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01. März 2017 16:25

Lemgoer Forscher gestalten das „Industrielle Internet“ mit

Gestalten das Industrielle Internet mit (v.l.): Lukasz Wisniewski (inIT), Professor Jürgen Jasperneite (Leitung Fraunhofer IOSB-INA und inIT), Sebastian Schriegel (Fraunhofer IOSB-INA), Holger Flatt (Fraunhofer IOSB-INA)

Das Fraunhofer-Anwendungszentrum IOSB-INA und das Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) der Hochschule OWL arbeiten in zwei Projekten an dem Rückgrat der Industrie 4.0. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die beiden Vorhaben, die jeweils eine dreijährige Laufzeit haben, insgesamt mit mehr als 6,5 Millionen Euro.

Die deutsche Wirtschaft will Leitmarkt und Leitanbieter im Bereich der Industrie 4.0 werden. Hierbei will die Region mit dem Spitzencluster it’s OWL kräftig mitmischen. Die dafür notwendige Automation und die Kopplung der Produktion an neue digitale Dienstleistungen stellen hohe Anforderungen an die Flexibilität der Maschinen und Anlagen sowie an die Kommunikationstechnologien. Ein künftiges „Industrielles Internet“, also das Zusammenwachsen der unterschiedlichen industriellen Kommunikationstechnologien mit dem Internet, wird als zentrale Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung der Industrie 4.0-Vision angesehen.

Industrieanlagen haben eine sehr hohe Lebensdauer und stellen hohe Anforderungen an die technische Zuverlässigkeit. Daher lassen sich die Kommunikationstechnologien in den Maschinen und Anlagen nur sehr schwer aktualisieren und aufrüsten. Aus diesem Grund befinden sich in den Maschinen und Anlagen viele Insellösungen, die größtenteils nicht miteinander kompatibel sind.

Gleichzeitig steigt die Komplexität von Maschinen und Anlagen aufgrund der vielen eingesetzten Technologien und dem höheren Automatisierungsgrad. Es fehlt derzeit an Konzepten diese Vielzahl von vernetzten Komponenten zu integrieren, effizient zu verwalten und einen durchgängigen Informationsaustausch zu gewährleisten. Genau hier setzen nun zwei Projekte unter der Beteiligung Lemgoer Wissenschaftler an:

In dem Projekt FlexSi-Pro, an dem das Fraunhofer-Anwendungszentrum für Industrielle Automation (IOSB-INA) mitwirkt, werden Konzepte zur Virtualisierung von Netzfunktionen in Software umgesetzt. „Damit wird die Fabrik der Zukunft von einer erhöhten Flexibilität und Sicherheit der Kommunikationsnetze profitieren“, so Holger Flatt, Gruppenleiter bei Fraunhofer in Lemgo.

Das Projekt FIND, an dem das Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) der Hochschule OWL beteiligt ist, wird Lösungen für das intelligente Netzmanagement sowie die Integration der verschiedenen Netztechnologien zur einfachen Handhabung großer Kommunikationsnetze erarbeiten.

Professor Jürgen Jasperneite, Leiter des Lemgoer Fraunhofer-Anwendungszentrum und des Instituts für industrielle Informationstechnik der Hochschule OWL: „Wir freuen uns, dass sich gleich beide Lemgoer Forschungseinrichtungen in diesem Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit ihren eingereichten Konzepten durchsetzen konnten. So können wir gemeinsam mit unseren Konsortialpartnern einen signifikanten Beitrag zur Entwicklung des Industriellen Internets leisten.“

„Um insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen bei der Einführung von Industrie 4.0 zu unterstützen, werden wir die Ergebnisse beider Projekte in der SmartFactoryOWL, einer gemeinsamen Initiative des Fraunhofer IOSB-INA und der Hochschule OWL, erproben und demonstrieren“, so Lukasz Wisniewski, Gruppenleiter im inIT. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die beiden Projekte, die jeweils eine dreijährige Laufzeit haben, insgesamt mit mehr als 6,5 Millionen Euro.