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16. Mai 2018 08:38

Mensa der Geschwister-Scholl-Gesamtschule neu gestaltet

Eine Schüler-Arbeitsgruppe aus den Jahrgängen 9 und 10 hat gemeinsam mit sechs Masterstudierenden der Innenarchitektur Tische und Sitzmöbel auch entlang der Fenster selbst entworfen und gebaut. Foto: Schelpmeier

Wie kann die Mensa in den Pausen oder nach dem Unterricht flexibler genutzt werden? Und wie kann sie an Aufenthaltsqualität gewinnen? Studierende der Innenarchitektur haben ein Gestaltungskonzept für die Neugestaltung der Mensa der Detmolder Geschwister-Scholl-Gesamtschule entwickelt. Eine Schüler-Arbeitsgruppe aus den Jahrgängen 9 und 10 hat gemeinsam mit sechs Masterstudierenden Tische, Sitzmöbel und Fenstergestaltung selbst entworfen und gebaut.

Das Master-Realisierungsprojekt unter der Leitung von Professor Ulrich Nether und Theresa Kellner bestand darin, mit den Schülerinnen und Schülern in der großen Mensa der Schule neue qualitative Aufenthaltsorte zu gestalten. Dabei wurde zunächst in einer ausführlichen Bedarfsanalyse ermittelt, dass vorwiegend Interventionen für die Pausen und die Zeiten vor und nach Schulbeginn gewünscht sind. So sollte flexibleres Sitzen und eine Nutzung der Tische für Hausaufgaben oder Nachmittagsveranstaltungen wie Elternabende möglich sein. Die Besonderheit des Projekts ist laut Theresa Kellner ein „konsequentes Handeln im Sinne des Human Centred Designs: Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten im gesamten sechsmonatigen Prozess hinweg von der Grundlagenermittlung und Konzeptfindung bis hin zur baulichen Umsetzung gemeinsam mit den Masterstudierenden“. Zudem mussten von den Gestalterinnen und Gestaltern immer wieder die unterschiedlichen Nutzerakteure – wie das Mensapersonal, die Raumpflegerinnen, die Schülerschaft, die Eltern und die Stadtverwaltung – in den Prozess einbezogen werden, so Kellner.

Begleitet wurde das Projekt seitens der Schule von den drei Lehrern Thomas Walkenhorst, Sebastian Jensen und Stéphanie Braun, die mit viel Engagement die Schüler und Studierenden unterstützten. Markus Opitz und Markus Dubbert von der Tischlerei der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur halfen besonders bei der Umsetzung und Realisierung. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und traf auch bei Thomas Mahlmann auf offene Ohren und Begeisterung. Er ist Leiter des zdi-Zentrum Lippe.MINT, das das Ziel verfolgt, die in Lippe vorhandenen Aktivitäten und Kräfte zur Nachwuchsförderung im Bereich Naturwissenschaften und Technik zu koordinieren und zu bündeln. Das zdi-Zentrum hat das Projekt finanziell gefördert und damit die Umsetzung maßgeblich unterstützt.

Zur Eröffnung trafen sich die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerinnen und Lehrer in der Mensa und weihten zusammen mit dem Schulleiter Christoph Trappe, der stellvertretenden Bürgermeisterin Christ-Dore Richter, Stefanie Stölting vom Amt für städtische Schulimmobilien, Thomas Mahlmann vom zdi-Zentrum, Juri Gracht, Chefkoch der schulischen Mensa, Frank Schlepper vom Mensacateringservice Pop & Corn, Professor Ulrich Nether und Theresa Kellner von der Hochschule OWL und den Masterstudierenden die neuen Tische, Sitzgelegenheiten und die Mensagestaltung ein. „Ich bin stolz auf die erneut gute Zusammenarbeit mit der Hochschule Ostwestfalen-Lippe und das Resultat, welches hier entstanden ist. Solche Kooperationsprojekte sind für uns von immenser Bedeutung“, sagte Schulleiter Trappe. Für die Schülerinnen und Schüler, die in ihrer Freizeit eifrig mitgearbeitet haben, gab es ein Zertifikat, das die Masterstudierenden gemeinsam übergaben.