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25. November 2016 08:41

Neuer Studiengang Medizin- und Gesundheitstechnologie an der Hochschule OWL

Der demografische Wandel, ein gestärktes Bewusstsein für gesunde Ernährung, steigende Hygieneanforderungen, die Entwicklung von telemedizinischen Angeboten – das Gesundheitssystem in Deutschland wird zukünftig drastische Veränderungen durchmachen. Auf diese Veränderungen reagiert die Hochschule OWL und bietet ab dem Wintersemester 2017/18  einen neuen Studiengang an: Medizin- und Gesundheitstechnologie wird Ingenieurinnen und Ingenieure für ein wachsendes und dynamisches Berufsfeld ausbilden.

Hochschulpräsident Dr. Oliver Herrmann ist überzeugt: „Mit diesem Studiengang hat die Hochschule aktiv an der Mitgestaltung des gesellschaftlichen Wandels teil. Neben den bereits bestehenden, sehr erfolgreich arbeitenden Lehr- und Forschungsfeldern bauen wir damit eine weitere Kompetenzsäule an der Hochschule auf. Dieser interdisziplinäre Studiengang ist ein Alleinstellungsmerkmal für die Hochschule und wird überregional nachgefragt werden.“

Dem stimmt Professor Volker Lohweg, Vorstand des Instituts für industrielle Informationstechnik (inIT) zu: „Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Digitalisierung werden unser Leben im nächsten Jahrzehnt massiv beeinflussen. Sie werden der Schlüssel für interdisziplinäre Studiengänge und anwendungsorientierte Grundlagenforschung sein. Der geplante Studiengang Medizin- und Gesundheitstechnologie steht genau dafür: Hier trifft Informations- und Kommunikationstechnologie auf Lebenswissenschaften.“ Lohweg ist überzeugt, dass der neue Studiengang den Nerv der Zeit trifft. Denn die Kombination von IT-Themen mit Ernährungs- und Gesundheitsthemen entspricht der Hightech-Strategie der Bundesregierung „Gesundes Leben“, mit der die Bundesregierung Volkserkrankungen und Mehrfacherkrankungen wirksam bekämpfen und gleichzeitig die Gesundheitswirtschaft stärken will.

Dazu gehören zum Beispiel die Entwicklung neuer bildgebender Verfahren oder Sensoren zur Messung von biologischen Parametern, genauso aber auch Fragen des Patienten- und Datenschutzes im Kontext der digitalen Vernetzung des Gesundheitssystems. Professor Gerd Kutz, Sprecher des Fachbereichs Life Science Technologies für den neuen Bachelorstudiengang, erläutert: „Beide Fachbereiche bündeln ihre Kompetenz für den innovativen Studiengang. Medizin- und Gesundheitstechnik ist ein Wachstumsmarkt und Deutschland gehört zu den Spitzenreitern in diesem Forschungsfeld.“ Die Hochschule OWL möchte sich in diesem Feld positionieren.

So ist in Zusammenarbeit der Fachbereiche Life Science Technologies und Elektrotechnik und Technische Informatik der Hochschule OWL das Konzept für den Studiengang Medizin- und Gesundheitstechnik entstanden: Die Kompetenzen des Fachbereichs Elektrotechnik und Technische Informatik und des Fachbereichs Life Science Technologies werden miteinander verknüpft, um zu einem inter- und transdisziplinären Lehr- und Forschungsfeld ausgebaut zu werden. „Mit dem Angebot dieses neuen Studiengangs reagieren wir auf die Anforderungen des Wachstumsmarkts Medizin- und Gesundheitstechnologie nach gut ausgebildeten Ingenieurinnen und Ingenieuren. Durch die vereinigte Expertise der beiden forschungsstärksten Fachbereiche der Hochschule OWL bieten wir unseren Studierenden hierfür optimale Studienbedingungen für ein äußerst wichtiges Zukunftsfeld,“ erklärt Professor Uwe Meier, Dekan des Fachbereichs Elektrotechnik und Technische Informatik.

Dabei hat die Hochschule OWL nicht nur den sinnvollen Einsatz der eigenen Kompetenzen im Blick, sondern auch die Bedarfe der Region: „Der neue Studiengang vereinigt die Gebiete Pharmatechnik und biopharmazeutische Technologie mit der Digitalisierung und Informationstechnik. Diese Konstellation ist in der Form einzigartig und bietet große Chancen für die ganze Region, die sich derzeit sehr dynamisch zur Gesundheitsregion OWL weiterentwickelt“, so Professor Thomas Gassenmeier, Dekan des Fachbereichs Life Science Technologies. Ostwestfalen-Lippe als wirtschaftsstarke Region mit vielen mittelständischen Unternehmen, die sich auch im Bereich Medizin- und Gesundheitstechnologie engagieren, hat Bedarf an Ingenieurinnen und Ingenieuren mit solchem Spezialwissen. Der neue Studiengang wird damit nicht nur gesellschaftlichen Anforderungen an das Gesundheitssystem gerecht, sondern auch der Nachfrage nach qualifiziertem Fachpersonal. Ab dem Wintersemester 2017/18 sollen jährlich über 40 Studierende den Bachelor durchlaufen.