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17. April 2018 10:14

Lernen mal anders mit dem Planspiellabor

Die Logistikstudierenden Franziska Eckardt und Dennis Beckmann konnten in der Planspielwoche ihr theoretisches Wissen zur Distributionslogistik spielerisch anwenden.

Das Planspiel bildet unternehmensübergreifende Prozesse realitätsnah ab.

Durch die Haptik des Planspiels können die Studierenden bestimmte Vorgänge viel besser nachvollziehen und lernen sozusagen "nebenbei".

Das Planspiellabor des Fachbereichs Produktion und Wirtschaft an der Hochschule OWL führt regelmäßig logistische und betriebswirtschaftliche Planspiele durch. In Form einer Blockwoche konnten dieses Mal Logistikstudierende aus dem vierten Semester ihr theoretisches Wissen im Bereich der Distributionslogistik spielerisch anwenden und „Handlungsspielräume begreifen“ lernen.

An den ersten beiden Tagen der Planspielwoche erfolgten im Wechsel jeweils kurze Theorieeinführungen und dann die Umsetzung des Gelernten im Rahmen zweier selbst entwickelten haptischen Planspiele zur Logistik. Anschließend kam an den folgenden zwei Tagen das komplexe haptische Planspiel – der sogenannte „Logistikkoffer“– zum Einsatz. Er bildet unternehmensübergreifende Prozesse mit mehreren voneinander abhängigen Produktions- und Lagerstufen realitätsnah ab. Beachtet werden dabei auch Probleme wie zum Beispiel Engpässe bezüglich Lagerflächen, Fertigungskapazitäten oder verfügbarer Informationen. Zwischen den einzelnen Spielrunden ermittelten die Studierenden systematisch Schwachstellen und erarbeiteten Verbesserungsvorschläge zur Prozessoptimierung, die dem Entscheidergremium – repräsentiert durch die Lehrenden – vorgestellt wurden. Die regelmäßige Selbstreflexion sowie gezielte Fragestellungen seitens der Lehrenden stellten darüber hinaus die Verzahnung des Erlebten mit der Theorie sicher.

„Durch die Haptik des Planspiels können die Studierenden viel besser begreifen und nachvollziehen, was und warum gerade etwas Bestimmtes passiert, im Gegensatz zu rein mathematischen oder computergestützten Modellabbildungen dieser Vorgänge“, erklärt der Leiter des Planspiellabors, Professor Nicholas Boone. Darüber hinaus haben die Studierenden jeweils eine wichtige Rolle in ihrer Gruppe inne, wodurch sie die gesamte Zeit über stets im Spiel involviert und aktiv sind. Durch den stetigen Austausch mit den anderen Gruppenmitgliedern tritt der eigentliche Lerneffekt somit eher in den Hintergrund und vollzieht sich stattdessen vielmehr „nebenbei“. Der Gruppenwettbewerb bewirkt zudem ein noch intensiveres Mitarbeiten und stärkte das gemeinsame Ziel, das Spiel zu gewinnen. Der Siegeswille war den Studierenden trotz Semesterferien eindeutig anzusehen.