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22. Dezember 2016 10:17

Nachhaltigkeit im Bauwesen: Projektwoche des Fachbereichs Bauingenieurwesen

Studierende werden bei den Projekttagen zu Fachplanern ausgebildet.

Eigene Ideen und Lösungsansätze entwickeln die Studierenden gemeinsam.

Bei Exkursionen zu Industriepartnern erhalten die Studierenden Einblicke ins Arbeitsleben.

In ein Forschungsprojekt hineinschnuppern, Eindrücke sammeln von der späteren Arbeit als Bauingenieur oder Bauingenieurin, eigenständig im Labor arbeiten und bei Exkursionen zu Partnern wie der Unternehmensgruppe Hagedorn spannende Einblicke erhalten – all das macht die Projektwoche des Fachbereichs Bauingenieurwesen möglich. Vom 19. bis zum 22. Dezember wurden über 100 Studierende des dritten Semesters zum Thema „Nachhaltigkeit im Bauwesen“ fit gemacht.

Die Projektwoche befasste sich unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Bauwesen“ mit dem Thema Rohstoff-(Zwischen-)Lager Stadt: Es ging um Stoffkreisläufe, Recycling und Nachhaltigkeit. Dabei stellten sich Fragen nach Recyclingmöglichkeiten von Altstoffen, die ganze Quartiere oder sogar Städte betreffen: Was passiert mit altem Asphalt, wenn die Straße neu gepflastert wird? Kann man aus Bauschutt neue Baustoffe gewinnen und in neuen Gebäuden verarbeiten? Wie können Schadstoffe im Wasser, im Boden oder in der Luft bei der Arbeit auf der Baustelle minimiert werden? Acht unterschiedliche Lehrgebiete zu den Bereichen Baubetrieb, Bauphysik, Baumechanik und -statik, Baustoffe und Massivbau, Erd- und Straßenbau, Geotechnik, Holzbau sowie Siedlungswasserwirtschaft waren an der Projektwoche beteiligt. Die Studierenden arbeiteten in Gruppen von etwa sieben Mitgliedern an einer Aufgabe: Ein fiktiver Investor will das Palais der Musikhochschule verändern und einer anderen Nutzung zuführen. Die Studierenden entwickelten unter Berücksichtigung von Bewirtschaftungsstrategien, Umweltschutz, Recycling, Baustoffmanagement und weiteren Aspekten eigene Projektideen. Dabei wurde jeder Studierende zu einem Fachplaner in einem der acht Lehrgebiete ausgebildet und damit zu einem Spezialisten für einen Teil der Aufgabe.

„Wir wollen unsere Studierenden über den Tellerrand blicken lassen“, so Dries Beyer, wissenschaftlicher Mitarbeiter, der die Projektwoche organisierte. „Dazu gehört nicht nur fachliches Wissen, sondern auch der Erwerb von Teamkompetenzen.“ Unter der Leitung von Professor Robin Kröger unterstützten vom KOM ausgebildete studentische Teambegleiterinnen und -begleiter die Studierenden, um ihnen handlungsorientiertes Feedback zu ihren Moderations-, Diskussions- und Problemlösestrategien zu geben. „Ein großer Dank gilt dem KOM, den Laboringenieuren Claus Deis und Michael Naarmann und natürlich allen Professorinnen und Professoren sowie Mitarbeitenden aus den beteiligten Fachgebieten“, so Beyer.