unter anderem der Universitäten Hamburg, Münster, Düsseldorf, Weimar, Clausthal, Kassel, Marburg und Ilmenau. Auch für gemeinsame Forschungsaktivitäten ist das HOS wichtig – an den jeweiligen Tagungsabenden gab es viel Raum für Gespräche und Austausch.

Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Graduiertenzentrum.OWL der Hochschule OWL.