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08. November 2018 17:24

Landwirtschaft als größtes Feld der Digitalisierung

Von links: Professor Burkhard Wrenger, Professor Jürgen Krahl, Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge und Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel in der SmartFactoryOWL

Erstmals zu Gast an der Hochschule OWL war Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), auf Einladung der lippischen Bundestagsabgeordneten Kerstin Vieregge. Hochschulpräsident Professor Jürgen Krahl und Professor Burkhard Wrenger, Studiengangsinitiator von Precision Farming, empfingen auf dem Innovation Campus Lemgo den Staatssekretär und die Bundestagsabgeordnete, die in Begleitung von Marion Kinzinger (BMEL) nach Lemgo kamen.

Die Bundestagsabgeordnete Vieregge stellte die Bedeutsamkeit des neuen Studiengangs Precision Farming an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe heraus und Staatssekretär Fuchtel stimmte ihr zu: „Die Landwirtschaft ist das größte Feld der Digitalisierung, darüber ist sich die Politik im Klaren.“ Zudem wolle er das Thema „Urban Farming“ im BMEL voranbringen und bat um Unterstützung der Hochschule OWL.

Das Konzept der Hochschule OWL, das ganzheitliche Spektrum von der Landwirtschaft bis hin zur Lebensmitteltechnologie zu betrachten, stieß bei den Politikern auf Anklang. Präsident Krahl betonte: „Vom Acker kommend bis hin zum Kunden möchten wir doch heutzutage die Lebensmittel verfolgen können. Das, was wir mit Precision Farming anbieten, schließt die Kette. Von der Aussaat bis zum Kunden ist es möglich, den Verlauf digital zu erfassen. Es war für uns als Hochschule logisch auch in die Landwirtschaft gehen, wenn wir schon mit dem Fachbereich Life Science Technologies und der Initiative smartFoodTechnologyOWL so stark in der Lebensmittelproduktion sind.“ Dank des Rückhalts auch aus der lokalen Politik konnte die Hochschule die Anschubfinanzierung für zwei neue Studiengänge (Precision Farming und Freiraummanagement) generieren.

Professor Burkhard Wrenger erläuterte den Gästen die Vorteile von Precision Farming für die Betriebe: Das Einsparen von Ressourcen wird erleichtert, der Erntezeitpunkt besser geplant und es wird eine größere Transparenz in den Geschäftsprozessen hergestellt. Die Nutzung der vorhandenen Daten trägt zur Entscheidungsfindung für weitere Prozesse bei, wie zum Beispiel das gezieltere Ausbringen von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs werden keine klassischen Landwirte, sondern auch Informatiker und Ingenieure mit dem Schwerpunkt Agrarwissenschaft sein.

Staatssekretär Fuchtel sagt: „Ich finde es sehr interessant, direkt von Beginn an dabei zu sein und dafür zu sorgen, dass es in Deutschland funktioniert. Es ist toll, dass Studierende in verschiedene Felder Einblicke erhalten. In Zukunft wird es wichtig sein, dass sich auch jeder Landwirt die entsprechende Technik leisten kann, um Precision Farming auszuüben. Hier wird bereits in verschiedene Richtungen gedacht, wie man diesen unter die Arme greifen kann.“ Die Hochschule OWL und die Politiker werden gemeinsam Lösungswege erarbeiten.

Neben Precision Farming wurden auch Aspekte der Forschungsfabrik Lebensmittel, der Smart Wood Factory und der Modellregion für postmobile Mobilität besprochen. Ein Besuch in der SmartFactoryOWL, eine gemeinsame Einrichtung des Fraunhofer IOSB-INA und der Hochschule OWL, rundete das Treffen ab.