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04. Juli 2018 09:57

Lemgoer Student automatisiert strömungstechnische Anlage

Mathias Kelbch hat in seiner Masterarbeit das Potential einer strömungstechnischen Anlage genutzt und automatisiert. Dadurch ermöglicht er anderen Studierenden eine wesentlich einfachere Bedienung der Anlage.

Professor Thomas Bartsch (r.) vom Fachbereich Produktion und Wirtschaft der Hochschule OWL betreute die Arbeit und ist mit den erzielten Ergebnissen von Mathias Kelbch (l.) sehr zufrieden.

Man findet sie in Brauereien und Raffinerien: Strömungstechnische Anlagen. Bereits in seinem Bachelorstudium Produktionstechnik tüftelte Mathias Kelbch gerne an der Versuchsanlage der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Aufgrund der diversen Stellventile und Einflussmöglichkeiten bot die Anlage großes Potential, automatisiert zu werden – für Kelbch das perfekte Thema seiner Masterarbeit.

Die Praktika an der Hochschule OWL ermöglichen den Studierenden, das erlangte theoretische Wissen direkt anzuwenden. Im Studiengang Produktionstechnik mit dem Schwerpunkt Fabrikautomatisierung kommt in diesem Zusammenhang eine strömungstechnische Anlage zum Einsatz, die der Absolvent Mathias Kelbch im Rahmen seiner Masterarbeit nun automatisiert hat und dadurch anderen Studierenden eine wesentlich einfachere Bedienung der Anlage ermöglicht.

In der Berufswelt kommen strömungstechnische Anlagen vorwiegend in der chemischen Industrie zum Einsatz, zum Beispiel in Bierbrauereien oder Raffinerien zur Erdölverarbeitung. Die strömungstechnische Anlage in den Praktika der Produktionstechnik dient daher als vereinfachte Darstellung von allen möglichen realen Vorgängen, in denen flüssige oder auch gasförmige Stoffe in technischen Anlagen fließen. Studierende können so die verschiedenen Anwendungsfälle simulieren und üben.

Bereits in seinem Bachelorstudium weckte die strömungstechnische Anlage mit ihren Anbauten und Armaturen das Interesse von Mathias Kelbch. Aufgrund der diversen Stellventile und Einflussmöglichkeiten bot die Anlage großes Potential, weiter ausgebaut und automatisiert zu werden. „Das Thema war sehr umfangreich und komplex. Es fing an bei der mechanischen Verdrahtung, bei der man schauen musste, wie die einzelnen Geräte funktionieren. Dann ging es mit der Programmierung, die im Hintergrund der Anlage arbeitet, weiter und abschließend erfolgte die visuelle Darstellung der Vorgänge auf dem Bildschirm. Aber dieser gesamte Komplex war letztendlich das, was mich an dieser Arbeit interessiert und fasziniert hat“, erklärt Kelbch. „Es war anstrengend, aber es hat auch Spaß gemacht, das Ganze umzusetzen.“ Die vorher rein manuell zu bedienende Anlage hat er nun um ein Wesentliches vereinfacht und automatisiert.

Sie besteht aus drei Behältern, die über ein Rohrleitungssystem miteinander verbunden sind. Mithilfe einer Pumpe und mehreren Ventilen ist es möglich, eine Flüssigkeit, wie zum Beispiel Wasser, durch das Rohrleitungssystem zu fördern. Sensoren erfassen dabei die Werte für Druck, Füllstand, Durchfluss und Temperatur im System. Zur Automatisierung der Arbeitsschritte entwickelte Kelbch einen örtlichen Leitstand, der durch einen Touchscreen bedient wird. Die Anlagenbediener, also die Studierenden, können so die Werte beobachten und durch gezielte Eingriffe den Prozess führen. Bei einer Störung wird eine Störmeldung auf dem Bildschirm angezeigt, sodass die Bediener eingreifen können.

Die Praktikumsversuche im Studium mit der strömungstechnischen Anlage decken verschiedene Verfahren der Automatisierung ab. Da die Anlage zur Veranschaulichung verschiedener Mess- und Stellverfahren sowie zur Vorbereitung auf das spätere Berufsleben dient, muss diese möglichst flexibel sein – deshalb gibt es nun auch unterschiedliche intuitive Betriebsprogramme für die verschiedenen Anwendungsfälle.

Die Durchführung der Praktikumsversuche läuft jetzt wesentlich effizienter. Professor Thomas Bartsch, der die Arbeit betreute, ist mit den Ergebnissen sehr zufrieden: „Die Studierenden können ihre Versuche jetzt zielgerichtet und automatisiert steuern. Das spart Zeit und bietet den Studierenden die Gelegenheit, Veränderungen im Prozess unmittelbar zu erfahren.“

Weitere Informationen zum Studiengang Produktionstechnik finden Interessierte hier.

Einschreibungen sind noch bis zum 15. Juli 2018 möglich.

Eine Übersicht zu allen Bachelorstudiengängen gibt es auf www.hs-owl.de/studistart.